Quelle: ChatGPT

DroneShield-Aktie: Jetzt kommt der Laser – ist das der fehlende Baustein?

Neue Technologie, neue Chance?
Vincent Uhr
Die DroneShield-Aktie notiert bei 1,61 AU$ und damit rund -76% unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Operativ entwickelt sich das Unternehmen jedoch weiter: Gemeinsam mit AIM Defence integriert DroneShield nun ein Hochenergielasersystem in seine Plattform. Fast zeitgleich wurden eigene Systeme auf Fahrzeugen des US-Militärs einsatzbereit gemacht. Damit könnte aus dem Anbieter von Störsendern zunehmend ein umfassender Systemintegrator für die Drohnenabwehr werden.

Der Laser erweitert die Abwehrmöglichkeiten

DroneShields bisherige Stärke liegt vor allem in der Erkennung von Funksignalen und in elektronischen Gegenmaßnahmen. Diese Systeme können beispielsweise die Kommunikation zwischen einer Drohne und ihrem Piloten stören. Gegen autonom fliegende Drohnen oder Systeme, bei denen elektronische Maßnahmen nicht ausreichen, werden jedoch weitere Abwehrmöglichkeiten benötigt.

Hier setzt die Zusammenarbeit mit AIM Defence an. Dessen Hochenergielaser Fractl soll über die DroneSentry-Plattform mit DroneShields Sensoren, künstlicher Intelligenz und Steuerungssoftware verbunden werden. Der Bediener könnte damit aus einer gemeinsamen Oberfläche heraus Drohnen erkennen, einordnen und physisch bekämpfen.

Fractl gehört nach Angaben der Unternehmen zu den wenigen Drohnenabwehrlasern, die bereits operativ eingesetzt wurden. Das System wird zudem in mehrere Länder exportiert. Zunächst wollen die Partner ausgewählten Militär- und Regierungskunden gemeinsame Vorführungen anbieten und die technische Zusammenarbeit erproben. Ein Umsatz oder fester Auftrag ist mit der Vereinbarung bislang nicht verbunden.

Die US-Armee liefert den wichtigeren Beleg

Kommerziell bedeutsamer ist deshalb der jüngste Fortschritt in den USA. DroneShield hat seine DroneSentry-X-Mk2-Systeme auf Infantry Squad Vehicles des US-Militärs installiert. Vom Auftrag bis zur Auslieferung, Integration, Abnahmeprüfung und Schulung der Soldaten vergingen lediglich rund 80 Tage.

Die Systeme können Drohnen sowohl während der Fahrt als auch im Stand erkennen und elektronisch bekämpfen. Nach erfolgreichen Tests mit echten Drohnen wurde die anfängliche Einsatzbereitschaft festgestellt. Drei weitere Einheiten sollen im Rahmen einer Vertragserweiterung installiert werden.

Das ist noch keine Großserienbestellung. DroneShield beweist damit aber, dass seine Systeme nicht nur getestet, sondern in bestehende Militärfahrzeuge integriert und operativ genutzt werden können. Genau diese Referenz könnte weitere Bestellungen aus den USA oder von verbündeten Streitkräften erleichtern.

Zusätzlich hat DroneShield in Adelaide ein neues Entwicklungszentrum eröffnet. Dort arbeiten Ingenieure an Software, eingebetteten Systemen, Sensorik, Kommunikation und elektronischer Kampfführung. Der Konzern investiert somit weiter in seine Technologieplattform, obwohl der starke Personal- und Kapazitätsausbau zuletzt noch hohe Verluste verursachte.

Die Bewertung bleibt anspruchsvoll

Für 2026 hat DroneShield inzwischen Umsätze von 251 Millionen AU$ vertraglich gesichert. Damit ist das untere Ende der Jahresprognose von 250 bis 270 Millionen AU$ bereits abgedeckt. Für 2027 und spätere Jahre stehen weitere 46 Millionen AU$ in den Büchern.

Bei einer Marktkapitalisierung von rund 1,49 Milliarden AU$ wird DroneShield trotzdem noch mit dem 5,5- bis 6-Fachen des erwarteten Jahresumsatzes bewertet. Das ist für ein derzeit verlustreiches Unternehmen kein Schnäppchen. Die Analysten sind ebenfalls gespalten: Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1,99 AU$, die Spanne reicht von 1,45 bis 2,60 AU$.

ℹ️ DroneShield in Kürze

  • DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
  • Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 1,46 Milliarden AU$.

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Vincent Uhr

Fazit

Die Laserkooperation und der erfolgreiche Einsatz auf US-Militärfahrzeugen stärken DroneShields technologische Position. Beide Meldungen liefern jedoch noch keinen großen zusätzlichen Umsatz. Wegen der weiterhin anspruchsvollen Bewertung, der fehlenden Profitabilität und der laufenden ASIC-Prüfung würde ich die Aktie trotz des starken Auftragsbestands vorerst nur beobachten.