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PayPal: 60,50 US$ je Aktie zu wenig! Legen Stripe und Advent jetzt nach?

Erstes Angebot abgelehnt
Vincent Uhr
Es geht Schlag auf Schlag bei der Aktie von PayPal: Erst in der letzten Woche kamen die Gerüchte auf, dass der US-Zahlungsdienstleister für 53 Milliarden US$ oder 60,50 US$ je Aktie von Stripe und Advent übernommen wird. Kurzerhand die Ernüchterung: Dem Board von PayPal war das Angebot zu niedrig. Nun stellt sich vielen Anlegenden eine Frage: Werden die beiden Interessenten das Angebot noch einmal nachbessern? Wenn ja, wie viel wäre drin?

PayPal: Die Übernahme wäre alles andere als klein

Eine Übernahme von PayPal durch Advent und Stripe hat bereits beim ersten Angebot große Ausmaße angenommen. Für den Deal sicherten sich die beiden Interessenten Finanzierungszusagen von Banken über 50 Milliarden US$. Hier erkennen wir eine erste Hürde: Ein Aufstocken müsste vermutlich dazu führen, dass es weitere finanzielle Zusagen gäbe. Ob das ein Selbstläufer wird? Zweifelhaft bei der Größe.

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Möglicherweise spielt der Partner Advent aber seine Stärken aus. Als Private-Equity-Unternehmen kann Advent zusätzliche Kanäle bedienen. Gegebenenfalls Risikokapital akquirieren. Auch das wird gewiss kein Selbstläufer. Know-How im Metier ist aber immerhin vorhanden. Die wohl größere Frage wäre, wie hoch das nächste Angebot sein müsste und ob das finanzierbar ist. PayPal selbst ist bekanntlich der Meinung, dass das Angebot zu günstig war und dürfte einen nicht unerheblichen Aufschlag fordern.

Es geht um eine günstige, operative Erweiterung

Aber nicht nur der finanzielle Aspekt dürfte entscheidend sein. Besonders für Stripe wäre PayPal auch operativ interessant. Der Zahlungsdienstleister würde sich durch PayPal eine Beteiligung sichern, die 439 Millionen aktive Kunden umfasst. Es handelt sich um eins der Ökosysteme der Branche, dem Millionen von Menschen vertrauen und das im letzten Jahr 2025 fast 1,8 Billionen US$ an Zahlungsvolumen abgewickelt hat. Dass es diese Aktie nun zum Zehnfachen der Gewinne des Jahres 2025 gibt, erscheint wie eine einmalige Chance für die Interessenten.

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Gerade vor diesem Hintergrund scheint es möglich, dass Advent und Stripe beim Angebot noch einmal nachbessern. PayPal wäre eine attraktive Ergänzung. Selbst mit einem Aufschlag von 20% wäre die Bewertung auf dem aktuellen Stand nicht zu teuer. Dann läge die Bewertung beim 11,5-fachen des freien Cashflows.

ℹ️ PayPal in Kürze

  • PayPal (WKN: A14R7U) betreibt den weltweit bekanntesten Online-Bezahldienst. Im letzten Quartal nutzten über 439 Millionen Verbraucher weltweit den Service für Online-Überweisungen und die Bezahlung von Rechnungen im Internet.
  • Das Unternehmen mit Sitz in San José im US-Bundestaat Kalifornien ist Teil des Nasdaq 100 und des S&P 500 Index.
  • PayPal ist aktuell an der Börse mit rund 51 Milliarden US$ bewertet.

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Vincent Uhr

Fazit

Die Größe von PayPal dürfte ein Hindernis sein. Gleichzeitig bietet der US-amerikanische Zahlungsdienstleister Stripe und Advent eine einmalige Chance. Finanziell dürften sich die beiden Interessenten zwar etwas strecken müssen. Mit dem Know-How könnte das Konsortium aber das eigene Angebot noch verbessern. Die Frage ist, ob sie das wollen. Denn eines ist klar: Das Management von PayPal weiß selbst, wie günstig die Aktie ist und hat klargestellt, dass man den eigenen Konzern nicht verramschen möchte.