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Ethereum: Hält die Marke von 2.250 US-Dollar jetzt noch?

Kryptomarkt unter Druck

Die Abflussserie bei den Ether-Fonds geht weiter. Am Montag flossen aus den US-Spot-ETFs auf Ether netto rund 139,7 Millionen US$ ab. Das war bereits der sechste Handelstag in Folge mit Abflüssen. Am heutigen Dienstagmorgen stand Ether bei 2.261,87 US$ und damit 0,87% unter dem Stand vom Vortag. Auf Sicht eines Jahres beträgt das Minus 37,23%. Damit stellt sich die Frage: Hält die Zone um 2.250 US$, oder droht Ether der nächste Rücksetzer?

BlackRock dominiert die Abflüsse

Fast der gesamte Abfluss vom Montag entfiel auf den iShares Ethereum Trust (ETHA) von BlackRock. Dort zogen Anleger rund 138,3 Millionen US$ ab. Aus ETHB, einem weiteren Ether-Produkt, flossen zusätzlich 4,6 Millionen US$ ab. Nur der Ether-ETF von Morgan Stanley verbuchte Zuflüsse, und zwar von rund 3,2 Millionen US$. Über alle US-Spot-Kryptofonds hinweg flossen am selben Tag rund 545,3 Millionen US$ ab, davon 398,6 Millionen US$ aus Bitcoin-ETFs.

Der Montag ist Teil einer längeren Schwächephase. Vom 26. Oktober bis zum 2. November verloren die Ether-ETFs zusammen rund 571,1 Millionen US$. Im gesamten Oktober summierten sich die Nettoabflüsse auf etwa 1,61 Milliarden US$. Wallet-Daten zufolge gab ETHA innerhalb eines Monats 580.145 Ether ab.

Institutionelle Nachfrage bröckelt

Die ETF-Ströme wirken direkt auf den Ether-Kurs. Fließt netto Geld aus einem Spot-ETF ab, muss der Fonds Ether verkaufen, und diese Coins brauchen am Markt einen Käufer. Die US-Spot-ETFs auf Ether verwalten zusammen noch rund 13,18 Milliarden US$. Das entspricht 4,8% des gesamten Marktwerts von Ether, der aktuell bei rund 275 Milliarden US$ liegt. Für mich zeigt das: Die Fonds halten nur einen kleinen Teil des Angebots, sind aber inzwischen ein spürbarer Hebel für die Preisbildung.

Auch aus dem Netzwerk selbst kommt Gegenwind. Die Aktivierung des geplanten Glamsterdam-Upgrades auf dem Testnetz Hoodi wurde verschoben, und ein neuer Termin steht noch nicht fest. Eine verschobene Testphase ist für sich genommen kein Alarmsignal. Solange institutionelles Kapital abfließt, fällt damit aber ein möglicher positiver Impuls weg.

Die 200-Tage-Linie rückt näher

Im Chart hat Ether in den vergangenen vier Wochen deutlich an Boden verloren. Vor einem Monat kostete Ether noch 2.672,38 US$, seitdem ist der Kurs um 15,36% gefallen. Als nächste wichtige Unterstützung gilt die 200-Tage-Linie bei rund 2.158 US$. Marktbeobachter warnen: Fällt der Kurs unter 2.200 US$, könnte der Weg in Richtung 2.000 US$ frei werden.

Fazit

Die anhaltenden ETF-Abflüsse sind derzeit die größte Belastung für Ether. Im August und September hatten die Fonds noch deutlich Kapital eingesammelt. Diese Nachfrage ist inzwischen ins Gegenteil gekippt, und solange ETHA weiter Coins abgibt, dürfte sich daran wenig ändern. Die Zone um 2.250 US$ halte ich deshalb für gefährdet, sofern die Fondsströme in den kommenden Tagen nicht drehen. Ein Rückgang bis zur 200-Tage-Linie wäre dann aus meiner Sicht ein realistisches Szenario.

Für bestehende Anleger könnte es sinnvoll sein, ihre Position zu halten. Die Abflüsse machen bisher nur einen kleinen Teil des verwalteten Vermögens aus, und einen Bruch des übergeordneten Investment-Case erkenne ich nicht. Für einen Neueinstieg könnte es dagegen ratsam sein, zu warten, bis die ETF-Daten wieder Zuflüsse zeigen und Ether sich stabil über 2.300 US$ hält. Erst dann wäre für mich eine tragfähige Bodenbildung erkennbar.

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