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D-Wave Quantum-Aktie: BMO sieht +86% Aufwärtspotenzial trotz Zinssorgen

Anleiherenditen im Fokus
Konrad Speckmaier
D-Wave Quantum korrigiert seit dem Jahreshoch und hat zuletzt ein Doppeltop an der Widerstandszone ausgebildet. Der Spezialist für Quantencomputer leidet aktuell unter dem gesamten Sektor, während Analysten weiter an das langfristige Potenzial glauben. Die aktuelle Unterstützungszone dürfte dabei richtungsweisend für den weiteren Verlauf sein.

Zinsdruck trifft auf Analystenlob

Der gesamte Quantencomputing-Sektor steht seit einigen Tagen unter Druck. Auslöser sind diesmal keine Firmennachrichten, sondern steigende Anleiherenditen, die zehnjährige US-Rendite notiert nahe einem Mehrjahrzehnte-Hoch von 4,71%. Hochbewertete, noch unprofitable Wachstumswerte wie D-Wave Quantum reagieren auf dieses Umfeld besonders empfindlich, gemeinsam mit Wettbewerbern wie IonQ und Rigetti fiel die Aktie zuletzt im Gleichschritt.

Die Skepsis wirkt nach. Bereits die Q2-Zahlen von Anfang August, ein Umsatz von 3,1 Millionen US-Dollar (US$) bei einem Verlust von -0,13 US$ je Aktie, hatten die Stimmung vorbelastet. Dem stehen operative Fortschritte entgegen, NTT DOCOMO hat die Zusammenarbeit zur Netzwerkoptimierung mit D-Wave zuletzt ausgeweitet. Auch die Analysten bleiben trotz der Zinssorgen zuversichtlich, BMO etwa sieht ein Aufwärtspotenzial von +86% für die Aktie.

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Der Chart-Check

Quelle Chart: Tradingview

D-Wave Quantum befindet sich seit dem Hoch Ende des vergangenen Jahres in einer Korrektur. Charttechnisch zeigt sich das an einem neuen Tief, während ein neues Hoch ausgeblieben ist. Stattdessen bildete sich ein Doppeltop mit einer Abweisung an der Widerstandszone zwischen 24,90 und 27,60 €. Aktuell notiert die Aktie an einer Unterstützungszone zwischen 13,80 und 15,00 €, an der der Kurs in der Vergangenheit bereits mehrfach reagiert hat.

Darunter liegt ein weiterer Supportbereich, der für den weiteren Verlauf entscheidend sein dürfte. Die Marke zwischen 11,20 und 12,20 € sollte für Chancen auf der Oberseite nicht unterschritten werden. Rutscht die Aktie durch diese Zone, wäre Platz bis auf rund 6,00 €, ein Rückgang von etwa -50%.

Hält sich der Kurs dagegen bereits über der ersten Unterstützungszone, würde der Widerstand als Ziel in Reichweite rücken, ein Potenzial von rund +75%. Kommt es stattdessen erst am tieferen Support zu einem Signal, bliebe die Chance auf der Long-Seite ebenfalls bestehen, das Potenzial würde in diesem Fall sogar auf rund +100% bis zum Widerstand anwachsen.

ℹ️ D-Wave Quantum in Kürze

  • D-Wave Quantum (WKN: A3DSV9), kurz D-Wave, ist ein Hardwareunternehmen, das sich mit der Entwicklung von Quantencomputern beschäftigt.
  • Das Unternehmen mit dem Hauptsitz in Burnabay, Kanada, wurde 1999 gegründet. Bekannt wurde es durch den Verkauf des ersten Quantencomputers 2011 an Lockheed Martin.
  • Neben der Hauptbörse NYSE kann die Aktie auch über Tradegate gehandelt werden. Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell etwa 6 Milliarden €.

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Konrad Speckmaier

Fazit

Der Chart bleibt in der Entscheidungsphase, zwei Zonen, zwei Chancen. Kommt es an einer der beiden zu einem Kaufsignal und dreht der Kurs nach oben, wäre je nach Ausgangspunkt ein Potenzial von +75% bis +100% bis zur Widerstandszone drin. Nehmen die Anleiherenditen dabei etwas Druck heraus, hätte das Setup zusätzlichen Rückenwind. Bricht der Kurs beide Zonen dagegen nachhaltig nach unten weg, wäre das ein klarer Fall für die Watchlist oder sogar für eine Short-Idee.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.