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Quantencomputing-Aktien: Quantinuum vs. IonQ

Morgan Stanley setzt auf diese Titel
Redaktion
Der Markt für Quantencomputing könnte bis 2040 ein Volumen von mehr als 100 Milliarden US-Dollar erreichen. Die Investmentbank Morgan Stanley sieht Quantinuum derzeit als Favoriten der Branche, doch auch IonQ verfügt über technologische Vorteile. Für Anleger stellt sich die Frage, welches Unternehmen sich langfristig besser positionieren kann.

Quantinuum: Technologischer Vorsprung bei der Fehlerkorrektur

Morgan Stanley hat Quantinuum zum bevorzugten Wert im Quantencomputing-Sektor erklärt und die Aktie von „Equal Weight“ auf „Overweight“ hochgestuft. Gleichzeitig senkte Analyst Joseph Moore das Kursziel von 78 auf 68 US-Dollar. Besonders überzeugen die Fortschritte bei der Quantenfehlerkorrektur: Quantinuum hat in einem Bewertungsmodell der Bank bereits die siebte von acht Entwicklungsstufen erreicht. Zudem entwickelt das Unternehmen seine Quantencomputer auf einer bewährten technologischen Grundlage kontinuierlich weiter. Für 2030 erwartet Morgan Stanley einen Umsatz von rund zwei Milliarden US-Dollar.

Bei der Genauigkeit physikalischer Rechenoperationen liegt Quantinuum allerdings hinter IonQ. Die Fidelity bei Zwei-Qubit-Gattern beträgt 99,92 Prozent, während der Konkurrent 99,99 Prozent erreicht. Mit seinem geplanten Sol-System will Quantinuum die logische Fidelity auf 99,999 Prozent steigern. Eine Herausforderung bleibt die Skalierbarkeit der laserbasierten Technologie, die zahlreiche präzise ausgerichtete optische Komponenten benötigt.

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IonQ: Vorteile bei Skalierbarkeit und Rechengenauigkeit

Für IonQ bestätigte Morgan Stanley die Einstufung „Equal Weight“, senkte das Kursziel jedoch von 49 auf 43 US-Dollar. Das Unternehmen punktet mit einer hohen physikalischen Rechengenauigkeit und arbeitet daran, den Rückstand bei der Fehlerkorrektur zu verringern. Zuletzt meldete IonQ einen Durchbruch mit einem Echtzeit-Decoder zur Quantenfehlerkorrektur, der auf einer herkömmlichen CPU läuft. Die Integration in die eigene Systemarchitektur steht allerdings noch aus.

Ein weiterer Vorteil könnte die Technologie zur Steuerung gefangener Ionen sein. IonQ setzt zunehmend auf integrierte Mikrowellenantennen statt auf umfangreiche Lasersysteme. Das könnte kompaktere Quantencomputer ermöglichen und die spätere Kommerzialisierung erleichtern. Durch Übernahmen wie LightSynq und SkyWater erweitert das Unternehmen zudem seine Kompetenzen bei photonischen Verbindungen und der Chipfertigung. Für 2030 prognostiziert Morgan Stanley einen Umsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar.

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Redaktion

Fazit

Quantinuum liegt derzeit bei der Quantenfehlerkorrektur und der technologischen Umsetzung vorn, während IonQ mit seiner Architektur und dem Potenzial zur industriellen Skalierung überzeugt. Welcher Ansatz sich langfristig durchsetzt, ist angesichts der frühen Entwicklungsphase des Marktes noch ungewiss. Für Anleger kann es daher sinnvoll sein, beide Unternehmen im Blick zu behalten und die Risiken einer Investition in diesen noch jungen Zukunftssektor zu berücksichtigen.

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