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Quelle: ChatGPT

Renk-Aktie mit neuen Millionenaufträgen – kommt jetzt die Wende?

Rüstungskonzern legt nach
Bei RENK läuft das Geschäft weiter auf Hochtouren. Der Augsburger Rüstungskonzern hat innerhalb weniger Tage neue Aufträge im Wert von insgesamt 160 Millionen € gemeldet und profitiert weiterhin von der steigenden Nachfrage nach militärischer Ausrüstung. An der Börse sieht es dagegen weniger erfreulich aus. Die RENK-Aktie hat in den vergangenen Monaten kräftig an Wert verloren, obwohl die Auftragsbücher so voll sind wie nie zuvor. Könnte sich daraus inzwischen eine attraktive Einstiegschance ergeben?

Renk sichert sich neue Aufträge

Bei Renk gibt es wieder positive Nachrichten. Erst am 14. Oktober gab der Rüstungskonzern bekannt, dass der bestehende Vertrag mit KNDS Deutschland zur Lieferung von Getrieben für den Kampfpanzer Leopard 2 erweitert wurde. Das zusätzliche Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 130 Millionen € und umfasst neben den Getrieben des Typs HSWL 354 auch die dazugehörigen Steuerungssysteme und Gangwahlschalter. Die Auslieferungen sollen 2029 beginnen und bis 2032 abgeschlossen werden.

Für Renk ist das ein weiterer Erfolg in einem Geschäft, das ohnehin von einer hohen Nachfrage geprägt ist. Schließlich gehört das Unternehmen seit vielen Jahren zu den wichtigsten Herstellern von Antriebssystemen für militärische Fahrzeuge. Beim Leopard 2 kommen bereits seit Jahrzehnten Getriebe aus Augsburg zum Einsatz. Anfang Juni hatte Renk sogar mit der Produktion des 4.000sten Getriebes dieses Typs begonnen.

Und der Leopard-Auftrag ist keineswegs die einzige neue Bestellung. Bereits am 6. Oktober meldete Renk einen weiteren Auftrag des finnischen Rüstungskonzerns Patria im Wert von 30 Millionen €. Dabei geht es um die Lieferung zusätzlicher Getriebe für die neue TRACKX-Fahrzeugfamilie, die sowohl bemannte als auch unbemannte Militärfahrzeuge umfasst. Die Auslieferungen sollen hier bereits im kommenden Jahr beginnen.

Das Besondere daran ist, dass Renk nicht nur vom Ausbau klassischer Panzerflotten profitiert, sondern sich zunehmend auch bei neuen militärischen Fahrzeugkonzepten positioniert. Gemeinsam mit Patria arbeitet das Unternehmen beispielsweise an Antriebslösungen, die sich auch für ferngesteuerte oder künftig autonom fahrende Kettenfahrzeuge eignen. Nachdem Finnland und Schweden bereits erste Beschaffungen angekündigt haben, könnte daraus langfristig ein umfangreicheres Seriengeschäft entstehen.

Allein die beiden im Oktober veröffentlichten Aufträge kommen damit auf ein Volumen von 160 Millionen €. Allerdings werden diese Einnahmen nicht sofort in den Geschäftszahlen sichtbar, sondern verteilen sich entsprechend den vereinbarten Lieferterminen über mehrere Jahre.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

Renk-Aktie deutlich gefallen – Analysten sehen großes Kurspotenzial

Trotz der guten Auftragslage hat die Renk-Aktie an der Börse einen schweren Stand. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund -30% an Wert verloren und notiert inzwischen nur noch bei etwa 37 bis 38 €. Noch im vergangenen Jahr hatte die Aktie zeitweise Kurse von mehr als 90 € erreicht. Von diesen Höchstständen ist der Rüstungskonzern inzwischen also weit entfernt.

Zuletzt gab es immerhin erste Anzeichen einer Erholung. Nachdem die Aktie Mitte Oktober zeitweise bis in den Bereich von 34 € gefallen war, konnte sie sich innerhalb weniger Handelstage wieder bis auf rund 38 € hocharbeiten. Allein am 16. Oktober ging es um knapp +6% nach oben. Anschließend kam allerdings wieder Verkaufsdruck auf, weshalb bislang noch nicht von einer nachhaltigen Trendwende gesprochen werden kann.

Dabei fallen die Einschätzungen der Analysten weiterhin recht optimistisch aus. JPMorgan sieht das Kursziel bei 62 €, Goldman Sachs bei 65 € und Berenberg sogar bei 72 €. Noch etwas höher liegt die Deutsche Bank mit 73 €. Ausgehend vom aktuellen Kurs wären das zum Teil erhebliche Kursgewinne. Allerdings stammen die Einschätzungen aus unterschiedlichen Zeitpunkten und sind keineswegs eine Garantie dafür, dass die Aktie diese Marken tatsächlich wieder erreicht.

Für Anleger dürfte nun vor allem wichtig werden, ob Renk seine vollen Auftragsbücher auch in entsprechend höhere Umsätze und Gewinne umwandeln kann. Denn obwohl der Konzern vom europäischen Rüstungsboom profitiert, bedeutet ein Milliardenauftrag nicht automatisch, dass das Geld zeitnah verdient wird. Verzögerungen bei Rüstungsprogrammen, steigende Produktionskosten oder ein langsamerer Ausbau der Kapazitäten könnten die Ergebnisse weiterhin belasten. Neue Erkenntnisse gibt es bereits am 5. November. Dann veröffentlicht Renk seine Geschäftszahlen für die ersten neun Monate 2026.

ℹ️ Renk Group AG in Kürze

  • Die Renk Group (WKN: RENK73) mit Hauptsitz in Augsburg ist ein weltweiter Hersteller von Getrieben, Motoren, Hybridantriebssystemen, Federungssystemen für Fahrzeuge, Gleitlagern, Kupplungen und Prüfsystemen.
  • Das Unternehmen baut Spezialgetriebe für Panzer, Fregatten, Eisbrecher und industrielle Anwendungen und ist führender Lieferant von Fahrwerken und Dämpfungssystemen für militärische Ketten- und Radfahrzeuge.
  • Renk produziert an drei Standorten in Deutschland sowie in der Schweiz, Großbritannien und den USA.
  • Renk notiert seit Ende März im Nebenwerteindex MDAX und ist ca. 3,73 Milliarden € wert.

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Fazit

Bei Renk läuft es operativ weiterhin gut. Die neuen Millionenaufträge, der Rekordauftragsbestand und die steigenden Gewinne zeigen, wie stark das Unternehmen vom Ausbau der westlichen Verteidigungskapazitäten profitiert. Mit zusätzlichen Produktionskapazitäten und der geplanten Übernahme von David Brown Defence schafft Renk außerdem die Grundlage für weiteres Wachstum. Nach den deutlichen Kursverlusten könnte die Aktie für langfristig orientierte Anleger inzwischen wieder attraktiver geworden sein. Allerdings muss der Konzern in den kommenden Quartalen beweisen, dass sich die zahlreichen Aufträge auch in einem stärkeren Umsatz- und Gewinnwachstum niederschlagen. Sollten die Zahlen am 5. November überzeugen, könnte das der zuletzt begonnenen Kurserholung neuen Schwung verleihen.

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