SpaceX-Aktie: 8 Milliarden US$ – wird das Pentagon zum Wachstumsmotor?
Musk entwickelt die Strategie mit
Project Meridian soll untersuchen, wie künstliche Intelligenz, autonome Waffensysteme, Robotik, Biotechnologie und neue Einsatzgebiete vom Untergrund bis zum Mond die Kriegsführung verändern. Innerhalb von drei Monaten soll die Gruppe einen öffentlichen Bericht und einen geheimen Anhang vorlegen.
Für SpaceX ist das strategisch bedeutsam. Musk berät künftig nicht nur einen wichtigen Kunden, sondern wirkt zumindest indirekt daran mit, welche Fähigkeiten das Pentagon in den kommenden Jahren priorisiert. Satellitengestützte Kommunikation, Aufklärung und Datentransport dürften dabei eine zentrale Rolle spielen.
Ein Auftrag ist damit allerdings nicht verbunden. Project Meridian soll technologische Anforderungen definieren und nicht automatisch SpaceX als Lieferanten bestimmen. Zudem sind Interessenkonflikte kaum zu übersehen: Musk und Luckey führen Unternehmen, die bereits Milliarden mit dem Pentagon umsetzen.
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SpaceX dominiert bereits heute
SpaceX erhielt im Mai zwei Großaufträge der US Space Force über zusammen rund 6,45 Milliarden US$. Davon entfallen 4,16 Milliarden US$ auf eine Satellitenkonstellation zur Erkennung beweglicher Ziele. Weitere 2,29 Milliarden US$ fließen in ein Hochgeschwindigkeitsnetz, das militärische Sensoren und Abwehrsysteme miteinander verbinden soll.
Im Juli kamen 1,6 Milliarden US$ für 18 Falcon-9-Missionen hinzu. Insgesamt summiert sich das Volumen damit auf rund 8,1 Milliarden US$. SpaceX profitiert dabei auch von den Problemen der Konkurrenz: United Launch Alliance kämpft mit technischen Schwierigkeiten, während Blue Origins New Glenn nach einer Explosion vorerst am Boden bleibt.
Das Pentagon versucht zwar, weitere Anbieter aufzubauen. Kurzfristig führt an SpaceX jedoch kaum ein Weg vorbei. Der Konzern verfügt gleichzeitig über einsatzbereite Raketen, eine hohe Startfrequenz und das weltweit größte Satellitennetz.
Starshield ist mehr als ein Nebenprodukt
Besonders wertvoll könnte das militärische Starshield-Geschäft werden. SpaceX nutzt große Teile der vorhandenen Starlink-Infrastruktur, verkauft Regierungen aber zusätzliche Verschlüsselung, priorisierte Verbindungen und spezielle Vertragsbedingungen.
Wie lukrativ dieses Modell sein kann, zeigt Großbritannien. Dort kostet ein Starshield-Tarif mit fünf Terabyte Datenvolumen monatlich 5.500 £. Für unbegrenzte Nutzung werden sogar 25.000 £ verlangt. Ein geschäftlicher Starlink-Tarif mit zwei Terabyte kostet im Vergleich 1.830 £.
SpaceX kann eine bereits aufgebaute Infrastruktur somit deutlich höher monetarisieren. Im zweiten Quartal stiegen die gemeinsam ausgewiesenen Enterprise- und Regierungserlöse um 108% auf 1,81 Milliarden US$. Das gesamte Connectivity-Segment erzielte bei 4,29 Milliarden US$ Umsatz bereits einen operativen Gewinn von 1,66 Milliarden US$.
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Die Nähe zur Macht birgt Risiken
Die Kehrseite ist eine wachsende Abhängigkeit beider Seiten. SpaceX benötigt staatliche Aufträge, während das Pentagon bei Raketenstarts und Satellitenkommunikation immer stärker auf einen einzelnen Anbieter angewiesen ist.
Das kann politischen Widerstand auslösen. Wechselt die Regierung oder verschärft der Kongress die Kontrolle möglicher Interessenkonflikte, könnten Vergaben stärker auf Konkurrenten verteilt werden. Musks neue Rolle ist deshalb zugleich Wettbewerbsvorteil und regulatorisches Risiko.
ℹ️ Space Exploration Technologies Corp. in Kürze
- SpaceX ist ein führendes privates Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, die Raumfahrt durch kostengünstige Raketen zu revolutionieren. Mittlerweile sind viele Raketenteile wiederverwendbar, somit wurde die Raumfahrt wesentlich preiswertet.
- Das Unternehmen wurde 2002 von Elon Musk gegründet und entwickelte sich zu einem der führenden Weltraumunternehmen der Welt. Der Konzern gliedert sich in die Sparten Raumfahrt, und Satelliten, verbunden mit Starlink sowie neuerdings in die KI-Sparte xAI.
- Die Aktie wird an der Nasdaq gelistet. Der Unternehmenswert liegt bei etwa 2,01 Billionen US$.
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Fazit
Project Meridian ist noch kein neuer Milliardenauftrag, stärkt aber SpaceXs Position im Verteidigungsgeschäft. Besonders Starshield verspricht hohe Margen und wiederkehrende Erlöse. Bei einem Aktienkurs von rund 148 US$ würde ich dem politischen Rückenwind dennoch nicht hinterherlaufen: Bestehende Aktionäre können investiert bleiben, Neueinsteiger sollten auf Rücksetzer warten.