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Almonty-Aktie: Dieser Kursanstieg könnte erst der Anfang sein

Rally noch nicht vorbei?
Almonty gehört 2026 zu den stärksten Rohstoff-Aktien überhaupt. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs mehr als verdoppelt, allein im August ging es um knapp +60% nach oben. Jetzt kommt neuer Rückenwind von Jefferies. Die Investmentbank startet die Bewertung mit „Buy“ und sieht noch deutlich Luft nach oben. Hinter der Rally steckt vor allem ein Metall, das für den Westen immer wichtiger wird.

Jefferies sieht noch fast +50% Potenzial

Jefferies hat die Beobachtung von Almonty am Mittwoch mit „Buy“ aufgenommen und ein Kursziel von 26,25 US$ ausgegeben. Ausgehend vom letzten Schlusskurs bei 17,64 US$ entspricht das einem weiteren Potenzial von knapp +49%.

Mit der Sangdong-Mine in Südkorea besitzt das Unternehmen eines der größten hochgradigen Wolfram-Vorkommen außerhalb Chinas. Dazu kommen die Panasqueira-Mine in Portugal, das Gentung-Projekt in Montana und eine geplante Wolframoxid-Anlage. Jefferies sieht Almonty deshalb zunehmend als Teil einer westlichen Wolfram-Lieferkette.

China kontrolliert rund 80% des weltweiten Angebots, während die USA ihre Abhängigkeit immer weiter reduzieren wollen. Ab 2027 greifen zudem strengere Vorgaben für Wolfram in der US-Rüstungsbeschaffung. Für Jefferies hängt jetzt viel am Hochlauf von Sangdong. Läuft Phase I sauber an, wäre das der Beweis, dass aus dem großen Vorkommen tatsächlich ein entsprechend großes Produktionsgeschäft wird.

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Die letzten Zahlen waren bereits eine andere Hausnummer

Die Entwicklung zeigt sich mittlerweile auch in den Zahlen. Im zweiten Quartal sprang der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 498% auf 43,0 Millionen CAD. Ein Jahr zuvor waren es gerade einmal 7,2 Millionen.

Auch beim operativen Ergebnis gab es einen gewaltigen Sprung. Das bereinigte EBITDA lag bei 17,6 Millionen CAD, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Minus von 4,8 Millionen CAD angefallen war. Der Gewinn aus dem Minengeschäft erreichte 26,1 Millionen CAD.

Beim ausgewiesenen Nettogewinn von 181,8 Millionen CAD sollte man allerdings genauer hinschauen. Rund 173 Millionen CAD davon stammen aus nicht zahlungswirksamen Neubewertungen von Derivaten und Warrants. Der Nettogewinn sieht deshalb deutlich spektakulärer aus als das eigentliche operative Ergebnis.

Das macht die Zahlen aber nicht schlecht. Viel wichtiger ist, dass Almonty mittlerweile auch im Kerngeschäft ordentlich Geld verdient und der große Sangdong-Hebel in diesen Zahlen noch gar nicht voll enthalten ist.

Der Wolfram-Preis spielt Almonty voll in die Karten

Der durchschnittliche europäische APT-Wolframpreis lag im zweiten Quartal bei rund 3.075 US$ je MTU. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 453 US$. Damit hat sich der Preis innerhalb eines Jahres fast versiebenfacht. Die höheren Preise sind einer der Hauptgründe dafür, dass Almontys bestehendes Minengeschäft inzwischen deutlich profitabler arbeitet.

Dazu kommt immer mehr politischer Druck. Die USA beschränken seit Ende August den Export von Wolfram-Schrott und wollen mehr kritische Rohstoffe im eigenen Wirtschaftskreislauf halten. Gleichzeitig müssen US-Rüstungskonzerne ab Anfang 2027 bei bestimmten Wolframprodukten auf chinesische Quellen verzichten.

Für Almonty ist das eine starke Ausgangslage. Das Unternehmen bringt neue Produktion außerhalb Chinas auf den Markt, während diese Lieferquellen politisch immer stärker gesucht werden. Das Risiko liegt allerdings auf der Hand. Ein Teil der aktuellen Profitabilität hängt am extrem hohen Wolframpreis. Kommen die Preise irgendwann deutlich zurück oder dauert der Produktionshochlauf in Sangdong länger als geplant, dürfte der Markt darauf empfindlich reagieren.

Almonty-Aktie: Nach der Rally wird es etwas unruhiger

Nach dem starken Lauf der vergangenen Wochen kommt die Almonty-Aktie zuletzt etwas zurück. Dabei rückt nun vor allem der Bereich um 16,67 US$ in den Fokus. Dort liegt der Point of Control im gezeigten Volumenprofil und damit die Zone, an der im betrachteten Zeitraum besonders viel gehandelt wurde.

Deshalb ist dieser Bereich jetzt so wichtig. Die Aktie ist daran fast schon wieder herangelaufen. Hält diese Zone, könnte sie zur Basis für einen neuen Stabilisierungsversuch werden. Auf der Oberseite bleibt vor allem der Bereich um 19 US$ wichtig. Dort war zuletzt mehrfach Schluss. Erst wenn Almonty darüberkommt, wäre der Rücksetzer fürs Erste wieder abgehakt.

Almonty-Aktie

Almonty-Aktie

Analysten bleiben klar auf der Käuferseite

Jefferies ist mit der neuen Kaufempfehlung nicht allein. D.A. Davidson bleibt bei „Buy“ und einem Kursziel von 33 US$. Vom aktuellen Niveau wären das sogar rund +87% Potenzial. Oppenheimer liegt mit seinem Kursziel von 25 US$ etwas darunter.

Über die derzeit erfassten Analysten liegt das durchschnittliche Kursziel bei rund 27 US$. Das entspricht gegenüber 17,64 US$ einem rechnerischen Aufwärtspotenzial von rund +53%. Die Mehrheit der Analysten stuft die Aktie weiterhin mit Kaufen ein.

Damit rechnen die Analysten trotz der bereits starken Rally mit weiter steigenden Kursen. Dafür muss Almonty jetzt vor allem zeigen, dass Sangdong wie geplant hochläuft und die hohen Wolframpreise auch tatsächlich in deutlich höhere operative Gewinne verwandelt werden.

ℹ️ Almonty Industries in Kürze

  • Almonty Industries (WKN: A1JSSD) mit Sitz in Toronto, Kanada ist ein 2011 gegründetes Bergbauunternehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Wolfram.
  • Derzeit betreibt der kanadische Rohstoffproduzent Minen in Portugal, Spanien und Südkorea.
  • Die Hauptbörsen der Aktie sind die Toronto Stock Exchange und die Nasdaq; in Deutschland ist die Aktie über Tradegate handelbar. Das Unternehmen wird aktuell mit 5,09 Milliarden US$ bewertet.

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Fazit

Almonty trifft mit Sangdong auf einen Wolfram-Markt, in dem westliche Produzenten so gefragt sind wie lange nicht. Dazu kommen hohe Rohstoffpreise, viel Cash und ein Geschäft, das bereits deutlich profitabler geworden ist. Nach der starken Rally reicht die Wolfram-Story allein aber nicht mehr. Jetzt muss der Produktionshochlauf in Sangdong folgen. Gelingt das, bekommt Almonty einen neuen Umsatztreiber, während Analysten weiterhin deutlich höhere Kurse für möglich halten.