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Quelle: ChatGPT

BYD-Aktie fällt – doch im Ausland geht es steil bergauf

Europa-Offensive
Bei BYD läuft operativ gerade einiges besser, als es der Aktienkurs vermuten lässt. Während die Aktie im September deutlich nachgegeben hat, zieht das Geschäft außerhalb Chinas weiter an. Vor allem in Europa wächst BYD kräftig und der Konzern will dort noch deutlich größer werden.

Im Ausland läuft es richtig gut

Im August verkaufte BYD insgesamt 440.293 Fahrzeuge. Davon gingen bereits 189.466 ins Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Plus von 134,5%. Während das Gesamtgeschäft also um knapp 18 Prozent gewachsen ist, haben sich die Verkäufe außerhalb Chinas mehr als verdoppelt.

Das macht sich inzwischen auch beim Geld bemerkbar. Im ersten Halbjahr kam erstmals mehr als die Hälfte des Umsatzes außerhalb Chinas rein. Auch die Marge war dort höher. Im zweiten Quartal stieg der Gewinn um 30% auf 8,2 Milliarden Yuan, obwohl der Umsatz um 3,2% zurückging. Ohne das Ausland hätte das Quartal also deutlich schlechter ausgesehen.

Warum BYD so stark nach Europa und in andere Märkte drängt, lässt sich ebenfalls recht einfach erklären. Laut Citi verdient der Konzern mit einem im Ausland verkauften Auto im Schnitt deutlich mehr. Der Kerngewinn pro Fahrzeug soll dort bei rund 20.000 Yuan liegen und damit fast zehnmal so hoch wie in China.

Und BYD will noch viel mehr. Nach einem Treffen mit dem Management berichteten Deutsche Bank und Citi, dass 2027 bereits mehr als 2,5 Millionen Fahrzeuge außerhalb Chinas verkauft werden sollen.

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Europa soll ein viel größeres Stück vom Kuchen bekommen

Dafür reicht es natürlich nicht, die Autos einfach weiter aus China nach Europa zu schicken. BYD baut deshalb die Produktion vor Ort aus. Im ungarischen Szeged entsteht das erste große europäische Pkw-Werk. Die Massenproduktion soll im kommenden Jahr starten.

Gleichzeitig sucht BYD bereits nach einem weiteren Standort. Spanien und Frankreich gehören zu den Kandidaten. Langfristig hält BYD-Berater Alfredo Altavilla sogar drei Montagewerke und ein Batteriewerk in Europafür nötig.

BYD denkt dabei längst nicht mehr nur an Pkw. Ab dem kommenden Jahr sollen auch schwere Elektro-Lkw in Europa angeboten und später ebenfalls hier produziert werden. Stella Li, die das internationale Geschäft bei BYD führt, hat das Ziel ziemlich deutlich beschrieben: Langfristig soll das, was BYD in Europa verkauft, auch hier gebaut werden.

Für BYD hätte das gleich mehrere Vorteile. Die Transportwege werden kürzer, Importzölle verlieren an Bedeutung und der Konzern kann sich in Europa stärker als lokaler Hersteller aufstellen.

Und dann wäre da noch China

Während BYD im Ausland ordentlich Tempo macht, bleibt der Heimatmarkt die Baustelle. In China ist der Wettbewerb unter den Autobauern extrem hart. Rabatte, neue Modelle und Preissenkungen gehören dort inzwischen fast zum Alltag.

Im August gingen die Pkw-Verkäufe in China insgesamt um 23,7% zurück. Bei Elektroautos und Plug-in-Hybriden lag das Minus bei 10,1%. Gleichzeitig schossen die Exporte dieser Fahrzeuge um mehr als 150% nach oben.

Bei BYD sieht man diese Verschiebung inzwischen sehr deutlich. Der Konzern verkauft draußen immer mehr Autos und verdient damit auch mehr Geld, während es zuhause deutlich schwerer geworden ist.

Für die Aktie reicht das bisher trotzdem nicht. Anleger schauen nicht nur auf die hohen Wachstumsraten im Ausland, sondern auch darauf, was am Ende bei Umsatz und Gewinn hängen bleibt. Dazu kommen die Kosten für neue Werke, Vertrieb, Forschung und die Expansion in immer mehr Länder.

ℹ️ BYD in Kürze

  • BYD („Build your dreams“) (WKN: A0M4W9) ist ein chinesischer Mischkonzern, der vor allem im Bereich der Herstellung von Akkumulatoren und Automobilen tätig ist.
  • Der im chinesischen Shenzhen ansässige Konzern stieg 2023 zum weltgrößten Hersteller von Elektroautos auf.
  • Mit einer Marktkapitalisierung von rund 33 Milliarden € zählt BYD zu den wertvollsten Konzernen Chinas.

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Fazit

BYD wird Schritt für Schritt weniger abhängig von China. Die Auslandsverkäufe haben sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt, mehr als die Hälfte des Umsatzes kommt inzwischen von außerhalb und in Europa stehen bereits die nächsten Werke auf dem Plan. Das Problem bleibt der Heimatmarkt. Dort drücken der Preiskampf und die schwächere Nachfrage weiter auf das Geschäft. Schafft BYD es aber, das Tempo im Ausland zu halten und dort weiter deutlich höhere Margen einzufahren, könnte sich der Mix in den kommenden Jahren immer stärker zugunsten des Konzerns verschieben. Die Aktie erzählt im Moment jedenfalls eine deutlich schwächere Geschichte als das Auslandsgeschäft.

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