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Quelle: ChatGPT

Rheinmetall-Aktie: 30 Minuten Schulung – der nächste Gamechanger?

Ein neues Umsatzpotenzial?
Vincent Uhr
Die Rheinmetall-Aktie hat sich nach ihrem jüngsten Kurssturz wieder etwas erholt und notiert bei rund 983 €. Vom Rekordhoch ist sie allerdings weiterhin rund -50% entfernt. Dabei arbeitet der Rüstungskonzern an einer Technologie, die das klassische Panzergeschäft langfristig verändern könnte. Gemeinsam mit dem australischen Unternehmen Breaker demonstrierte Rheinmetall, wie ein Soldat nach weniger als 30 Minuten Schulung einen ganzen Drohnenschwarm steuert. Entsteht hier ein neuer Wachstumsmotor?

Ein Panzerfahrer steuert einen ganzen Drohnenschwarm

Rheinmetall hat am 6. Oktober eine neue Zusammenarbeit mit dem australischen Verteidigungstechnologieunternehmen Breaker vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Integration künstlicher Intelligenz in den Radspähpanzer Boxer.

Bei einer Demonstration konnte ein einzelnes Besatzungsmitglied einen Drohnenschwarm über einfache Sprachbefehle steuern. Dafür benötigte es weniger als 30 Minuten Schulung. Gleichzeitig führte der Soldat seine regulären Aufgaben im Fahrzeug fort.

Die Entwicklung erfolgte bemerkenswert schnell. Innerhalb weniger Wochen integrierten beide Unternehmen die Software in einen Simulator. Bereits sechs Monate nach dem ersten Gespräch demonstrierten sie die Technologie an einem Boxer.

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Das Konzept nennt sich Human Machine Teaming. Dahinter steckt die Verbindung bemannter Fahrzeuge mit autonomen Systemen. Ein Panzer könnte künftig mehrere Drohnen zur Aufklärung und Unterstützung einsetzen, ohne zusätzliche Soldaten zu benötigen.

Für Rheinmetall eröffnet dies eine neue Perspektive. Der Konzern muss nicht ausschließlich neue Fahrzeuge verkaufen, sondern könnte bestehende Systeme durch zusätzliche digitale Fähigkeiten aufwerten.

211 Panzer und 30 Jahre Einsatzzeit

Besonders interessant erscheint mir das langfristige Potenzial. Rheinmetall liefert Australien im Rahmen eines bereits 2018 vergebenen Auftrags insgesamt 211 Boxer-Spähpanzer. Diese sollen voraussichtlich 30 Jahre eingesetzt werden.

Während dieser Zeit verändern sich die militärischen Anforderungen erheblich. Drohnen, autonome Fahrzeuge und künstliche Intelligenz gewinnen an Bedeutung. Militärfahrzeuge müssen deshalb regelmäßig modernisiert werden.

Genau hier könnte Rheinmetall zusätzliche Einnahmen erzielen. Durch die offene Systemarchitektur lassen sich neue Softwarelösungen integrieren, ohne den kompletten Panzer ersetzen zu müssen.

Aus Sicht eines Investors ist das ein attraktiver Ansatz. Schließlich könnten Nachrüstungen, Systemintegration und langfristige Betreuung wiederkehrende Umsätze ermöglichen. Zudem könnte Rheinmetall ähnliche Lösungen künftig auch für andere Fahrzeugtypen anbieten.

Allerdings steht die kommerzielle Umsetzung noch am Anfang. Aus der erfolgreichen Demonstration ist bislang kein bezifferter zusätzlicher Serienauftrag entstanden. Auch die mögliche Gewinnaufteilung mit Breaker bleibt offen.

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Ein kleiner Baustein für einen 80-Milliarden-€-Konzern

Die neue Technologie wird Rheinmetalls Geschäft kurzfristig kaum verändern. Der Konzern verfügte zum Halbjahr bereits über einen Auftragsbestand von 80,5 Milliarden €. Für 2026 erwartet das Management einen Umsatz zwischen 13,7 und 14,2 Milliarden €.

Damit bleiben klassische Rüstungsgüter zunächst der entscheidende Wachstumstreiber. Die technologische Weiterentwicklung könnte langfristig aber zusätzliche Margenpotenziale schaffen.

Denn während der Bau neuer Fahrzeuge erhebliche Produktionskapazitäten benötigt, können Softwareintegration und Nachrüstungen unter Umständen kapitalärmer skalieren. Ob Rheinmetall selbst einen entsprechend hohen Anteil der Wertschöpfung vereinnahmen kann, muss sich allerdings erst zeigen.

ℹ️ Rheinmetall in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei rund 46,6 Milliarden €.

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Vincent Uhr

Fazit

Die Kooperation mit Breaker ist noch kein finanzieller Gamechanger. Sie verdeutlicht aber, dass Rheinmetall sein Geschäftsmodell über den reinen Verkauf von Panzern und Munition hinaus erweitern will. Für mich ist das ein interessanter langfristiger Ansatz. Bei Kursen unter 1.000 € halte ich die Aktie angesichts des hohen Auftragsbestands und der zusätzlichen Technologiechancen für einen attraktiven gestaffelten Kauf.