Wachstum und Dividenden: 3 Tech-Giganten für die Ewigkeit
Microsoft-Aktie
Microsoft
Operativ setzt der Softwarekonzern seinen Wachstumskurs fort. Im vierten Geschäftsquartal, das Ende Juni abgeschlossen wurde, stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent, während der bereinigte Gewinn um 23 Prozent zulegte. Maßgeblich verantwortlich dafür ist die hohe Nachfrage nach den KI-Anwendungen des Unternehmens. Insbesondere der KI-Assistent Copilot gewinnt weiter an Bedeutung: Die Zahl der zahlenden Unternehmenskunden stieg innerhalb eines Quartals von mehr als 20 auf inzwischen über 30 Millionen Nutzer.
Ein weiterer Wachstumsmotor bleibt die Cloud-Plattform Azure. Die Erlöse aus Azure und weiteren Cloud-Diensten legten zuletzt um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu und profitieren von den anhaltend hohen Investitionen von Unternehmen in Cloud-Infrastrukturen und KI-Anwendungen.
Zwar dürfte künstliche Intelligenz die Entwicklung neuer Software erleichtern und den Wettbewerb verschärfen. Microsoft verfügt jedoch weiterhin über erhebliche Wettbewerbsvorteile. Die weit verbreitete Office-Produktpalette, langjährige Kundenbeziehungen im Unternehmensumfeld sowie die umfangreiche Rechenzentrumsinfrastruktur bilden hohe Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber. Angesichts einer Bewertung von rund dem 20-Fachen der erwarteten Gewinne für das Geschäftsjahr 2027 erscheint die Aktie nach der jüngsten Kursschwäche aus Sicht vieler Analysten weiterhin attraktiv bewertet.
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Texas Instruments-Aktie
Auch Texas Instruments
Mit einer Quartalsdividende von 1,42 US-Dollar bietet die Aktie derzeit eine Dividendenrendite von rund zwei Prozent. Zwar liegt die Ausschüttungsquote gemessen am freien Cashflow mit etwa 78 Prozent auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Eine anziehende Nachfrage und langfristige Wachstumsperspektiven könnten jedoch weiteren Spielraum für Dividendenerhöhungen schaffen.
Im zweiten Quartal steigerte Texas Instruments den Umsatz um 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders dynamisch entwickelten sich die Geschäfte mit Kunden aus der Industrie, der Automobilbranche und dem Rechenzentrumsmarkt. Allein die Erlöse im Data-Center-Geschäft verdoppelten sich innerhalb eines Jahres. Die dort eingesetzten Chips übernehmen unter anderem wichtige Aufgaben bei der Energieversorgung und Leistungssteuerung moderner Rechenzentren.
Da die Halbleiterbranche traditionell starken Konjunkturzyklen unterliegt, entstehen attraktive Einstiegsmöglichkeiten häufig zu Beginn einer neuen Wachstumsphase. Nach einer längeren Schwächephase zeigen sich insbesondere die Automobil- und Industriemärkte wieder stabiler. Zusätzlich profitiert Texas Instruments von seinem breiten Produktportfolio mit mehr als 80.000 Bauteilen, die häufig über viele Jahre hinweg in den Produkten der Kunden verbaut bleiben und dadurch langfristige Geschäftsbeziehungen sichern. Analysten erwarten derzeit ein durchschnittliches Gewinnwachstum von rund 23 Prozent pro Jahr.
Broadcom-Aktie
Broadcom
Die Geschäftsentwicklung unterstreicht die starke Marktposition des Konzerns. Im jüngsten Quartal legte der Umsatz um 48 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit KI-Halbleitern, dessen Erlöse um 143 Prozent stiegen. Die speziell für Anwendungen künstlicher Intelligenz entwickelten Beschleunigerchips kommen mittlerweile bei führenden Technologieunternehmen wie Google, Anthropic, OpenAI und Meta zum Einsatz.
Neben den KI-Prozessoren profitiert Broadcom auch von seiner starken Position im Bereich Netzwerktechnik für Rechenzentren. Ethernet-Switches und optische Verbindungstechnologien ermöglichen den schnellen Datenaustausch moderner KI-Infrastrukturen und tragen inzwischen rund 40 Prozent zum KI-Umsatz des Unternehmens bei.
Ergänzt wird das Hardwaregeschäft durch margenstarke Infrastruktursoftware, die einen wichtigen Beitrag zum freien Cashflow leistet. Für das laufende dritte Quartal rechnet das Management mit einem Wachstum der Softwareerlöse von 31 Prozent. Als größtes Risiko gilt eine mögliche Abschwächung der Investitionen in Rechenzentren. Allerdings verfügt Broadcom bereits über langfristige Aufträge führender KI-Unternehmen, was auf eine anhaltend robuste Nachfrage schließen lässt. Damit bleibt der Konzern gut positioniert, um auch künftig von der fortschreitenden Verbreitung künstlicher Intelligenz zu profitieren und seinen Aktionären attraktive Renditen zu bieten.
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Fazit
Microsoft, Texas Instruments und Broadcom vereinen starke Marktpositionen, solide Bilanzen und eine aktionärsfreundliche Dividendenpolitik mit attraktiven Wachstumsperspektiven im KI-Zeitalter. Während Microsoft von seiner dominierenden Stellung im Cloud- und Softwaregeschäft profitiert, setzen Texas Instruments und Broadcom auf den langfristigen Ausbau der Halbleiter- und Rechenzentrumsinfrastruktur. Für langfristig orientierte Anleger könnten alle drei Titel daher interessante Bausteine eines breit aufgestellten Technologieportfolios bleiben.
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