+++ Dieser kleine Explorer will Europas Rohstoff-Lücke schließen und die Abhängigkeit von China verringern. Jetzt mehr erfahren +++
Quelle: ChatGPT

DroneShield-Aktie: 500 Millionen US$ – warum das noch kein Umsatz ist!

Auftrag ist kein Umsatz
Vincent Uhr
DroneShield hat sich einen Beschaffungsrahmen der US-Armee mit einem maximalen Volumen von 500 Millionen US$ gesichert. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Kursplus von 6,4% auf 1,83 AU$. Der Vertrag besitzt zweifellos strategische Bedeutung. Anleger sollten die gewaltige Summe jedoch nicht mit einem verbindlichen Auftrag oder gar einem neuen Auftragsbestand verwechseln.

Einer von zehn ausgewählten Anbietern

Der Vertrag läuft über drei Jahre und unterstützt die Domestic-Shield-Initiative der amerikanischen Joint Interagency Task Force 401. US-Behörden können darüber künftig Drohnenabwehrsysteme von DroneShield bestellen, ohne jedes Mal ein vollständig neues Vergabeverfahren durchführen zu müssen.

DroneShield gehört allerdings nicht allein zu diesem Programm. Die US-Armee vergab insgesamt zehn sogenannte IDIQ-Verträge mit einem zusammengefassten Maximalvolumen von 4,15 Milliarden US$. Sieben Anbieter erhielten jeweils einen Rahmen von bis zu 500 Millionen US$. Neben DroneShield zählen dazu unter anderem L3Harris Wescam, RADA Technologies und SRC.

Das Wort „bis zu“ ist entscheidend. Die genannten 500 Millionen US$ bilden lediglich die Obergrenze möglicher Bestellungen. Konkrete Liefermengen, Standorte und Zahlungen werden erst mit einzelnen Abrufen festgelegt. Bei Vergabe der zehn Rahmenverträge waren insgesamt lediglich rund 50 Millionen US$ verbindlich zugeteilt. Wie viel davon auf DroneShield entfällt, wurde nicht veröffentlicht.

Echte Top-Rendite: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!

Trotzdem ist der Vertrag wertvoll

Ganz ohne wirtschaftliche Bedeutung ist die Meldung keineswegs. DroneShield erhält einen vereinfachten Zugang zu einem der größten staatlichen Märkte für Drohnenabwehr. Außerdem können neben verschiedenen Teilen des US-Militärs auch weitere Bundesbehörden sowie möglicherweise verbündete Staaten über die neue Beschaffungsstruktur bestellen.

Das Unternehmen hat bereits bewiesen, dass seine Technik innerhalb des Programms praktisch eingesetzt werden kann. Im September schloss DroneShield die Installation und Abnahme mehrerer DroneSentry-X-Mk2-Systeme auf amerikanischen Infantry Squad Vehicles ab.

Zwischen der ursprünglichen Auftragsvergabe und der betriebsbereiten Installation einschließlich Tests und Schulungen lagen nur etwa 80 Tage. Drei weitere Einheiten sind bereits vorgesehen. Dieser operative Nachweis verbessert die Chancen, künftig einen nennenswerten Teil des Beschaffungsrahmens zu erhalten.

Tipp: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

Die Erwartungen bleiben hoch

Zum Vergleich: Für 2026 erwarten Analysten bei DroneShield einen Umsatz von rund 262 Millionen AU$. Würde das Unternehmen auch nur 10% des US-Rahmens abrufen können, entspräche dies umgerechnet bereits einem erheblichen Anteil eines Jahresumsatzes.

Noch fehlt dafür allerdings der Beweis. Im ersten Halbjahr steigerte DroneShield den Umsatz zwar um 74% auf 125,8 Millionen AU$, erwirtschaftete aber einen bereinigten EBITDA-Verlust von 12,4 Millionen AU$. Unter dem Strich entstand ein Fehlbetrag von 32,2 Millionen AU$.

Die Analysten rechnen erst 2027 wieder mit einem kleinen Gewinn. Das durchschnittliche Kursziel von vier Experten liegt bei 1,99 AU$ und damit nur knapp über dem aktuellen Kurs. Die Spanne reicht von 1,45 bis 2,60 AU$. Ord Minnett nennt sogar lediglich 1,60 AU$ und stuft die Aktie mit „Hold“ ein.

Zusätzliche Unsicherheit schafft weiterhin die laufende ASIC-Untersuchung zu früheren Unternehmensmeldungen und Aktienverkäufen ehemaliger Führungskräfte. Der neue Vertrag ändert an diesem Governance-Risiko zunächst nichts.

ℹ️ DroneShield in Kürze

  • DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
  • Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 1,67 Milliarden AU$.

DroneShield kaufen, halten oder verkaufen? Unsere Experten-Redaktion berichtet regelmäßig über DroneShield und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

DroneShield weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Vincent Uhr

Fazit

Der US-Rahmenvertrag ist ein strategischer Durchbruch, aber noch kein Auftrag über 500 Millionen US$. Erst konkrete Abrufe würden Umsatz und Gewinn beeinflussen. Angesichts der weiterhin hohen Bewertung, der Verluste und der offenen ASIC-Prüfung würde ich die DroneShield-Aktie trotz der verbesserten Perspektiven vorerst nur beobachten.