+++ Dieses unbekannte Unternehmen könnte vom enormen Energiehunger der KI profitieren – hier mehr erfahren +++
stock.adobe.com/DK_2020

Goldpreis: Aktuelle Prognose und Anlagechancen

Sinnvolle ETF-Ideen
Redaktion
Gold steht weiterhin vor einem günstigen Umfeld. Steigende Staatsdefizite, wachsende Schulden und höhere Zinslasten stärken die Rolle des Edelmetalls als Absicherung gegen eine nachlassende fiskalische Stabilität. Wie profitieren Anleger?

Die zentrale These bleibt unverändert: Nicht einzelne Zinsschritte oder geldpolitische Maßnahmen sind langfristig der entscheidende Treiber des Goldpreises, sondern die Erwartungen an die finanzielle Tragfähigkeit der Staaten. Besonders die Entwicklung in den USA ist dabei von großer Bedeutung.

Tipp: In unserem exklusiven Rohstoff Anleger Club erzielen Mitglieder eine deutliche Outperformance gegenüber dem Markt.

Defizite werden zum strukturellen Problem

Die jüngsten Projektionen des Internationalen Währungsfonds zeichnen ein klares Bild. Die globalen Haushaltsdefizite liegen deutlich über dem Niveau vor der Pandemie und dürften in den kommenden Jahren hoch bleiben.

Besonders relevant ist die Situation in den USA. Das Defizit soll auf einem hohen Niveau verharren, während gleichzeitig andere große Volkswirtschaften ebenfalls deutlich stärker verschuldet sind als noch 2019. Damit wächst weltweit die Belastung für die öffentlichen Haushalte.

Gold kann unter diesen Bedingungen als Gradmesser für das Vertrauen der Märkte in die langfristige Zahlungsfähigkeit und Stabilität von Staaten verstanden werden.

Schulden und Zinskosten erhöhen den Druck

Noch deutlicher wird die Entwicklung beim Blick auf die Verschuldung. Die weltweite Schuldenquote ist seit 2019 erheblich gestiegen und dürfte weiter zunehmen. In den USA könnte die Staatsverschuldung in den kommenden Jahren ein besonders hohes Niveau erreichen.

Parallel dazu steigen die Zinskosten. Ein immer größerer Anteil der öffentlichen Ausgaben wird für den Schuldendienst benötigt, wodurch der finanzielle Spielraum der Regierungen sinkt. Das stärkt aus Sicht der Analyse die Argumente für Gold als Vermögenswert, der nicht von der Zahlungsfähigkeit eines Staates abhängt.

Physisch besicherte Gold-ETFs bleiben erste Wahl

Wer direkt von steigenden Goldpreisen profitieren möchte, findet in physisch besicherten Gold-ETFs die einfachste Form des Engagements. Diese Fonds halten Goldbarren und bilden die Entwicklung des Edelmetalls vergleichsweise direkt ab.

Unterschiede bestehen vor allem bei Kosten, Liquidität und Handelsmöglichkeiten. Große Fonds bieten häufig eine höhere Liquidität und einen aktiven Optionsmarkt, während kleinere Varianten mit niedrigeren Gebühren für langfristige Anleger attraktiver sein können.

Physisch besicherte Gold-ETFs erhalten von Experten derzeit insgesamt eine deutliche Kaufempfehlung. Für langfristige Anlagen wird der SPDR Gold MiniShares Trust aufgrund der niedrigen Kosten besonders positiv eingeschätzt.

Goldminen bieten mehr Renditechancen und mehr Risiko

Goldminen-ETFs investieren nicht direkt in das Edelmetall, sondern in Unternehmen, die Gold fördern. Steigende Goldpreise können dadurch überproportional auf Gewinne und Cashflows der Unternehmen wirken.

Diese operative Hebelwirkung hat in den vergangenen Jahren zu deutlich höheren Renditen als bei physisch besicherten Gold-ETFs geführt. Allerdings funktioniert der Effekt auch in die andere Richtung. Steigende Kosten, operative Probleme oder politische Risiken können die Entwicklung einzelner Minengesellschaften erheblich belasten.

Goldminen-ETFs erhalten daher im Konsens ebenfalls ein Buy-Rating. Sie bieten zusätzliches Renditepotenzial, sind aber deutlich risikoreicher als ein direktes Investment in Gold.

Hohe Ausschüttungen haben ihren Preis

Goldbezogene Income-ETFs versuchen, durch Optionsstrategien regelmäßige Ausschüttungen zu erzielen. Die hohen angegebenen Renditen können attraktiv wirken, gehen jedoch häufig zulasten der langfristigen Kursentwicklung.

Der Verkauf von Optionen begrenzt in vielen Fällen die Teilnahme an starken Kursanstiegen. Gleichzeitig bleibt ein großer Teil des Abwärtsrisikos bestehen. Die bisherigen Renditen zeigen, dass Anleger für hohe laufende Ausschüttungen teilweise erhebliche Teile der Gesamtrendite geopfert haben.

Angesichts der positiven Einschätzung für Gold erhalten diese Produkte daher lediglich eine Halte-, jedoch keine Kaufempfehlung.

Diesen Goldpreis erwarten Analysten

Die jüngsten Goldpreisprognosen zeichnen trotz erhöhter kurzfristiger Schwankungen weiterhin ein überwiegend positives Bild. Während der Goldpreis nach einer Phase deutlicher Rückgänge am 11. September bei rund 4.350 US-Dollar je Feinunze notierte, bleibt der langfristige Ausblick vieler Analysten optimistisch: J.P. Morgan erwartet bis Ende 2026 einen Anstieg in Richtung 6.000 US-Dollar und sieht für 2027 sogar 6.300 Dollar als möglich, während UBS laut aktuellen Marktberichten an einem Jahresendziel von 4.600 Dollar festhält.

Die LBBW prognostiziert dagegen einen moderateren Anstieg auf 4.400 Dollar zum Jahresende 2026. Kurzfristig dürften vor allem die weitere Geldpolitik der US-Notenbank, die Entwicklung der Inflation und die geopolitische Lage den Goldpreis bestimmen. Steigende Zinserwartungen könnten das zinslose Edelmetall zunächst belasten, während geopolitische Unsicherheiten und eine anhaltend hohe Nachfrage nach sicheren Häfen langfristig für Unterstützung sorgen.

Die wichtigsten Risiken für Gold

Das größte Risiko für die positive Goldthese wäre eine nachhaltige Verbesserung der Staatsfinanzen, insbesondere in den USA. Sinkende Defizite oder ein deutlich stärkeres Wirtschaftswachstum könnten den Druck auf die öffentlichen Haushalte reduzieren.

Auch Goldminen bleiben von unternehmensspezifischen Risiken abhängig. Kostensteigerungen, Produktionsprobleme oder politische Veränderungen können die Vorteile steigender Goldpreise abschwächen. Bei Income-ETFs kommt zudem das Risiko hinzu, dass aktive Optionsstrategien hinter der Entwicklung des zugrunde liegenden Marktes zurückbleiben.

ℹ️ Gold im Überblick

  • Gold erfüllt mehrere Funktionen. Neben seiner Verwendung in der Schmuckindustrie und in bestimmten Industriebereichen dient es vor allem als Wertspeicher. Viele Anleger nutzen Gold als Schutz vor Inflation, Währungsabwertung und geopolitischen Krisen.
  • Schätzungen zufolge wurden bislang rund 216.000 Tonnen Gold gefördert. Die wirtschaftlich abbaubaren Reserven werden auf etwa 50.000 bis 55.000 Tonnen geschätzt. Die begrenzte Verfügbarkeit ist ein wichtiger Grund dafür, weshalb Gold langfristig seinen Wert behalten bzw. steigern konnte.

SPDR Gold MiniShares Trust kaufen, halten oder verkaufen? Unsere zehnköpfige Redaktion berichtet regelmäßig über SPDR Gold MiniShares Trust und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

SPDR Gold MiniShares Trust weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Redaktion

Fazit

Die Kombination aus hohen Haushaltsdefiziten, steigender Staatsverschuldung und wachsenden Zinskosten spricht weiterhin für Gold. Physisch besicherte Gold-ETFs bleiben die bevorzugte Anlageform, während Minen-ETFs höhere Chancen bei höherem Risiko bieten und Income-Produkte in einem starken Goldmarkt langfristig an Rendite einbüßen können.

Echte Top-Rendite: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars (+13.000% in 7 Jahren) und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!