The CoreWeave logo appears on a smartphone screen in this photo illustration in Ontario, Canada, on March 9, 2026.

CoreWeave-Aktie: Darum könnten -30% erst der Anfang sein

Große Sorgen
Redaktion
Die CoreWeave-Aktie steht auch nach einem Kursverlust von rund 30% innerhalb weniger Tage weiter unter Druck. Steigende Zinsängste, hohe Finanzierungskosten und anhaltende Verluste verstärken die Zweifel der Anleger an der Profitabilität des KI-Infrastrukturanbieters.

Hohe Zinskosten verschärfen die Krise

Erstmals seit Langem wurde die CoreWeave-Aktie jüngst wieder unter der Marke von 60 US-Dollar und damit deutlich unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 141,79 US-Dollar gehandelt. Hintergrund sind unter anderem Sorgen über anhaltende Inflation und mögliche weitere Zinserhöhungen im Zuge geopolitischer Spannungen. Für das hoch verschuldete Unternehmen könnte eine Verteuerung der Finanzierung zum zusätzlichen Problem werden.

Die letzten Geschäftszahlen unterstreichen die Risiken: Im vergangenen Quartal verzeichnete CoreWeave einen Nettoverlust von 626 Millionen US-Dollar. Die Zinsaufwendungen beliefen sich sogar auf 640 Millionen US-Dollar. Damit bleibt die Finanzierung des rasanten Unternehmenswachstums eine erhebliche Belastung.

KI-Boom allein reicht nicht aus

CoreWeave vermietet Rechenkapazitäten und stellt Kunden leistungsstarke KI-Chips von Nvidia zur Verfügung. Das Unternehmen profitiert damit grundsätzlich vom steigenden Bedarf an KI-Infrastruktur. Allerdings erfordern Rechenzentren und spezialisierte Hardware enorme Investitionen. Sollten die Nachfrage nachlassen oder die Kapitalkosten weiter steigen, könnte sich der Weg zur Profitabilität zusätzlich verlängern.

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Anleger bleiben vorsichtig

Trotz des deutlichen Kursrückgangs ist die Aktie nicht automatisch günstig bewertet. Entscheidend wird sein, ob CoreWeave seine hohen Investitionen langfristig in nachhaltige Gewinne umwandeln kann. Neben der Nachfrage nach KI-Rechenleistung dürften deshalb insbesondere die weitere Zinsentwicklung, die Verschuldung und die Entwicklung der Geschäftsergebnisse den Aktienkurs beeinflussen.

ℹ️ CoreWeave in Kürze

  • CoreWeave (WKN: A413X6) mit Sitz in Livingstone im US-Bundesstaat New Jersey ist ein 2017 gegründetes KI-Cloud-Computing-Startup.
  • Das Unternehmen baut und betreibt Hochleistungsrechenzentren mit einer Cloud-basierten GPU-Infrastruktur.
  • Die Kunden von CoreWeave sind im Wesentlichen die Entwickler von KI-Anwendungen, darunter Alphabet, Meta Platforms, Microsoft und OpenAI.
  • CoreWeave gab im März 2025 sein Debüt an der US-Technologiebörse Nasdaq und ist Mitglied im Nasdaq 100-Index. Das Tech-Unternehmen ist ca. 33,5 Milliarden US$ wert.

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Redaktion

Fazit

Unsere Warnungen bei CoreWeave bestätigen sich immer mehr. Zwar bleibt das Unternehmen grundsätzlich ein aussichtsreicher, jedoch gleichermaßen besonders risikoreicher KI-Player. Solange hohe Finanzierungskosten und Verluste die Geschäftsentwicklung belasten, ist eine nachhaltige Kurserholung unwahrscheinlich.

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