+++ Aktien-Enthüllung am 12.11.: Ist diese Aktie ein Verdoppler? Sichere Dir hier Deinen Informationsvorsprung +++
stock.adobe.com/monticellllo

AppLovin-Aktie +24%: Die profitabelste KI-Story des Jahres?

Zu unrecht -56% YTD?
66%. So viel vom Umsatz blieb AppLovin im dritten Quartal als Nettogewinn hängen. Trotzdem war die Aktie bis Mittwoch der schlechteste Wert im S&P 500 dieses Jahres. Nach phänomenalen Quartalszahlen vom Mittwoch und einer Margen-Show der Extraklasse ist das Papier nicht mehr zu bremsen, aber immer noch im deutlichen Minus von -56% aufs Jahr gesehen. Ist das die große Kaufchance hier und jetzt?

Ansage an die Software-Zweifler

Viele zweifelten und zweifeln immernoch an AppLovin extrem, weil das Unternehmen eine Software betreibt und vollständig von Künstlicher Intelligenz abhängig und dadurch hochriskant ist. Das Kerngeschäft ist Werbung in Mobile Games, das dank neuer starker KI-Modelle im dritten Quartal um fast 50% zulegte. Die Ausgaben der E-Commerce-Werbekunden stiegen binnen eines Jahres dreistellig. Spannend ist: Der Umsatz je App-Installation stieg im dritten Quartal um 55%, die Zahl der Installationen aber nur um 2%. In den ersten neun Monaten sank sie sogar um 7%, während der Erlös je Installation um saftige 68% zulegte. Wie das?

Es liegt am  Geschäftsmodell. Spielentwickler zahlen AppLovin pro erfolgreicher App-Installation, und die KI-Plattform Axon entscheidet, welche Anzeige welchem Nutzer gezeigt wird. AXON ermittelt in Millisekunden die genaue Wahrscheinlichkeit einer Kaufaktion. Werbekunden zahlen daher extrem hohe Preise pro Konvertierung, weil der Return on Ad Spend (ROAS) belegbar höher ist als bei der Konkurrenz.

Die Firma steht und fällt damit, dass die Modelle besser werden.

Ein paar weitere heiße KI-Aktien findest Du in unserem Report „KI-Gewinner 2026“. Ein Reinschauen lohnt sich.

Jeder ignoriert das...

Die Profitabilität ist jedoch außergewöhnlich. Der Nettogewinn lag bei 66% des Umsatzes, das bereinigte EBITDA bei 84%. Dazu kommt ein freier Cashflow von rund 65% des Umsatzes. Die schlanken Struktur der Firma ist absolut bemerkenswert. AppLovin besitzt keine Fabriken oder Lager, und seit dem Verkauf des Spielegeschäfts an Tripledot im Sommer 2025 ist der Konzern reiner Werbetechnik-Anbieter.

Cash ohne Ende

AppLovin kaufte im Quartal eigene Aktien für 1,4 Milliarden US$ zurück und stockte die Ermächtigung um 3,2 Milliarden US$ auf 3,6 Milliarden US$ auf. Finanzchef Matt Stumpf begründete das damit, dass der Aktienkurs nicht zum Wert des Geschäfts passe. Möglich macht es aber der Cashflow. Weil AppLovin das eigene operative Geschäft kaum noch Re-Investitionen in Sachanlagen kostet, verwandelt sich die Bilanz in einen gigantischen Cash-Pool.

Der Dezember-Turbo

Für das vierte Quartal peilt AppLovin 2,36 bis 2,39 Milliarden US$ Umsatz und ein bereinigtes EBITDA von 1,99 bis 2,02 Milliarden US$ an. Das sind rund 43% Wachstum, und die Prognose liegt deutlich über den erwarteten 2,25 Milliarden US$ Umsatz. Foroughi verwies darauf, dass E-Commerce-Kunden im vierten Quartal viel ausgeben, im ersten dagegen wenig. Dahinter steckt vor allem die Saison. Im vierten Quartal drängen Online-Händler rund um Black Friday, Cyber Monday und Weihnachten in die Werbung, weil die Kauflaune dann am höchsten ist.

Kurs und Chart

Vor den Zahlen stand die Aktie bei knapp 246 US$, nachdem sie sich von einem Tief um 225 US$ erholt hatte. Am Mittwoch ging es um +10,7% auf 271,75 US$ hoch. Nachbörslich sprang sie um fast +24% und handelte über 330 US$. Seit Jahresbeginn bleibt trotzdem ein Minus von rund -56%. Fragt sich, wie das zu interpretieren ist.

Charttechnisch hat die Aktie den oberen Rand ihres Abwärtstrends bei rund 276 US$ nach oben verlassen und könnte endlich eine neue Trendwelle auslösen. Seitdem Rekordhoch von745US$ kam eine Serie von Rückschlägen. Ab Februar 2025 griffen Leerverkäufer AppLovin an.

Im Oktober 2025 berichtete Bloomberg, die US-Börsenaufsicht SEC prüfe die Datenpraktiken des Konzerns, die Aktie verlor an einem Tag rund -14%.

Am selben Abend kam der nächste Schlag: Im zweiten Quartal 2025 verfehlte AppLovin mit 1,92 Milliarden US$ knapp die erwarteten 1,95 Milliarden US$. Die KI-Modelle brachten weniger Fortschritt als üblich, die Prognose fürs dritte Quartal fiel verhalten aus, und die Aktie sackte um rund -20% ab.

Es folgten Herabstufungen, im September Sammelklagen von Anlegern wegen der KI-Strategie und zuletzt ein Tief bei rund 225 US$. Hinzu kam laut Analysten die Sorge vor Konkurrenz durch Unity und Meta. Das machte AppLovin zur schlechtesten Aktie im S&P 500 in diesem Jahr.

Die andere Seite der Medaille ist aber: Die Bewertung ist dabei stark geschrumpft, während Wachstum und Marge gleich blieben. Das erklärt die Wucht des aktuellen Kurssprungs.

ℹ️ AppLovin in Kürze

  • AppLovin (WKN: A2QR0K) ist ein mobiles Werbenetzwerk, das Kunden Werbe- und Marketinglösungen für Apps und Spiele bereitstellt.
  • Das Unternehmen ermöglicht Entwicklern und anderen Firmen die Vermarktung, Monetarisierung und Analyse ihrer Apps.
  • AppLovin betreibt dazu drei mobile Werbe-, Marketing und Analyseplattformen namens MAX, AppDiscovery und SparkLabs.
  • Zudem betreibt das Tech-Unternehmen Lion Studios, um Spieleentwickler bei der Veröffentlichung und Vermarktung von mobile games zu unterstützen.
  • Das im kalifornischen Palo Alto ansässige Unternehmen notiert an der Technologiebörse Nasdaq und ist derzeit ca. 119 Milliarden US$ wert.

AppLovin kaufen, halten oder verkaufen? Unsere Experten-Redaktion berichtet regelmäßig über AppLovin und informiert Dich in Echtzeit, wenn Handlungsbedarf besteht. Aktiviere dafür einfach unseren kostenlosen Aktien-Alarm und sichere Dir Deinen persönlichen Informationsvorsprung.

AppLovin weiterverfolgen – jetzt kostenlosen Aktien-Alarm aktivieren »

Fazit

AppLovin wächst über 40%, hat Margen von über 80% und kostet rund das 18-Fache des erwarteten Gewinns. Das ist für mich ein klares Signal die Aktie im Auge zu behalten. Vielleicht etwas mehr im Hinblick auf das vierte voraussichtlich starke Weihnachtsquartal, was bekanntlich sowieso das stärkste ist bei vielen Firmen. Dazu kommt das starke Kursminus seit Jahresbeginn. Doch die Aktie bleibt extrem schwankungsfreudig, wer sie kauft, sollte auf alles bereit sein.

Echte Top-Rendite: Als Mitglied bei sharedealsPlus profitierst Du von wahren Börsenstars (+13.000% in 7 Jahren) und den richtigen Aktientipps zur richtigen Zeit!