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Weniger Kapitalbindung: Wie relevant werden Kredite bei der privaten Vermögensplanung?

Bon-Kredit
Redaktion
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Viele Menschen, die sich vornehmen, langfristig Vermögen aufzubauen, denken lange über eine passende Form der Geldanlage nach. Dabei gerät häufig in Vergessenheit, dass der Faktor Liquidität im Alltag mindestens genauso wichtig sein kann. Vor allem größere Anschaffungen oder Reparaturen können die Rücklagen erheblich reduzieren und damit den finanziellen Handlungsspielraum einschränken.

Eine Kreditfinanzierung kann eine Alternative zur vollständigen Eigenfinanzierung entsprechender Investitionen darstellen. Verbraucher sollten dabei in jedem Fall abwägen, ob die Vorteile der Liquidität die zusätzlichen Verpflichtungen rechtfertigen.

So können Kredite die Kapitalbindung reduzieren

Privatanleger sollten sich nicht nur regelmäßig mit der Höhe ihres Vermögens, sondern auch mit dessen Zusammensetzung befassen. So bedeutet ein Wertpapierdepot von 100.000 Euro nicht, dass dieser Betrag jederzeit verfügbar wäre. Wer hieraus zum Beispiel kurzfristig 20.000 Euro benötigt, muss Wertpapiere verkaufen und damit einzelne Anlagen im Wertpapierdepot (wie Aktien oder ETFs) reduzieren.

Besonders ärgerlich kann das Ganze werden, wenn ein Verkauf gerade nicht zur ursprünglichen Anlagestrategie passt oder wenn Aktien während einer eher schwachen Phase verkauft werden müssen. Hinzu kommt, dass beim Verkauf von Aktien oder ETFs auf Kursgewinne unter Umständen Steuern anfallen. Diese reduzieren dann den Erlös zusätzlich.

In diesen und ähnlichen Fällen kann eine zeitlich begrenzte Fremdfinanzierung helfen, den unmittelbaren Kapitalbedarf zu decken, ohne dass Geldanlagen zwangsläufig aufgelöst werden müssen. Angebote wie die Kredite von Bon-Kredit helfen hier weiter.

Opportunitätskosten: Wann ist die Aufnahme von Fremdkapital sinnvoll?

Aus wirtschaftlicher Sicht ist vor allem entscheidend, welche Kosten mit den unterschiedlichen Finanzierungsmöglichkeiten verbunden sind. Dabei spielen unter anderem die Opportunitätskosten eine Rolle.

Ein typisches Beispiel: Angenommen, auf einem Tagesgeldkonto liegen 10.000 Euro, die jährlich mit 3 Prozent verzinst werden. Hieraus ergeben sich (bei einem gleichbleibenden Zinssatz) rechnerisch 300 Euro Bruttozinsen innerhalb eines Jahres. Wird derselbe Betrag stattdessen über einen Kredit mit 7 Prozent effektivem Jahreszins finanziert, liegen die Finanzierungskosten bei einer einjährigen Laufzeit und laufender monatlicher Tilgung bei etwa 380 Euro. (Die Höhe der tatsächlichen Kosten ist immer vom jeweiligen Tilgungsplan abhängig.)

In diesem Beispiel wäre der Kredit teurer als der Zinsertrag, der sich aus dem Tagesgeld ergibt. Die Aufnahme von Fremdkapital kann sich aber dennoch lohnen, wenn der Anleger Wert auf Flexibilität und den hiermit verbundenen Handlungsspielraum legt.

Wie viel Kreditbelastung verträgt die private Finanzplanung?

Bei der Aufnahme eines Kredits sollten Anleger auch ihre tatsächliche Zahlungsfähigkeit berücksichtigen. Immerhin muss die jeweilige Kreditrate dauerhaft aus den laufenden Einnahmen finanziert werden können, ohne dass Engpässe im Rahmen der Lebenshaltung entstehen.

Ein Haushalt mit monatlich 3.500 Euro Nettoeinkommen und durchschnittlichen Ausgaben in Höhe von 2.900 Euro verfügt rechnerisch über einen Überschuss von 600 Euro. Eine Kreditrate von 300 Euro würde diesen Spielraum halbieren.

Zusatztipp: Für eine besonders genaue Planung ist es wichtig, die Ausgaben eines Haushalts genau aufzuführen und unter anderem auch unregelmäßige Belastungen wie Versicherungsbeiträge, anstehende Reparaturen oder Nachzahlungen zu berücksichtigen. Geschieht dies nicht, entsteht ein verzerrtes Bild.

Planbare Rückzahlungen bieten einen Vorteil für die Vermögensplanung

Ein besonderer Vorteil klassischer Ratenkredite liegt in ihrer Kalkulierbarkeit. Genau das erlaubt es, die Aufnahme von Fremdkapital an die eigenen finanziellen Ziele und Sparvorhaben anzupassen.

Die entsprechenden Möglichkeiten erlauben es zum Beispiel, einen bestehenden ETF-Sparplan fortzuführen und gleichzeitig eine größere Anschaffung zu finanzieren, wenn das Budget beides zulässt. Wenn der Betrag dann vollständig getilgt wurde, kann der jeweilige Betrag wahlweise wieder genutzt werden, um die monatliche Sparrate zu erhöhen.