Foto: zburival / Unsplash

Obsidian Energy: Erdöl-Aktie mit Kurspotenzial

Attraktiver Small Cap
Redaktion
Die Aktie des kanadischen Erdölproduzenten Obsidian Energy hat zuletzt kräftig zugelegt und bleibt trotz des Kursanstiegs fundamental interessant. Höhere Ölpreise, steigende Investitionen und der Ausbau der Vermögensbasis könnten dem Unternehmen weiteren Rückenwind geben.

Mehr Investitionen signalisieren Vertrauen

Bei Obsidian Energy hat sich zuletzt vor allem das Investitionsbudget deutlich verändert. Für das laufende Jahr wurde der geplante Kapitaleinsatz von 100 Millionen auf 300 bis 325 Millionen kanadische Dollar angehoben. Das deutet darauf hin, dass das Management weiterhin von attraktiven Bedingungen am Ölmarkt ausgeht.

Auch der Ölpreis hat sich deutlich erholt. WTI liegt inzwischen wieder über 90 US-Dollar je Barrel, nachdem der Preis Anfang Juli bei rund 65 US-Dollar seinen Tiefpunkt erreicht hatte. Gleichzeitig befinden sich die US-Ölreserven auf dem niedrigsten Stand seit 1982.

Die strukturell begrenzte Angebotsseite und geopolitische Unsicherheiten sprechen daher für ein längerfristig erhöhtes Preisniveau. Auch zusätzliches Öl aus Venezuela dürfte daran kurzfristig wenig ändern, da das dortige schwere Rohöl umfangreiche Infrastruktur und Investitionen erfordert. Für Produzenten wie Obsidian Energy bleibt das Umfeld damit attraktiv.

Echte Top-Rendite: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars (+13.000% in 7 Jahren) und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!

Höhere Preise treiben das Ergebnis

Im zweiten Quartal sank die Produktion im Jahresvergleich um 3 Prozent auf 28.300 Barrel Öläquivalent pro Tag. Gleichzeitig stieg der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis für Flüssigprodukte um 56 Prozent auf 106,25 kanadische Dollar je Barrel.

Selbst nach Berücksichtigung der Absicherungskosten lag der Preisanstieg noch bei 25 Prozent. Der Nettogewinn kletterte entsprechend von 15,3 Millionen auf 42 Millionen kanadische Dollar.

Auch die Kapitalallokation bleibt interessant. Seit Beginn des Aktienrückkaufprogramms im Jahr 2023 wurden rund 18,9 Millionen Aktien beziehungsweise 23 Prozent der ausstehenden Aktien zurückgekauft und eingezogen. Im zweiten Quartal kamen weitere 100.000 Aktien für 2,1 Millionen Dollar hinzu.

Gleichzeitig investiert Obsidian Energy in das Wachstum. Im Quartal wurden Vermögenswerte für 97,8 Millionen kanadische Dollar erworben. Die Bilanzsumme stieg auf 2,04 Milliarden Dollar, während die langfristigen Schulden 354 Millionen Dollar erreichten. Die Finanzierungskosten bleiben mit rund 5,8 Prozent der langfristigen Verschuldung jedoch überschaubar.

Robuste Kostenstruktur stärkt die Profitabilität

Noch wichtiger als das Umsatzwachstum ist die Entwicklung der operativen Kosten. Die Netto-Betriebskosten stiegen lediglich um 7 Prozent und damit deutlich langsamer als die Verkaufspreise.

Der daraus resultierende „Netback“ von 33,22 kanadischen Dollar je Barrel unterstreicht die hohe Profitabilität des Geschäftsmodells. Zwar erhöhten sich auch die Transportkosten, dies führt das Unternehmen jedoch vor allem auf neue Bohrungen in der Region Peace River zurück.

Damit bleibt die Kostenstruktur trotz höherer Investitionen vergleichsweise robust. Ein anhaltend hoher Ölpreis dürfte entsprechend überproportional auf den Cashflow durchschlagen.

Weniger Absicherung erhöht das Gewinnpotenzial

Ein wichtiger Faktor für die kommenden Quartale ist das Hedge-Portfolio. Noch immer ist ein Teil der Produktion zu Preisen abgesichert, die unter dem aktuellen WTI-Niveau liegen. Deshalb dürften die Absicherungskosten auch im dritten Quartal die Ergebnisse belasten.

Gleichzeitig lässt Obsidian Energy ältere Absicherungen zunehmend auslaufen, ohne sie im gleichen Umfang zu ersetzen. Dadurch steigt die direkte Abhängigkeit vom Ölpreis.

Das erhöht zwar die Schwankungsanfälligkeit der Cashflows, eröffnet bei dauerhaft hohen Preisen aber zusätzliches Gewinnpotenzial. Die Strategie zeigt zugleich, dass das Management offenbar weiterhin von einem starken Ölmarkt ausgeht.

Ölpreis bleibt das größte Risiko

Das größte Risiko für die Investmentthese ist ein deutlicher Rückgang der Ölpreise. Insbesondere eine schneller als erwartete Rückkehr venezolanischer Ölmengen könnte die langfristigen Preiserwartungen des Marktes belasten.

Auch eine schwankende Nachfrage aus China könnte für zusätzliche Volatilität sorgen. Da Obsidian Energy seine Absicherung reduziert, würden solche Preisbewegungen inzwischen stärker auf die Ergebnisse durchschlagen.

Obsidian Energy kaufen, halten oder verkaufen? Unsere zehnköpfige Redaktion berichtet regelmäßig über Obsidian Energy und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

Obsidian Energy weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Redaktion

Fazit

Obsidian Energy bleibt trotz der bisherigen Kursgewinne günstig bewertet. Das Unternehmen profitiert von hohen Ölpreisen, einer vergleichsweise stabilen Kostenbasis und einer Kapitalallokation, die Aktienrückkäufe mit dem Ausbau der Vermögensbasis verbindet.

Solange die Ölpreise auf erhöhtem Niveau bleiben, spricht daher vieles für eine weiterhin positive Entwicklung der Small-Cap-Aktie.

Tipp: In unserem exklusiven Rohstoff Anleger Club erzielen Mitglieder eine deutliche Outperformance gegenüber dem Markt.