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Nordex-Aktie: Sind nach dem Auftragsschub 60 € drin?

Windkraft im Aufwind
Redaktion | Börse

Nordex hat im dritten Quartal deutlich mehr Aufträge eingesammelt als am Markt erwartet. Die bestellte Gesamtleistung lag nach Berechnungen von Jefferies um fast 30% über dem Vorjahresquartal und um 13% über der Konsensschätzung. Das Analysehaus bestätigte am Montag sein Kursziel von 60 € bei einem "Buy"-Votum. Reicht der Auftragsschub aus, um die Aktie weiter anzutreiben?

Jefferies lobt Auftragseingang

Analyst Constantin Hesse sprach in einer ersten Reaktion von einem starken Auftragseingang des Windkraftanlagenbauers im dritten Quartal. Maßgeblich ist dabei die bestellte Gesamtleistung der Anlagen, die den Vorjahreswert um fast 30% übertraf. Dass die Kennziffer auch über der Konsensschätzung lag, deutet darauf hin, dass der Markt die Dynamik im Projektgeschäft zuletzt zu vorsichtig eingeschätzt hatte.

Auftragsbuch trägt die Zukunft

Für einen Hersteller von Windkraftanlagen zählt der Auftragseingang zu den wichtigsten Frühindikatoren. Die heute gebuchten Megawatt bestimmen die Auslastung der Fertigung und damit Umsatz und Fixkostendeckung der kommenden Quartale.

Offen bleibt, zu welchen Preisen und Margen diese Aufträge hereingekommen sind. Darüber sagt die Volumenkennziffer nichts aus. Erst die vollständigen Quartalszahlen werden zeigen, ob sich das Wachstum auch in einer besseren Profitabilität niederschlägt.

Fazit

Aus unserer Sicht untermauert der Auftragseingang die operative Erholung bei Nordex, und das bestätigte Kursziel von Jefferies signalisiert, dass das Analysehaus den Titel weiterhin für unterbewertet hält. Das stärkere Signal sehen wir im Abstand zur Konsensschätzung, weil er Spielraum für Anpassungen der Markterwartungen eröffnet. Entscheidend wird nun sein, ob die anstehenden Quartalszahlen auch bei der Marge überzeugen, denn ein über den Preis erkauftes Wachstum würde die Kursfantasie schnell wieder einbremsen. Für bestehende Anleger könnte es sinnvoll sein, die Position zu halten und die Margenentwicklung abzuwarten. Wer noch nicht investiert ist, könnte die vollständigen Zahlen abwarten, bevor er einsteigt.

Quelle: dpa-AFX

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