Nvidia-Aktie weiter stark – Analysten sehen bis zu 350 US$
Die Nachfrage nach KI-Chips lässt bislang kaum nach
Bei Nvidia läuft das Geschäft weiterhin in einer Größenordnung, die vor wenigen Jahren noch kaum vorstellbar gewesen wäre. Im vergangenen Quartal setzte der Konzern 96,2 Milliarden US$ um, 106% mehr als ein Jahr zuvor. Allein das Data-Center-Geschäft kam auf 89 Milliarden US$ und wuchs um 117%.
Dabei ist Blackwell inzwischen längst nicht mehr die einzige Wachstumsstory. Nvidia hat mit der Auslieferung der nächsten Plattform Vera Rubin begonnen und erwartet nach eigenen Angaben den schnellsten Produktstart der Unternehmensgeschichte. Bestellungen liegen bereits von großen Hyperscalern, Cloud-Anbietern und Systemherstellern vor.
Für das laufende Quartal stellt Nvidia einen Umsatz von rund 108 Milliarden US$ in Aussicht. Bemerkenswert daran ist, dass in dieser Prognose keine zusätzlichen Umsätze mit Data-Center-Chips in China enthalten sind. Selbst ohne diesen Markt rechnet das Unternehmen also mit einem weiteren deutlichen Sprung.
Wir halten Dich bei Nvidia und der KI-Branche auf dem Laufenden. Abonniere dazu ganz einfach unseren kostenlosen SD Insider Newsletter!
Auch außerhalb der großen Tech-Konzerne wird weiter gebaut
Lange drehte sich bei Nvidia fast alles um Microsoft, Meta, Amazon oder Google. Inzwischen kommt ein wachsender Teil der Nachfrage aber aus ganz anderen Ecken.
Morgan Stanley weist darauf hin, dass ein großer Teil des Geschäfts mittlerweile mit KI-Start-ups, sogenannten Neoclouds, staatlichen Projekten und klassischen Unternehmen gemacht wird. Die Nachfrage hängt damit nicht mehr nur an einigen wenigen Hyperscalern. Analyst Joseph Moore hat Nvidia Anfang Oktober wieder zu seinem Top Pick im Halbleitersektor gemacht.
Für Nvidia ist das ziemlich wichtig. Je breiter die Kundschaft wird, desto weniger hängt das Wachstum davon ab, ob ein einzelner Tech-Konzern seine Investitionen irgendwann etwas zurückfährt.
Auch die jüngsten Exportdaten aus Taiwan passen bislang nicht zu einer echten Abschwächung. UBS verweist auf einen kräftigen Anstieg bei Exporten von Rechenzentrums- und Datenverarbeitungstechnik im September. Für Analyst Timothy Arcuri spricht das weiter für eine gesunde KI-Nachfrage.
An der Börse wird die Luft trotzdem dünner
Die Nvidia-Aktie war zuletzt bis auf knapp 239 US$ gestiegen und damit auf ein neues Rekordhoch gelaufen. Inzwischen steht sie wieder bei rund 229 US$. Das ist nach dem starken Anstieg noch keine große Korrektur, zeigt aber, dass Anleger auf diesem Niveau empfindlicher auf schlechte Nachrichten reagieren.
In den vergangenen Tagen kamen solche Zweifel vor allem aus dem KI-Umfeld. Berichte über möglicherweise niedrigere Umsätze bei OpenAI sorgten zeitweise für Druck auf Tech-Aktien. Gleichzeitig wurde der geplante Börsengang des ebenfalls von Nvidia unterstützten Rechenzentrumsanbieters Firmus gestoppt, nachdem Investoren bei der hohen Bewertung nicht mehr mitziehen wollten.
Dazu kommen die hohen US-Renditen. Die Rendite zehnjähriger Staatsanleihen lag zuletzt zeitweise wieder deutlich über 5 %, während steigende Ölpreise den Inflationsdruck hochhalten. Nvidia wächst zwar extrem schnell, aber auch eine starke Wachstumsaktie bekommt Gegenwind, wenn sichere Anlagen plötzlich wieder deutlich höhere Renditen bieten.
Analysten sehen trotzdem noch einiges an Luft
Von einer großen Abkehr von Nvidia ist bei den Analysten bislang wenig zu sehen. UBS hat seine Kaufempfehlung am 9. Oktober bestätigt und bleibt bei einem Kursziel von 300 US$. Vom aktuellen Niveau wären das noch rund +30% nach oben. Cantor Fitzgerald geht sogar noch weiter und sieht Nvidia bei 350 US$. Citi kommt auf 315 US$.
Auch Morgan Stanley bleibt sehr positiv. Das Haus sieht Nvidia inzwischen wieder als bevorzugten Halbleiterwert und argumentiert unter anderem damit, dass das Unternehmen im Verhältnis zum erwarteten Gewinn gar nicht so extrem bewertet sei, wie es die inzwischen riesige Marktkapitalisierung vermuten lässt.
Das ist am Ende auch der Kern der Nvidia-Story. Die Aktie ist stark gelaufen und das Unternehmen ist inzwischen fast 6 Billionen US$ wert. Gleichzeitig wachsen Umsatz und Gewinn aber weiterhin so schnell, dass selbst nach dieser Rallye viele Analysten noch deutlich höhere Kurse rechtfertigen können.
ℹ️ Nvidia Corporation in Kürze
- Die Nvidia Corporation (WKN: A1K023) ist einer der weltweit größten Entwickler von Grafikprozessoren und Chipsätzen.
- Die Chips und Prozessoren des Konzerns kommen in Personal Computern, Spielekonsolen, Rechenzentren und autonom fahrenden Autos zum Einsatz.
- Das in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien beheimatete Unternehmen ist Marktführer im Bereich Hochleistungschips für Anwendungen auf Basis künstlicher Intelligenz.
- Nvidia ist Mitglied in den US-Indizes Nasdaq 100, S&P 500 und Dow Jones und ist aktuell mit rund 5,53 Billionen US$ das wertvollste Unternehmen der Welt.
Nvidia kaufen, halten oder verkaufen? Unsere Experten-Redaktion berichtet regelmäßig über Nvidia und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.
Nvidia weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »
Fazit
Bei Nvidia läuft das Geschäft weiter auf Hochtouren. Die Nachfrage nach KI-Chips bleibt stark, Vera Rubin steht schon in den Startlöchern. An der Börse ist deshalb noch lange nicht Schluss, nur weil die Aktie schon weit gelaufen ist. Solange Nvidia bei den Zahlen weiter so abliefert, werden Rücksetzer eher wieder Käufer anlocken als die ganze Story infrage stellen. Die Kursziele von 300 bis 350 US$ zeigen zumindest, dass viele Analysten noch deutlich mehr zutrauen.
Du suchst noch nach spannenden KI-Aktien für die kommenden Monate? Dann schau in unseren kostenlosen Report KI-Gewinner 2026.