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Stryker-Aktie versagt mit -24% gnadenlos

Verkäufer sind am Ruder
Die Stryker-Aktie hat den im Sommer erhofften Befreiungsschlag nicht geschafft. In meiner Analyse vom August hatte ich einen Wochenschluss oberhalb von 352,65 US$ als Voraussetzung für die nächste Rally-Stufe definiert. Genau dieser Ausbruch blieb aus und anschließend übernahmen die Verkäufer mit Nachdruck. Vom damaligen Hoch verlor der Medizintechnik-Titel in der Spitze rund -24% und notiert aktuell bei 275,39 US$. Damit ist selbst die wichtige Unterstützung um 280 US$ inzwischen unter Druck geraten.

Operativ läuft es deutlich besser

Fundamental steht der Kursverfall in deutlichem Kontrast zur Geschäftsentwicklung. Im zweiten Quartal steigerte Stryker den Umsatz um +9,4% auf 6,59 Milliarden US$, organisch betrug das Wachstum +9%. Gleichzeitig sprang das ausgewiesene Ergebnis je Aktie um +44,1% auf 3,30 US$, bereinigt waren es 3,69 US$ beziehungsweise +17,9%. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern weiterhin ein organisches Umsatzwachstum zwischen +8,3 und +9,3% sowie einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 14,95 und 15,10 US$.

Auch strategisch baut Stryker sein Portfolio weiter aus. Ende August kündigte der Konzern die Übernahme von ZuriMED an, dessen FiberLocker-System das Geschäft bei Schulteroperationen erweitern soll. Mitte September folgten zudem neue Produkte für Fuß- und Sprunggelenkoperationen. Operativ fehlt es damit kaum an Wachstumstreibern. Der Chart macht jedoch deutlich, dass Anleger momentan andere Maßstäbe ansetzen und die Bewertung trotz guter Geschäftszahlen weiter korrigiert wird.

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Zur Signallage

Quelle Chart: stock3

Der gescheiterte Ausbruchsversuch oberhalb von 352,65 US$ hat inzwischen erhebliche Konsequenzen. Nach dem Verlust von 323,75 und 306,64 US$ wurde zuletzt auch die wichtige Zone um 280,28 US$ unterschritten. Solange keine schnelle Rückeroberung gelingt, bleibt das bevorzugte Szenario deshalb klar abwärtsgerichtet. Zunächst dürfte 258,70 US$ in den Fokus rücken. Dort wäre nach dem inzwischen weit fortgeschrittenen Abverkauf ein technischer Konter denkbar. Bleibt dieser schwach oder fällt auch die Unterstützung nachhaltig, wartet bei 249,32 US$ bereits das nächste Ziel.

Für eine erste Entspannung müssten die Käufer dagegen zunächst 280,28 US$ zurückerobern. Anschließend wäre eine Gegenbewegung bis 306,64 US$ möglich. Erst oberhalb dieser Marke würde der Verkaufsdruck spürbar nachlassen und mit 323,75 beziehungsweise 332,99 US$ wieder deutlich höhere Kursziele eröffnen. Von einer echten Trendwende wäre allerdings selbst dann noch keine Rede, denn der übergeordnete Abwärtstrend bliebe zunächst bestehen.

ℹ️ Stryker in Kürze

  • Stryker (WKN: 864952, Ticker: SYK) mit Sitz in Portage im US-Bundesstaat Michigan ist eines der weltweit führenden Medizintechnikunternehmen.
  • Der Konzern bietet innovative Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen MedSurg, Neurotechnology und Orthopaedics an und adressiert damit Kliniken, Chirurgen und Gesundheitseinrichtungen weltweit.
  • Zu den Schwerpunkten zählen unter anderem orthopädische Implantate, chirurgische Instrumente, Neurotechnologie, Endoskopie, Notfallmedizin und robotergestützte Operationen.
  • Stryker ist an der New York Stock Exchange gelistet. Der Börsenwert des Unternehmens liegt aktuell bei rund 106 Milliarden US$.

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Fazit

Stryker hat den im August notwendigen Befreiungsschlag nicht geliefert und wurde dafür mit einem Kursverlust von in der Spitze rund -24% abgestraft. Unterhalb von 280,28 US$ bleiben 258,70 und anschließend 249,32 US$ meine nächsten Ziele. Erst eine schnelle Rückeroberung der 280-US$-Region würde die Lage zunächst entschärfen, während oberhalb von 306,64 US$ wieder größere Erholungschancen entstehen.

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