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Samsung

Samsung-Aktie: Der KI-Superzyklus fängt erst an!

Gigantisch steigende Gewinne

Der weltgrößte Speicherchiphersteller Samsung Electronics hat mit seiner jüngsten Prognose für das dritte Quartal heute Historisches geschaffen. Getrieben vom globalen Hunger nach künstlicher Intelligenz pulverisiert der südkoreanische Tech-Gigant seine eigenen Rekorde und übertrifft sogar die kühnsten Analystenerwartungen. Trotz historischer Zahlen gab die Aktie um -4% nach, verspricht aber surreal hohe Umsätze. Ist das ein Kaufargument?

Über 100 Trillionen Won Gewinn

Die Eckdaten der Guidance sprechen eine klare Sprache: der operative Gewinn soll voraussichtlich umgerechnet 80,3 Milliarden US$ betragen, was ein gewaltiger Sprung von +782% im Vergleich zum Vorjahr ist. Er lag auch deutlich über den LSEG-Analystenschätzungen von 106,1 Trillionen KRW. Damit knackt erstmals ein südkoreanisches Unternehmen die Marke von 100 Trillionen Won Quartalsgewinn!

Der Umsatz klettert um 127% auf umgerechnet 145,8 Milliarden US$ – der vierte Rekordabschluss in Folge. Dass die Aktie in Seoul dennoch leicht um rund -0,8% nachgab (während der Leitindex KOSPI ebenfalls schwächelte), ist primär markttechnischer Natur. Nach dem fulminanten Lauf der Halbleiter-Titel nutzten Anleger die News für kurze Gewinnmitnahmen.

Verknappung bis 2028: Warum die Preise weiter steigen

Wer nur auf die kurzfristige Kursreaktion schaut, übersieht das eigentliche Bild. Samsung hat bereits im August die Preise für fortschrittliche Chip-Fertigungsservices für Neubestellungen um bis zu 15% erhöht. Auch Micron-CEO Sanjay Mehrotra warnte jüngst, dass die Nachfrage nach Speicherchips das Angebot noch bis 2027 und 2028 übersteigen dürfte. Das dürfte langfristig satte und vor allem steigende Umsätze einfahren.

Wie es mit Künstlicher Intelligenz und dem Chip-Boom weitergehen könnte liest Du in unserem Report „KI-Gewinner 2026“.

OpenAI-Allianz

Neben den harten Zahlen punktet Samsung auch mit zukunftsweisenden Strategie-News. Zum Beispiel bestätigte OpenAI Korea, dass beide Konzerne gemeinsam an Speicherchips der nächsten Generation tüfteln. Wenn OpenAI an die Börse geht, dürfte auch Samsung davon profitieren.

Das Brokerhaus Shinhan Securities stuft die Aussichten extrem optimistisch ein. Durch das Hochfahren der nächsten Generation (HBM4) stehe Samsung vor einem rapiden Ausbau seiner Marktanteile und „noch stärkeren Ergebnissen im kommenden Jahr“.

Das Verkauf-Szenario: Wann Anleger Gewinne sichern sollten

Sollte die Aktie in den kommenden Monaten ihre Erholung fortsetzen, treten fundamentale Schwellenwerte in den Fokus, die ein Verkaufs- oder Rebalancing-Signal darstellen. Erreicht der Kurs das Analystenziel von 330.000 bis 350.000 KRW (derzeit 262.000 KRW) und steigt das KBV gleichzeitig auf über 2,0, ist die Zyklus-Spritze im Kurs weitgehend eingepreist. Der Punkt ist aber noch nicht erreicht.

Eine weitere reale Gefahr ist die Zyklik der Speicherchip-Märkte. Wenn Konkurrenten wie SK Hynix oder Micron ihre Fertigungskapazitäten stark ausweiten (was sie aktuell auch tun) und die Preise dadurch eher sinken aufgrund von hohem Angebot, verfällt die Marge erfahrungsgemäß rasch und das könnte die Samsung-Aktie runterziehen.

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Fazit

Am 29. Oktober legt Samsung den vollständigen Bericht samt Sparten-Aufschlüsselung vor. Der heutige Rücksetzer ist keine einmalige Kaufgelegenheit und die Erwartungen an die Q3-Zahlen sind mittlerweile eingepreist. Es bleibt vorerst abzuwarten in welche Richtung der Chip-Boom dreht. Meiner Meinung nach ist ein ETF auf Südkorea hier die goldene Mitte.