Quelle: ChatGPT

AMD-Aktie: Trotz starker Rallye mit Verdopplungspotenzial?

Weiterer Milliarden-Deal eingetütet
Die AMD-Aktie bleibt in Rekordnähe. Zwar gab der Anteilsschein zum Wochenauftakt mit dem schwachen Gesamtmarkt -3,61% nach, doch schon am Dienstag melden sich die Käufer zurück. Zur Stunde steigt der Kurs um +1,2% auf rund 615 US$. Die erst am Freitag aufgestellte Rekordmarke von 639 US$ ist damit weiter zum Greifen nah. Doch die entscheidende Frage lautet: Wie viel Potenzial steckt jetzt noch in der Aktie?

Milliarden-Deal für die nächste KI-Generation

Für mich liefert AMD darauf gerade eine bemerkenswert klare Antwort. Der Chiphersteller übernimmt World Labs für 8,2 Milliarden US$ – und zahlt den fälligen Betrag vollständig mit eigenen Aktien. Der entscheidende Wert des Deals liegt dabei weniger in kurzfristigen Umsätzen als im Know-how: Mit Fei-Fei Li holt AMD eine der bekanntesten KI-Forscherinnen der Welt als Chief Scientist ins Unternehmen.

World Labs entwickelt sogenannte Weltmodelle, die dreidimensionale Umgebungen verstehen, rekonstruieren und simulieren können. Das eröffnet Perspektiven für Robotik, autonome Fahrzeuge und industrielle Simulationen. AMD will damit nicht nur KI-Beschleuniger verkaufen, sondern stärker an der Entwicklung der Anwendungen beteiligt sein, für die diese Chips künftig benötigt werden.

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Billionen-Bewertung und starkes Wachstum

Der Zukauf kommt zu einem Zeitpunkt, an dem AMD operativ enorme Fortschritte macht. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 50% auf 11,54 Milliarden US$, der bereinigte Gewinn wurde sogar mehr als verdreifacht. Und auch an der Börse sorgt der Konzern für Schlagzeilen. Zuletzt überwand die Aktie die Marke von 600 US$ und schaffte den Sprung in den Billionen-US$-Club.

Natürlich hat die Geschichte auch eine Kehrseite: Die Bezahlung über neue Aktien verwässert bestehende Aktionäre. Zudem muss sich erst zeigen, ob die Technologie von World Labs tatsächlich in profitable Produkte übersetzt werden kann. Für mich überwiegt allerdings der strategische Gedanke: AMD versucht, bereits heute die Grundlagen für die nächste Phase der KI zu schaffen.

Analysten bleiben optimistisch

Auch die Wall Street sieht die Entwicklung überwiegend positiv. Mehr als 80% der erfassten Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 630 US$ und damit bereits nahe am aktuellen Kurs. UBS traut der Aktie mit 730 US$ aber noch deutlich mehr zu, das Analysehaus Baird sieht sogar Verdopplungspotenzial bis auf 1.250 US$.

Allerdings ist die Bewertung mit einem KGV von 46 bereits sehr anspruchsvoll. Genau deshalb muss AMD das hohe Umsatz- und Gewinnwachstum auch in den kommenden Quartalen bestätigen. Der nächste reguläre Quartalsbericht ist für den 3. November vorgesehen.

Chart eröffnet weitere Perspektiven

Technisch hat AMD nach mehrwöchiger Konsolidierung Anfang September neues Momentum aufgebaut. Am 21. September gelang der Ausbruch auf ein neues Rekordhoch, anschließend überschritt die Aktie erstmals die Marke von 600 US$.

Gelingt der Sprung über das Rekordhoch bei 639 US$, liegen die nächsten Kursziele bei 684 US$ – dem 161,8%-Fibonacci-Level der jüngsten Korrektur – und anschließend bei 700 US$. Darüber wäre perspektivisch sogar Spielraum bis zur 800-US$-Marke. Auf der Unterseite bilden die 600-US$-Marke und das alte Rekordhoch bei 584,73 US$ erste wichtige Unterstützungen. Darunter würde die 50-Tage-Linie bei 509,15 US$ in den Fokus rücken.

ℹ️ Advanced Micro Devices in Kürze

  • Advanced Micro Devices (AMD) mit Hauptsitz in Santa Clara im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt und vertreibt Mikroprozessoren, Chipsätze und System-on-a-Chip-Lösungen.
  • Eine eigene Fabrikationsstätte hat das Unternehmen seit der Ausgründung der eigentlichen Halbleiterherstellung im Jahr 2009 in Globalfoundries nicht mehr.
  • AMD ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500 und hat eine Marktkapitalisierung von rund 992 Milliarden US$.

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Fazit

Ich bleibe bei AMD insgesamt bullisch. Die Bewertung ist hoch und die Aktie nach der Rallye anfällig für Rücksetzer. Doch operatives Wachstum, KI-Nachfrage und die strategische Ausweitung Richtung Physical AI eröffnen für mich weiterhin eine überzeugende Perspektive. Daher bin ich sehr zuversichtlich, dass die Aktie in einem Jahr noch deutlich höher notieren wird.

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