Check Point Software-Aktie: 138 US$ sind nicht zu knacken, oder?
KI-Fantasie trifft auf solide Zahlen
Operativ präsentiert sich Check Point weiterhin robust. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz zwar lediglich um +1% auf 674 Millionen US$, die besonders wichtigen Security-Subscription-Erlöse legten jedoch um +12% auf 333 Millionen US$ zu. Das verbleibende Vertragsvolumen RPO erhöhte sich um +7% auf 2,6 Milliarden US$ und der bereinigte Gewinn je Aktie verbesserte sich um +8% auf 2,55 US$. Gleichzeitig bleibt Check Point mit einer Non-GAAP-Operativmarge von 39% ausgesprochen profitabel. SEC
Zusätzliche Fantasie liefert das Thema künstliche Intelligenz. Check Point integriert inzwischen OpenAIs Daybreak-Cybermodelle in seine Sicherheitsplattform, um Schwachstellen automatisiert zu erkennen, zu validieren und zu beheben. Gleichzeitig musste der Konzern in der Vorwoche auf zwei aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken in eigenen Produkten reagieren, darunter eine Zero-Day-Schwachstelle im Security Management. Patches stehen inzwischen zur Verfügung. Für einen Cybersecurity-Spezialisten ist dies zwar kein angenehmer Begleitumstand, ändert aber zunächst nichts an der strukturell steigenden Nachfrage nach IT-Sicherheit.
Aufgepasst: Gerade im SaaS-Sektor zeigt sich aktuell, wie schnell aus hochgelobten Wachstumsstories problematische Investments werden können. Welche Titel dabei besonders kritisch zu sehen sind, beleuchten wir im Report The Unlucky Seven etwas ausführlicher.
Die Signallage

Quelle Chart: stock3
Noch ist das aufsteigende Dreieck nicht vom Tisch. Entscheidend ist jetzt, dass die Käufer den Bereich um 126,75 US$ verteidigen und anschließend einen weiteren Angriff auf 138,18 US$ starten. Gelingt dort endlich der nachhaltige Ausbruch, wäre die mehrmonatige Bodenbildung bestätigt und zunächst der Widerstandscluster zwischen 142,44 und 148,71 US$ erreichbar. Oberhalb dieser Zone würde sich das Chartbild nochmals deutlich aufhellen und mit 170,86 US$ bereits das nächste größere Ziel auf die Agenda rücken.
Fällt die Aktie dagegen nachhaltig unter 126,75 US$, würde die bullische Dreiecksstruktur zunehmend an Qualität verlieren. Entscheidend wäre anschließend die Unterstützung bei 118,59 US$. Ein Bruch dieser Marke würde die Bodenbildungsambitionen vorerst deutlich relativieren und einen neuerlichen Rücklauf bis 107,59 US$ wahrscheinlich machen. Entsprechend bleibt die Ausgangslage spannend: Oberhalb von 138,18 US$ winkt der Befreiungsschlag, unter 118,59 US$ droht dagegen die Fortsetzung der übergeordneten Korrektur.
ℹ️ Check Point Software in Kürze
- Check Point Software Technologies (WKN: 901638, ISIN: IL0010824113) ist ein israelischer Cybersecurity-Konzern und entwickelt Sicherheitslösungen für Netzwerke, Cloud-Infrastrukturen, Endgeräte und Unternehmensanwendungen.
- Ein zunehmend wichtiger Schwerpunkt liegt auf KI-gestützter Cyberabwehr und automatisierter Erkennung sowie Behebung von Sicherheitsrisiken.
- Im zweiten Quartal 2026 erzielte Check Point einen Umsatz von 674 Millionen US$ und Security-Subscription-Erlöse von 333 Millionen US$.
- Bei rund 102,1 Millionen ausstehenden Aktien und einem aktuellen Kurs von 130,70 US$ liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 13,35 Milliarden US$.
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Fazit
Die Check Point Software-Aktie arbeitet seit Monaten an einer Bodenbildung, doch die Marke von 138,18 US$ erweist sich bislang als hartnäckiger Deckel. Solange 126,75 US$ hält, bleibt ein weiterer Ausbruchsversuch mein bevorzugtes Szenario. Erst über 138,18 US$ wäre der Weg über 142,44 bis 148,71 US$ frei. Fällt dagegen 118,59 US$, dürfte mit 107,59 US$ erneut die Unterseite dominieren.
Mein Tipp: Wer vermeiden will, dass KI zum Problem fürs eigene Depot wird, sollte einen genauen Blick auf diese 7 Aktien werfen.