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AMS-Osram-Aktie: KI-Produkt löst jetzt massiven Kurssprung aus

Technologiekonzern überrascht Anleger

AMS-Osram hat heute kräftig zugelegt, die Aktie schoss um fast ein Fünftel auf 20,50 Franken nach oben. Grund dafür ist ein technologischer Durchbruch bei sogenannten Dünnschicht-VCSELs, die das Unternehmen für den Ausbau von KI-Rechenzentren entwickelt hat. Ein Paukenschlag, der an der Börse nicht ungehört blieb.

Was steckt hinter dem Kurssprung?

AMS-Osram gab bekannt, einen Meilenstein bei Dünnschicht-VCSELs erreicht zu haben. Gemeinsam mit Partner BizLink will das Unternehmen auf der Fachkonferenz ECOC 2026 in Málaga eine steckerbasierte Multicore-Faserlösung demonstrieren. Das Interessante daran: Mit an Bord ist ein neuer Mitarbeiter, den das Unternehmen von Nvidia abgeworben hat. AMS-CEO Aldo Kamper wird ebenfalls vor Ort sein.

Das Jahreshoch von Ende Mai liegt bei 23,85 Franken, das heißt, trotz des heutigen Sprungs bleibt noch Luft nach oben. Seit Ende 2025 hat der Kurs aber bereits rund 160 Prozent zugelegt.

Was sagen die Analysten?

Die UBS bewertet die Meldung positiv. Der Ausbau des Ökosystems für Micro-Array-Verbindungen signalisiere Fortschritte in Richtung Kommerzialisierung, vor allem im Glasfaser-Segment. Das neue Dünnschicht-VCSEL-Produkt eröffne Zugang zu weiteren Architekturen, wobei sich VCSEL als Ansatz gegenüber MicroLED positioniere.

Jefferies geht noch weiter. Das Analysehaus sieht bei AMS-Osram das größte Aufwärtspotenzial im globalen Halbleitersektor. Die Branche sucht nach stromsparenden Alternativen zu Indiumphosphid-Lasern, die als besonders energiehungrig gelten. Welche Technologie sich am Ende durchsetzt, sei offen. AMS-Osram biete aber beide Alternativen, nämlich Micro-LEDs und Micro-VCSELs, und sei damit einzigartig aufgestellt, egal welche Variante das Rennen mache.

Mein Blick auf die Aktie

Meiner Meinung nach ist dieser Kurssprung fundamental unterlegt. Ein echter technologischer Fortschritt in einem Wachstumsmarkt, dazu starke Analystenunterstützung von UBS und Jefferies und ein hochkarätiger Neuzugang von Nvidia. Das ist kein Zufall. Die Aktie dürfte weiteres Potenzial haben, wenngleich das Jahreshoch bei 23,85 Franken eine erste charttechnische Hürde darstellen würde. Ob der Kurs diesen Widerstand in naher Zukunft überwinden kann, hängt maßgeblich davon ab, wie die ECOC-Präsentation in Málaga bei Investoren ankommt. Wer die Entwicklung im KI-Rechenzentrum-Bereich nicht verschlafen will, sollte AMS-Osram jedenfalls im Blick behalten.

Quelle: dpa-AFX

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