Hensoldt-Aktie verliert -19% – lohnt sich jetzt ein Kauf?
Chartanalyse zur Hensoldt-Aktie
Die Hensoldt-Aktie hat vom lokalen Tief am 26. Juni gut +53% zulegen können. Danach folgte eine Korrektur von knapp -20%. Im Chartbild ist ersichtlich, dass der Hensoldt-Kurs seit Ende letzten Jahres überwiegend seitwärts läuft. Da sich Korrekturen sowohl preislich als auch zeitlich abtragen können, liegt die Vermutung nahe, dass hier Letzteres der Fall ist.

Hensoldt AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Eine Konsolidierung auf hohem Niveau könnte für eine Fortsetzung des übergeordneten Aufwärtstrends sprechen. Die nächste wichtige Hürde für den Hensoldt-Kurs ist die Marke von 96,64 €. Hier wurde der Kurs in den vergangenen Wochen bereits mehrfach abgelehnt. Ein Überschreiten dieses Levels könnte zu einem sprunghaften Ausbruch führen.
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Hensoldt-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick
Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.
RSI und MACD
Der RSI auf dem Tageschart ist zuletzt gefallen und hat dabei ein Verkaufssignal ausgebildet. Aktuell notiert dieser bei etwa 42 Punkten in der neutralen Zone. Die RSI-Linie hat die Signallinie von oben nach unten durchstoßen, wodurch ein bärisches Crossover entstanden ist. Auch der MACD zeigt ein bärisches Cross.

Hensoldt AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Die Indikatoren im Tageschart liefern derzeit negative Signale. Das bärische Momentum hat jedoch in jüngster Zeit nachgelassen und die Indikatoren zeigen einen leichten Knick nach oben. Bislang ist es zu früh, um von einer nachhaltigen Trendwende zu sprechen, aber die ersten Indizien sind gegeben.
Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.
Elliott-Wellen
Im Tageschart ist der langfristige Aufwärtstrend weiterhin intakt. Die Welle 4-Korrektur macht einen abgeschlossenen Eindruck. Die deutliche Reaktion auf das 0,382er Fibonacci-Retracement bei 64,14 € ist ein positives Zeichen, da dies ein Idealziel für eine Welle 4 darstellt. Genau hier hat der Kurs eine Trendwende vollzogen, die zwischenzeitlich über +50% stark war.

Hensoldt AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com
Die laufende Welle-4-Korrektur könnte bereits ihren Tiefpunkt erreicht haben. Die erkennbare korrektive Struktur passt zeitlich zur vorherigen Welle 2 desselben Wellengrades. Damit eröffnet sich für die Hensoldt-Aktie die Chance auf eine nachhaltige Aufwärtsbewegung, die im weiteren Verlauf sogar zu einem neuen Rekordhoch führen könnte. Somit könnte der aktuelle Rücksetzer eine Gelegenheit für Käufer bieten.
ℹ️ Hensoldt AG in Kürze
- Die Hensoldt AG (WKN: HAG000) mit Sitz in Taufkirchen bei München ist ein Rüstungsunternehmen, das auf die Entwicklung und Herstellung von Radar- und Sensortechnologien spezialisiert ist.
- Hauptprodukte sind Radar-, Avionik- und optoelektronische Systeme sowie Lösungen zur elektronischen Kampfführung.
- Hensoldt ging 2017 aus Geschäftsbereichen von Airbus Defence and Space hervor und notiert seit 2020 an der Börse.
- Das Unternehmen ist Mitglied im deutschen Nebenwerteindex MDAX und ca. 9,41 Milliarden € an der Börse wert.
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Fazit
Meiner Einschätzung nach bietet die Hensoldt-Aktie nach der rund -20%-Korrektur ein zunehmend interessantes Bild. RSI und MACD sind zwar noch bärisch, das nachlassende Momentum spricht jedoch für eine mögliche Stabilisierung. Aus Elliott-Wellen-Sicht könnte die Welle 4 bereits abgeschlossen sein.
Entscheidend bleibt nun die Marke von 96,64 €. Ein Ausbruch darüber könnte die nächste Aufwärtsbewegung einleiten und perspektivisch ein neues Rekordhoch ermöglichen. Scheitert Hensoldt erneut, dürfte die Konsolidierung dagegen noch andauern.