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Microsoft-Aktie vor Rekordhoch – diese Zahlen überzeugen

Cloud-Geschäft boomt
Microsoft hat mit seinen neuen Quartalszahlen erneut gezeigt, wie stark das Unternehmen vom weltweiten KI-Boom profitiert. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn wurden die Erwartungen der Analysten übertroffen, während das Cloud-Geschäft weiter kräftig wächst. Die Aktie reagierte nachbörslich mit deutlichen Kursgewinnen und steht damit bereits wieder kurz vor ihrem bisherigen Allzeithoch. Könnte nach den starken Ergebnissen schon bald ein neuer Rekord folgen?

Microsoft übertrifft Erwartungen – Azure wächst um 48%

Microsoft hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 veröffentlicht, das Ende September abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse fallen erneut besser aus als erwartet, wobei das Unternehmen weiterhin von den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz profitiert.

Der Umsatz kletterte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19 % auf 92,3 Milliarden US$. Analysten hatten zuvor mit rund 90,6 Milliarden US$ gerechnet. Auch beim bereinigten Gewinn je Aktie schnitt Microsoft mit 4,89 US$ besser ab als erwartet. Hier lag die Prognose bei 4,71 US$.

Noch stärker entwickelte sich das Cloud-Geschäft. Die Einnahmen der Microsoft Cloud stiegen um 30 % auf 63,9 Milliarden US$. Einen großen Anteil daran hatte erneut Azure, dessen Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 48 % auf rund 33,2 Milliarden US$ zulegte.

Hinter dem Wachstum steckt die enorme Nachfrage nach Rechenleistung für künstliche Intelligenz. Immer mehr Unternehmen nutzen Azure, um eigene KI-Anwendungen zu entwickeln, große Datenmengen zu verarbeiten oder KI-Modelle in ihre Geschäftsabläufe einzubinden.

Microsoft verdient dabei nicht nur an seinen Rechenzentren, sondern auch an eigenen KI-Produkten. So wächst die Nutzung von Copilot weiter, während Unternehmen zunehmend für zusätzliche KI-Funktionen in Microsoft 365 und anderen Anwendungen bezahlen.

Wie hoch die Nachfrage inzwischen ist, zeigt auch der Auftragsbestand. Die noch ausstehenden vertraglich vereinbarten Umsätze im Firmenkundengeschäft stiegen um 73 % auf 677 Milliarden US$. Ein großer Teil dieser Einnahmen wird zwar erst in den kommenden Jahren verbucht, doch Microsoft verfügt damit bereits über eine gute Grundlage für weiteres Wachstum.

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Microsoft-Aktie springt nachbörslich an – fällt das Allzeithoch?

An der Börse kamen die Quartalszahlen hervorragend an. Die Microsoft-Aktie legte nachbörslich zeitweise um mehr als +3% zu und kletterte in den Bereich von rund 546 US$. Damit fehlen nur noch wenige US$ bis zum bisherigen Rekordhoch von rund 551 US$, das erst Mitte Oktober erreicht wurde.

Neben den guten Geschäftszahlen machte auch der Ausblick auf das kommende Quartal Hoffnung. Microsoft rechnet weiterhin mit kräftigem Wachstum und erwartet bei Azure sogar einen Umsatzanstieg von 49 bis 50 %. Damit könnte das wichtige Cloud-Geschäft noch einmal schneller wachsen als im vergangenen Quartal.

Allerdings kann Microsoft die hohe Nachfrage nach KI-Rechenleistung derzeit noch nicht vollständig bedienen. Deshalb investiert das Unternehmen weiterhin enorme Summen in neue Rechenzentren und leistungsfähige KI-Chips.

Allein im vergangenen Quartal beliefen sich die Investitionsausgaben auf 45,2 Milliarden US$. Das waren zwar weniger als die zuvor erwarteten rund 50 Milliarden US$, allerdings lag das hauptsächlich daran, dass sich die Bereitstellung zusätzlicher Kapazitäten verzögert hatte.

Im laufenden Quartal sollen die Ausgaben deshalb wieder auf mehr als 50 Milliarden US$ steigen. Microsoft hält also an seinen umfangreichen KI-Investitionen fest, obwohl diese inzwischen einen erheblichen Teil der verfügbaren Mittel beanspruchen.

Immerhin zeigt sich, dass das Unternehmen trotz dieser Ausgaben weiterhin viel Geld erwirtschaftet. Der freie Cashflow erreichte im vergangenen Quartal rund 18,6 Milliarden US$ und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich.

Das dürfte auch ein Grund für die positive Kursreaktion sein. Schließlich hatten Anleger zuletzt zunehmend hinterfragt, ob sich die milliardenschweren KI-Investitionen der großen Technologiekonzerne tatsächlich auszahlen. Microsoft kann mit seinen aktuellen Ergebnissen zumindest zeigen, dass die Nachfrage weiterhin wächst und das Cloud-Geschäft hohe Einnahmen liefert.

Damit rückt auch das bisherige Allzeithoch wieder in Reichweite. Sollte die Aktie den Bereich um 551 US$ überwinden, wäre das ein weiteres positives Signal für den Aufwärtstrend. Nach den jüngsten Kursgewinnen und den hohen Erwartungen an das KI-Geschäft bleiben zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen allerdings möglich.

ℹ️ Microsoft in Kürze

  • Die Microsoft Corporation (WKN: 870747) ist einer der wichtigsten IT-Konzerne der Welt und der weltweit größte Softwarehersteller.
  • Zu den wesentlichen Produkten des Unternehmens mit Hauptsitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington gehören das Betriebssystem Windows, das Büro-Softwarepaket Office, die Tablet-PC-Familie Surface und die Spielekonsole Xbox. Darüber hinaus ist Microsoft der zweitgrößte Cloud-Anbieter der Welt.
  • Die Microsoft-Aktie ist Mitglied im US-Leitindex Dow Jones Industrial und im Technologieindex Nasdaq 100. Mit einem Börsenwert von 3,95 Billionen US$ ist Microsoft aktuell einer der fünf wertvollsten Unternehmen der Welt.

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Fazit

Microsoft hat mit seinen Quartalszahlen erneut überzeugt. Der Umsatz wächst kräftig, der Gewinn liegt über den Erwartungen und das Azure-Geschäft profitiert weiterhin von der enormen Nachfrage nach künstlicher Intelligenz. Die hohen Ausgaben für neue Rechenzentren bleiben zwar ein Thema, doch bislang gelingt es Microsoft, daraus ein stark wachsendes Geschäft aufzubauen. Auch der überraschend hohe freie Cashflow zeigt, dass das Unternehmen trotz seiner Milliardeninvestitionen weiterhin viel Geld verdient. Für die Microsoft-Aktie sieht es nach der positiven nachbörslichen Reaktion ebenfalls gut aus. Das bisherige Allzeithoch von rund 551 US$ ist wieder in greifbarer Nähe. Gelingt der Ausbruch über diese Marke, könnte sich die Rallye fortsetzen. Nach dem starken Kursanstieg sind allerdings auch kurzfristige Rücksetzer nicht ausgeschlossen.

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