Quelle: ChatGPT

SpaceX-Aktie: 15 Milliarden US$ später – Starship wird zum Geschäft!

Riesiges Potenzial!
Vincent Uhr
Das Starship hat erstmals eine Erdumlaufbahn erreicht und 26 neue Starlink-Satelliten ausgesetzt. Wirtschaftlich ist das wichtiger als der reine Flugrekord: Nach Entwicklungskosten von mehr als 15 Milliarden US$ beförderte die Riesenrakete erstmals eine Nutzlast, die künftig Umsätze erwirtschaften soll. Die SpaceX-Aktie verlor dennoch -2,5% auf 145,47 US$ – denn vollkommen reibungslos verlief die Mission nicht.

Vom Testflug zum internen Lieferdienst

Beim 14. Starship-Flug erreichte die Oberstufe erstmals eine stabile Umlaufbahn. Anschließend setzte sie 26 Starlink-Satelliten der neuen V3-Generation in rund 269 Kilometern Höhe aus. Nach Angaben von Elon Musk funktionieren alle Satelliten planmäßig.

SpaceX bezeichnete den Flug als erste kommerzielle Starship-Mission. Ganz wörtlich sollte das allerdings nicht genommen werden: Ein externer Kunde bezahlte nicht für den Transport. Vielmehr brachte SpaceX eigene Satelliten ins All, über die anschließend Starlink-Umsätze erzielt werden sollen.

Genau darin liegt der wirtschaftliche Vorteil des Konzerns. SpaceX entwickelt Raketen, baut Satelliten und verkauft die daraus entstehende Internetkapazität selbst. Geringere Startkosten müssen deshalb nicht über niedrigere Preise an externe Kunden weitergegeben werden, sondern können als höhere Marge im Starlink-Geschäft verbleiben.

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Ein Start könnte 20-mal mehr Kapazität liefern

Jeder V3-Satellit kann ungefähr zehnmal mehr Daten übertragen als die bisher mit Falcon 9 gestarteten V2-Mini-Satelliten. Sobald Starship regulär eingesetzt wird, will SpaceX bis zu 60 V3-Satelliten pro Mission transportieren.

Da Falcon 9 üblicherweise nur 20 bis 30 der leistungsschwächeren Vorgänger ins All bringt, könnte ein einzelner Starship-Flug rechnerisch etwa 20- bis 30-mal so viel neue Netzwerkkapazität bereitstellen. Analysten schätzen, dass bereits die 26 nun gestarteten Satelliten zusätzliche Starlink-Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe ermöglichen könnten.

Dafür existiert bereits ein profitables Fundament. Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse des Connectivity-Segments um 66% auf 4,29 Milliarden US$. Der operative Gewinn erhöhte sich um 79% auf 1,66 Milliarden US$. Die Zahl der Starlink-Kunden verdoppelte sich innerhalb eines Jahres auf 12 Millionen.

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Der Flug war noch kein Beweis für Serienreife

Technisch blieb die Mission jedoch unvollständig. Ein Triebwerk der Starship-Oberstufe fiel vorzeitig aus. Der ursprünglich auf zehn Stunden und sechs Erdumrundungen ausgelegte Flug wurde deshalb bereits nach drei Stunden beendet. Auch beim Super-Heavy-Booster funktionierten während der Rückkehr nicht alle Triebwerke.

Vor allem hat SpaceX die vollständige Wiederverwendbarkeit noch nicht bewiesen. Beide Stufen landeten im Meer und wurden nicht erneut eingesetzt. Der größte wirtschaftliche Hebel entsteht aber erst, wenn Booster und Oberstufe schnell überprüft, betankt und wieder gestartet werden können.

Wie teuer die Entwicklung weiterhin ist, zeigen die Geschäftszahlen. Die Raumfahrtsparte verbuchte im zweiten Quartal trotz 962 Millionen US$ Umsatz einen operativen Verlust von 542 Millionen US$. Allein die Forschungs- und Entwicklungskosten des Segments lagen bei 1,08 Milliarden US$.

ℹ️ Space Exploration Technologies Corp. in Kürze

  • SpaceX ist ein führendes privates Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, die Raumfahrt durch kostengünstige Raketen zu revolutionieren. Mittlerweile sind viele Raketenteile wiederverwendbar, somit wurde die Raumfahrt wesentlich preiswertet.
  • Das Unternehmen wurde 2002 von Elon Musk gegründet und entwickelte sich zu einem der führenden Weltraumunternehmen der Welt. Der Konzern gliedert sich in die Sparten Raumfahrt, und Satelliten, verbunden mit Starlink sowie neuerdings in die KI-Sparte xAI.
  • Die Aktie wird an der Nasdaq gelistet. Der Unternehmenswert liegt bei etwa 1,97 Billionen US$.

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Vincent Uhr

Fazit

Der Flug war der bislang wichtigste wirtschaftliche Starship-Test und stärkt vor allem die hochprofitable Starlink-Sparte. Bei einer Börsenbewertung von rund 2 Billionen US$ reicht ein erfolgreicher Orbitflug allerdings nicht. SpaceX muss nun hohe Startfrequenzen und echte Wiederverwendbarkeit liefern. Deshalb bleibt die Aktie für mich trotz des Fortschritts ein spekulativer Titel, bei dem Neueinsteiger bessere Kurse abwarten sollten.