Die Commerzbank gerät erneut ins Visier der Analysten. Die kanadische Großbank RBC hat das Kursziel für die Commerzbank-Aktie von 43,00 € auf 40,00 € nach unten gesetzt und gleichzeitig die Einstufung von "Outperform" auf "Sector Perform" herabgesetzt.
Höhere Eigenkapitalkosten drücken aufs Kursziel
RBC-Analystin Anke Reingen hat ihre Gewinnschätzungen für die Frankfurter zwar leicht angehoben, doch das reicht nicht. Die gestiegenen Eigenkapitalkosten fressen den Spielraum auf und ziehen das Kursziel nach unten. Unserer Meinung nach ist das ein klares Signal, dass die Commerzbank-Aktie im Moment deutlich mehr Gegenwind hat als Rückenwind.
Unicredit im Hintergrund
Der Großaktionär Unicredit sorgt für zusätzliche Komplexität. Reingen erkennt zwar an, dass die Pläne des italienischen Instituts grundsätzlich Wert schaffen können. Gleichzeitig erhöhen sie aber die Risiken rund um die Commerzbank erheblich und machen den weiteren Verlauf schwerer kalkulierbar. Das ist keine beruhigende Ausgangslage für Investoren, die Planbarkeit schätzen.
Was bedeutet das für die Aktie?
Das neue Kursziel von 40,00 € deckt sich mit einem vorsichtigeren Bild für die Commerzbank. Eine Abstufung auf "Sector Perform" bedeutet im Klartext, dass RBC die Aktie aktuell nicht mehr als Überflieger im Banken-Sektor sieht. Vor diesem Hintergrund dürfte die Aktie kurzfristig unter Druck bleiben. Wir sehen die Commerzbank-Aktie im Moment als klaren Halte-Kandidaten, auf keinen Fall als Kauf. Wer bereits investiert ist, sollte die weiteren Schritte von Unicredit sehr genau im Blick behalten.
Quelle: dpa-AFX
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