Verbio-Aktie: Gewinnziel verfehlt und Charthürde bremst Kursanstieg
Verbio hat am Donnerstag das zurückgegeben, was die Aktie am Vortag gewonnen hatte. Ein schwacher Ausblick hat Anleger kalt erwischt, und der Markt hat darauf unmissverständlich reagiert.
Gewinnziel enttäuscht den Markt
Bis zum Mittag verlor die Verbio-Aktie 5,7 Prozent auf 30,00 €. Im SDax gehörte sie damit zu den größten Verlierern des Tages, der Index selbst gab knapp ein Prozent nach. Was die Zahlen angeht: Das Geschäftsjahr lief gut, das letzte Quartal war stark. Gestiegene Absatzmengen und eine bessere Auslastung sowohl im Biodiesel- als auch im Bioethanol- und Biomethanbereich haben die Profitabilität gegenüber dem Vorquartal erhöht. Soweit, so erwartet.
Das Problem liegt beim Ausblick. Für das bis Ende Juni 2027 laufende Geschäftsjahr peilt Vorstandschef Claus Sauter ein EBITDA von 210 bis 250 Mio. € an, kombiniert mit einer weiteren deutlichen Reduzierung der Nettoverschuldung. Klingt solide, reicht dem Markt aber nicht. Die Mitte dieser operativen Spanne liegt sieben Prozent unter dem, was Analysten erwartet hatten, so Constantin Hesse vom Analysehaus Jefferies.
Charttechnisch weiter unter Druck
Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Am Vortag war die Aktie um fast fünf Prozent gestiegen und hatte sich damit der 100-Tage-Linie angenähert, dem Maßstab für den längerfristigen Trend. Doch dann kam der Rücksetzer. Seit Juni, als die Aktie unter diese Linie gerutscht war, hat es für einen echten Test dieser Marke schlicht nicht gereicht. Die Hürde bleibt unüberwindbar.
Fazit
Die operativen Zahlen mögen sich verbessert haben, doch solange das Gewinnziel unter den Markterwartungen liegt und die 100-Tage-Linie als Widerstand fungiert, dürfte es schwer sein, nachhaltig neue Käufer anzulocken. Wer bereits investiert ist, sollte die charttechnische Entwicklung genau beobachten.
Quelle: dpa-AFX
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