Coca-Cola-Aktie: Reicht die erhöhte Prognose für einen Einstieg?
Coca-Cola hat am Dienstag in Atlanta ein drittes Quartal vorgelegt, das über den Erwartungen lag. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um gut 7% auf fast 13,4 Milliarden US-Dollar, getrieben von einem unerwartet deutlich gestiegenen Absatz und leicht angezogenen Preisen. Besonders gefragt waren zuckerfreie Getränke. Vorbörslich notierte das Papier im US-Handel zuletzt dennoch dünn im Minus. Warum honoriert der Markt die erneut angehobene Jahresprognose nicht?
Wachstum aus eigener Kraft
Auch organisch, also ohne Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, lag das Umsatzplus in Höhe von gut 7%. Das Wachstum stammt damit aus dem operativen Geschäft selbst und nicht aus Zukäufen oder günstigen Wechselkursen. Dass der Absatz deutlich zulegte und die Preise zugleich leicht anzogen, zeigt, dass bei Coca-Cola beide Hebel greifen.
Marge zieht an
Operativ verdiente Coca-Cola im Berichtsquartal fast 4,47 Milliarden US-Dollar und damit 12% mehr als ein Jahr zuvor. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 8% auf gut 4 Milliarden US-Dollar. Das vergleichbare Ergebnis je Aktie stieg auf 0,91 US-Dollar und fiel damit etwas besser aus als gedacht.
Prognose erneut erhöht
Auf dieser Basis hob Unternehmenschef Henrique Braun die Jahresziele für 2026 an. Beim organischen Umsatzwachstum rechnet das Management nun mit mindestens 5%, nachdem im Juli rund 5% in Aussicht gestellt worden waren. Beim vergleichbaren Ergebnis je Aktie liegt die Erwartung nun bei einem Zuwachs von mindestens 11%, zuvor waren es plus 9% bis 10%.
Fazit
Die zweite Prognoseanhebung innerhalb weniger Monate und ein Gewinnwachstum oberhalb des Umsatzwachstums sprechen für ein operativ gut laufendes Geschäft bei Coca-Cola. Die verhaltene Kursreaktion deutet darauf hin, dass der Markt diese Stärke bereits weitgehend eingepreist hatte. Für bestehende Anleger könnte das Halten der Position naheliegen, da die operative Entwicklung die eigene Prognose zuletzt zweimal übertroffen hat. Wer noch nicht investiert ist, könnte angesichts der ausbleibenden Kursreaktion abwarten, ob sich bei künftigen Zahlen ein günstigerer Einstieg ergibt. Risiko bleibt, ob sich das Mengenwachstum bei zuckerfreien Getränken in den kommenden Quartalen fortsetzt.
Quelle: dpa-AFX
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