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Rheinmetall-Aktie mit -52% – nächstes Ziel 860 €?

Entscheidende Kurszone
Die Rheinmetall-Aktie ist unter die psychologisch wichtige Marke von 1.000,00 € gerutscht und notiert bei 966,30 €. Vom Rekordhoch um 2.000,00 € hat der Rüstungstitel damit rund -52% verloren. Nun trifft der Kurs auf eine entscheidende Unterstützungszone. Hält sie nicht, könnten sowohl das klassische Chartbild als auch das Elliott-Wellen-Szenario erheblich tiefere Notierungen zulassen.

Chartanalyse zur Rheinmetall-Aktie

Seit dem Rekordhoch befindet sich die Rheinmetall-Aktie in einem ausgeprägten Abwärtstrend. Der Kurs bildete eine Serie tieferer Hochs und tieferer Tiefs aus. Zwar gelang im Juli der Ausbruch aus dem fallenden Trendkanal, die anschließende Erholung endete jedoch bereits bei rund 1.240,00 €. Inzwischen wurden die damaligen Ausbruchsgewinne nahezu vollständig wieder abgegeben.

Aktuell testet der Kurs der Rheinmetall-Aktie die Unterstützungszone zwischen ungefähr 925,00 und 966,00 €. Ein nachhaltiger Bruch dieses Bereichs würde das Chartbild weiter verschlechtern. Der nächste große strukturelle Unterstützungsbereich befindet sich erst zwischen etwa 680,00 und 710,00 €.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Für eine Stabilisierung müsste die Rheinmetall-Aktie zunächst die Marke von 1.000,00 € zurückerobern. Der entscheidende Widerstand wartet anschließend bei 1.112,00 €. Erst ein Ausbruch darüber würde die kurzfristige Abwärtsstruktur aufbrechen. Zwischen 1.240,00 und 1.335,00 € liegt danach eine breite Widerstandszone, während das Rekordhoch zwischen 1.950,00 und 2.000,00 € vorerst weit entfernt bleibt.

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Rheinmetall-Analyse: Die wichtigsten Indikatoren im Überblick

Für eine Einschätzung der weiteren Kursentwicklung der Rheinmetall-Aktie lohnt sich ein Blick auf die technische Analyse. Dabei betrachten wir zentrale Indikatoren wie den Relative-Stärke-Index (RSI), den Trendindikator MACD sowie die Elliott-Wellen im Chart.

RSI und MACD

Der RSI ist auf dem Tageschart auf knapp 37 Punkte gefallen und nähert sich damit dem überverkauften Bereich. Die RSI-Linie liegt weiterhin unter der Signallinie, was den anhaltenden Verkaufsdruck bestätigt. Eine Bodenbildung lässt sich daraus bislang nicht ableiten. Allerdings könnte die Nähe zur Marke von 30 Punkten kurzfristig eine technische Gegenbewegung beim Kurs der Rheinmetall-Aktie begünstigen.

Rheinmetall AG, Tageschart, Quelle: Tradingview.com

Auch der MACD liefert weiterhin ein bärisches Signal. Die MACD-Linie verläuft unter der Signallinie und beide befinden sich deutlich unterhalb der Nulllinie. Das negative Histogramm bestätigt den intakten Abwärtstrend, wenngleich das Abwärtsmomentum zuletzt etwas nachgelassen hat. Für ein belastbares Kaufsignal müsste die MACD-Linie die Signallinie von unten kreuzen. Ein solches Crossover steht noch aus.

Am Rande erwähnt: Die globale Aufrüstung treibt die Nachfrage nach kritischen Rohstoffen – unser exklusiver Report „Rüstung – Megatrend im Rohstoffsektor“ identifiziert zwei Unternehmen, die von dieser Entwicklung maximal profitieren werden.

Elliott-Wellen

Das Elliott-Wellen-Szenario deutet darauf hin, dass die Rheinmetall-Aktie am Rekordhoch eine fünfteilige Aufwärtsbewegung, in einer größeren Welle 3 abgeschlossen hat. Der Kurs könnte sich damit inzwischen in einer A-B-C-Korrektur befinden. Die aktuelle Abwärtsbewegung wäre demnach Teil der Welle A, deren erstes wichtiges Ziel am 23,6%-Fibonacci-Retracement bei 859,70 € liegt.

Wird diese Marke nachhaltig unterschritten, könnte sich die Korrektur bis zum 38,2%-Retracement bei 517,90 € ausweiten. Darunter wartet das 50%-Retracement bei 343,80 €. Ein solcher Rückgang dürfte allerdings kaum geradlinig verlaufen. Nach Abschluss der Welle A wäre zunächst eine deutlichere Erholung im Rahmen der korrektiven Welle B möglich, bevor eine spätere Welle C erneut Abwärtsdruck erzeugt.

Rheinmetall AG, Wochenchart, Quelle: Tradingview.com

Langfristig bleibt dennoch ein bullisches Elliott-Wellen-Szenario denkbar. Die gesamte A-B-C-Bewegung könnte lediglich eine übergeordnete vierte Welle darstellen, auf die später eine neue Welle 5 mit einem Rekordhoch folgt. Für Anleger ist diese Perspektive derzeit jedoch zweitrangig. Zunächst muss die Rheinmetall-Aktie einen belastbaren Boden ausbilden und zumindest die Widerstände bei 1.112,00 und 1.335,00 € zurückerobern.

ℹ️ Rheinmetall AG in Kürze

  • Rheinmetall (WKN: 703000) ist ein deutscher Rüstungskonzern und Automobilzulieferer mit Sitz in Düsseldorf.
  • Nach Airbus ist Rheinmetall der zweitgrößte deutsche Hersteller von Rüstungsgütern.
  • Schwerpunkte der Waffenproduktion sind militärische Rad- und Kettenfahrzeuge wie Kampf- und Schützenpanzer sowie Munition.
  • Rheinmetall ist Mitglied in den Leitindizes DAX und EuroStoxx 50. Der Börsenwert liegt aktuell bei 45,10 Milliarden €.

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Fazit

Meiner Einschätzung nach bleibt die Rheinmetall-Aktie kurzfristig klar angeschlagen. Abwärtstrend, RSI und MACD sprechen gegen einen bereits bestätigten Boden. Die aktuelle Unterstützungszone bietet zwar die Chance auf eine Gegenbewegung, liefert bislang aber kein belastbares Umkehrsignal.

Unterhalb von 925,00 € rückt für mich zunächst 859,70 € in den Fokus. Erst oberhalb von 1.112,00 € würde sich das Chartbild spürbar verbessern. Das langfristig bullische Elliott-Wellen-Szenario bleibt möglich, setzt zuvor jedoch eine ausgeprägte Korrektur voraus.