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Quelle: ChatGPT

SpaceX-Aktie: 130 Milliarden US$ für den Mobilfunk-Angriff?

Revolution im Mobilfunk?!
Vincent Uhr
SpaceX will ein landesweites 800-Megahertz-Frequenzpaket von Grain Management übernehmen und Starlink damit zum vollwertigen Mobilfunkanbieter ausbauen. Die Aktien von AT&T, Verizon und T-Mobile US verloren nachbörslich jeweils rund 6%. Doch für SpaceX-Aktionäre besitzt der Coup auch eine kostspielige Seite: Einschließlich Frequenzen könnte der Aufbau eines konkurrenzfähigen Netzes bis zu 130 Milliarden US$ verschlingen.

800 MHz schließt eine entscheidende Lücke

Das erworbene Portfolio umfasst bis zu 14 Megahertz gepaartes Spektrum. Niedrige Frequenzen besitzen eine große Reichweite und durchdringen Gebäudewände, Bäume und andere Hindernisse besser als die bisherigen Satellitensignale.

SpaceX kann das neue 800-Megahertz-Spektrum künftig für die Flächen- und Gebäudeversorgung nutzen, während die bereits erworbenen 2-Gigahertz-Frequenzen höhere Datenkapazitäten bereitstellen. Die meisten aktuellen Smartphones unterstützen das neue Frequenzband bereits. Kunden benötigen daher kein spezielles Satellitentelefon.

Zusätzlichen Rückenwind liefert die US-Telekommunikationsaufsicht FCC. Sie genehmigte SpaceX den Start von 15.000 neuen Starlink-Mobile-Satelliten, die für direkte Verbindungen mit gewöhnlichen Mobiltelefonen optimiert sind.

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Frequenzen sind noch kein Mobilfunknetz

Verizon reagierte entsprechend zurückhaltend. Frequenzen allein seien nutzlos, wenn das Unternehmen nicht über die notwendige Infrastruktur verfüge. Tatsächlich plant SpaceX ein hybrides Netz, das Satelliten und terrestrische Standorte kombiniert.

Bernstein schätzt, dass dafür zwischen 30.000 und 120.000 größere Antennenstandorte benötigt werden könnten. Der Aufbau der terrestrischen Infrastruktur dürfte ohne die Frequenzkosten zwischen 15 und 80 Milliarden US$ kosten. Einschließlich der bereits erworbenen Lizenzen könnte die gesamte Rechnung 50 bis 130 Milliarden US$ erreichen.

Bemerkenswert ist deshalb die Kursreaktion der Funkturmkonzerne. Crown Castle gewann nach der Ankündigung rund 7%, American Tower 5% und SBA Communications 6%. Der Markt geht offenbar davon aus, dass SpaceX zahlreiche bestehende Standorte anmieten muss, statt ein vollständig eigenes Netz aufzubauen.

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Allein die Frequenzen kosten Milliarden

Offiziell nannten SpaceX und Grain Management keinen Kaufpreis. Laut „Wall Street Journal“ zahlt der Konzern jedoch rund 8 Milliarden US$ in bar. Hinzu kommt der bereits vereinbarte Kauf von EchoStar-Frequenzen für 17 Milliarden US$.

Damit hätte SpaceX etwa 25 Milliarden US$ allein für Mobilfunklizenzen zugesagt. Strategisch entsteht daraus ein wertvolles Frequenzportfolio, das bestehende Wettbewerber kaum nachbilden können. Finanziell bindet das Vorhaben jedoch erhebliche Mittel, bevor die ersten Mobilfunkkunden überhaupt Erlöse liefern.

Der operative Cashflow reicht noch nicht

Starlink liefert bereits eine gute Ausgangsbasis. Die Connectivity-Sparte erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 7,55 Milliarden US$ und einen operativen Gewinn von 2,84 Milliarden US$. Ein Bündel aus Satelliteninternet, Mobilfunk und möglicherweise Grok könnte den Umsatz je Kunde deutlich erhöhen.

Der Konzern erwirtschaftete im ersten Halbjahr allerdings nur 3,47 Milliarden US$ operativen Cashflow, während 28,48 Milliarden US$ in Sachanlagen flossen. Finanziert wurde die Differenz vor allem über den Börsengang und neue Schulden. Allein aus dem IPO flossen netto 85,68 Milliarden US$ zu.

Der Mobilfunkangriff ist somit finanzierbar, erhöht aber den ohnehin enormen Kapitalbedarf weiter. SpaceX investiert gleichzeitig in Starship, Satelliten, Startanlagen, Rechenzentren und künstliche Intelligenz.

ℹ️ Space Exploration Technologies Corp. in Kürze

  • SpaceX ist ein führendes privates Raumfahrtunternehmen mit dem Ziel, die Raumfahrt durch kostengünstige Raketen zu revolutionieren. Mittlerweile sind viele Raketenteile wiederverwendbar, somit wurde die Raumfahrt wesentlich preiswertet.
  • Das Unternehmen wurde 2002 von Elon Musk gegründet und entwickelte sich zu einem der führenden Weltraumunternehmen der Welt. Der Konzern gliedert sich in die Sparten Raumfahrt, und Satelliten, verbunden mit Starlink sowie neuerdings in die KI-Sparte xAI.
  • Die Aktie wird an der Nasdaq gelistet. Der Unternehmenswert liegt bei etwa 2,18 Billionen US$.

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Vincent Uhr

Fazit

Der Frequenzkauf verbessert die Erfolgschancen von Starlink Mobile erheblich, verändert aber nicht über Nacht den US-Mobilfunkmarkt. Bis zu einem belastbaren Netz sind weitere Milliardeninvestitionen, Zehntausende Standorte und regulatorische Freigaben erforderlich. Bei einer Bewertung von rund 2 Billionen US$ würde ich die Aktie nach der Nachricht nicht jagen – langfristig stärkt der Deal aber die Starlink-Story.