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Aixtron-Aktie -4%: Den Rückgang jetzt zum Einstieg nutzen?

Zwei Hochstufungen
Redaktion | Börse

Die Aixtron-Aktie gerät am Freitag wieder unter Druck und verliert zuletzt fast 4 Prozent auf 32,80 Euro. Erst am Vortag war das Papier nach Quartalszahlen um 8,5 Prozent nach oben gesprungen, gleich zwei Analystenhäuser haben ihre Einstufung angehoben. Wiegt die branchenweite Tech-Schwäche schwerer als die verbesserten Aussichten im operativen Geschäft?

Zwei Hochstufungen an einem Tag

Michael Kuhn von der Deutschen Bank hat die Aixtron-Papiere auf Buy hochgestuft. Seine Begründung: Der Trend bei den Anlagen für optoelektronische Chips habe im dritten Quartal in Folge positiv überrascht, zusätzlich setze die Erholung im Geschäft mit Power-Chips früher ein als bislang angenommen. Auch Morgan Stanley zeigt sich zuversichtlicher und führt den Titel nun mit Overweight.

Der Kursanstieg von 8,5 Prozent am Vortag ging auf die Quartalszahlen und positive Aussagen zur Nachfrage zurück. Zuvor hatte die Aktie seit Anfang Oktober nachgegeben und sich in den vergangenen Tagen gerade erst etwas von dieser Schwächephase erholt.

Amazon und Intel belasten

Den Rückschlag am Freitag löste kein unternehmensspezifisches Ereignis aus. Die US-Schwergewichte Amazon und Intel hatten am Vorabend mit Quartalsbilanzen und Prognosen enttäuscht, was den gesamten Technologiesektor belastete. Am deutschen Markt erfasste die Schwäche nach der jüngsten Stabilisierung sämtliche Halbleiterwerte.

Im MDax gaben Siltronic, Suss Microtec, Elmos und Jenoptik stärker nach als Aixtron. Im Dax sanken Infineon um 3,7 Prozent, Siemens Energy als bisheriger Profiteur vom Bau von KI-Rechenzentren verlor mehr als 5 Prozent.

Zwei Treiber im Geschäft

Nach Einschätzung der Deutschen Bank liefern optoelektronische Chips seit drei Quartalen in Folge bessere Zahlen als erwartet. Der zweite Treiber, die Erholung bei Power-Chips, setzt laut Kuhn früher ein als gedacht.

Fazit

Für uns bleibt der Kontrast zwischen operativer Lage und Marktstimmung das Kernthema dieses Handelstages. Die Hochstufungen von Deutsche Bank und Morgan Stanley stützen sich auf nachvollziehbare operative Argumente, doch ein von enttäuschenden US-Quartalszahlen ausgelöster Abverkauf im gesamten Chipsektor lässt sich damit nicht aufhalten. Entscheidend wird, ob sich die von der Deutschen Bank beschriebene Erholung bei Power-Chips in den kommenden Quartalen in Zahlen niederschlägt oder ob die Branchenstimmung die Kursentwicklung weiter dominiert. Bestehende Aktionäre könnten die Position halten, da sich die fundamentale Begründung durch den Freitagsrückgang nicht verändert hat. Wer einen Einstieg erwägt, könnte die Entwicklung zunächst beobachten, bis sich der Sektor nach den enttäuschenden US-Zahlen wieder beruhigt hat.

Quelle: dpa-AFX

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