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Quelle: ChatGPT

SK Hynix-Aktie vor Zahlen – reicht der Rekordgewinn?

Speicherboom mit Risiken
SK Hynix könnte am Mittwoch den nächsten Rekordgewinn melden. Doch nach dem kräftigen Kursrückgang reicht ein starkes Quartal allein womöglich nicht aus, um die Anleger wieder zu überzeugen. Neben neuen Zahlen zum Geschäft mit KI-Speicherchips sorgt auch die Aussicht auf eine milliardenschwere Sonderdividende für Gesprächsstoff.

SK Hynix vor Zahlen – Analysten erwarten Rekordgewinn

Am Mittwoch, dem 28. Oktober, veröffentlicht der südkoreanische Speicherchiphersteller SK Hynix seine Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2026. Die Erwartungen sind gewaltig, denn das Unternehmen profitiert weiterhin von der hohen Nachfrage nach Speicherchips für künstliche Intelligenz.

Laut den aktuellen Konsensschätzungen von FnGuide rechnen Analysten mit einem Umsatz von rund 98,2 Billionen südkoreanischen Won und einem operativen Gewinn von knapp 77 Billionen Won. Gegenüber dem Vorjahresquartal würde der Umsatz damit um mehr als 300 % steigen, während sich der operative Gewinn fast versiebenfachen könnte.

Bereits im zweiten Quartal hatte SK Hynix mit einem Umsatz von 79,3 Billionen Won und einem operativen Gewinn von 60,5 Billionen Won neue Rekordwerte erzielt. Sollten die aktuellen Erwartungen eintreffen, würde das Unternehmen seinen bisherigen Gewinnrekord noch einmal um rund 27 % übertreffen.

Allerdings sind die Erwartungen an SK Hynix inzwischen so hoch, dass selbst solche Zahlen nicht automatisch für Begeisterung an der Börse sorgen müssen. Nach dem kräftigen Kursrückgang der vergangenen Monate wollen Anleger wissen, ob das Unternehmen sein enormes Wachstum auch 2027 fortsetzen kann.

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KI-Speicherchips bleiben der wichtigste Wachstumstreiber

Hinter den starken Geschäftszahlen steckt hauptsächlich die Nachfrage nach sogenannten HBM-Speicherchips (High Bandwidth Memory). Diese besonders schnellen Speicher werden unter anderem in den leistungsfähigen KI-Beschleunigern von Nvidia eingesetzt. SK Hynix gehört in diesem Bereich zu den führenden Herstellern.

Mit HBM4 hat das Unternehmen inzwischen die nächste Generation seiner KI-Speicherchips auf den Markt gebracht. Die ersten Auslieferungen laufen bereits und sollen in den kommenden Quartalen weiter zunehmen. Für Nvidias neue Vera-Rubin-Plattform könnten diese Chips eine wichtige Rolle spielen.

Allerdings gibt es auch erste Fragezeichen. Branchenberichten zufolge könnten die HBM4-Auslieferungen zuletzt langsamer angelaufen sein als ursprünglich erwartet. Hintergrund sind unter anderem mögliche Verzögerungen bei Nvidias neuer KI-Plattform und zusätzliche technische Anpassungen.

Dafür läuft das Geschäft mit klassischen Speicherchips weiterhin hervorragend. Analysten von Hana Securities rechnen damit, dass die durchschnittlichen Verkaufspreise für DRAM-Speicher im dritten Quartal um weitere 21 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen sind. Auch bei NAND-Speichern werden deutliche Preissteigerungen erwartet.

Kommt jetzt auch noch eine milliardenschwere Sonderdividende?

Neben den Quartalszahlen könnte SK Hynix am Mittwoch noch eine weitere Überraschung bereithalten. Wie die südkoreanische Zeitung Dong-A Ilbo berichtet, prüft das Unternehmen eine Sonderdividende von rund 16 Billionen Won. Das entspricht umgerechnet etwa 12 Milliarden US$. Das Geld könnte unter anderem aus Gewinnen stammen, die SK Hynix durch den Verkauf seiner Beteiligung am japanischen Speicherchiphersteller Kioxia erzielt hat.

SK Hynix bestätigte am Montag, dass derzeit verschiedene Maßnahmen zur Stärkung der Aktionärsrendite geprüft werden. Eine Entscheidung über die Sonderdividende sei allerdings noch nicht gefallen. Weitere Einzelheiten sollen gemeinsam mit den Quartalszahlen am Mittwoch bekannt gegeben werden.

Bereits im August hatte der Konzern ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 40 Billionen Won angekündigt. Die zurückgekauften Aktien sollen anschließend eingezogen werden. Zusätzlich möchte SK Hynix mehr als die Hälfte seines freien Cashflows aus den Jahren 2025 bis 2027 für Aktionärsrenditen einsetzen.

Eine weitere Ausschüttung könnte gerade nach der jüngsten Kursschwäche gut ankommen. Schließlich hat die Aktie seit ihrem Rekordhoch im Juni erheblich an Wert verloren, obwohl das Unternehmen weiterhin Rekordgewinne erzielt. Viele Analysten bleiben dennoch optimistisch. JPMorgan sieht für die in den USA gehandelten Hinterlegungsscheine ein Kursziel von 245 US$, während Cantor Fitzgerald zuletzt 250 US$ in Aussicht stellte. Am Montag hatten die Papiere bei 142,62 US$ geschlossen.

ℹ️ SK Hynix in Kürze

  • SK Hynix (WKN: A1JWRE) mit Hauptsitz im südkoreanischen Icheon ist der weltweit zweitgrößte Hersteller von Speicherchips und ein technologischer Pionier der Halbleiterindustrie.
  • Das Unternehmen ist der globale Marktführer im Bereich von Hochgeschwindigkeits-Speicherchips (High Bandwidth Memory – HBM), die als unverzichtbare Schlüsselkomponente in KI-Beschleunigern von Branchenriesen wie Nvidia zum Einsatz kommen.
  • Neben HBM produziert SK Hynix ein breites Spektrum an Speicherlösungen, darunter dynamische Schreib-Lese-Speicher (DRAM) sowie NAND-Flash-Speicher für Smartphones, PCs, Rechenzentren und Automobilanwendungen.
  • Mit hochmodernen Produktionsstätten in Südkorea und China sowie globalen Entwicklungszentren treibt das Unternehmen die Errichtung des weltweit größten Halbleiter-Megaclusters voran.
  • Die Aktie ist an der koreanischen Börse in Seoul gelistet (KOSPI-Index) und feiert durch ein milliardenschweres ADR-Listing zudem ihr Debüt an der US-Technologiebörse Nasdaq. Der Börsenwert beträgt umgerechnet rund 697 Milliarden US$.

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Fazit

SK Hynix steht vor einem weiteren Rekordquartal und profitiert weiterhin vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur. Doch die enormen Gewinnsteigerungen sind an der Börse längst keine Überraschung mehr. Neue Aussagen zum HBM4-Geschäft und eine mögliche Sonderdividende könnten deshalb mindestens genauso viel Aufmerksamkeit bekommen wie die Geschäftszahlen selbst. Für neue Zuversicht müsste SK Hynix den Anlegern zeigen, dass der Boom bei KI-Speicherchips noch lange nicht vorbei ist.

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