Nike-Aktie: Nach jahrelangem Kurssturz jetzt ein Kauf
Nike kämpft mit mehreren Baustellen
Nike gehört weiterhin zu den weltweit führenden Sportartikelherstellern und verfügt mit Nike, Jordan und Converse über starke Marken. Dennoch haben eine schwache Entwicklung des Direktgeschäfts, hohe Lagerbestände sowie Probleme in China und bei Converse das Vertrauen der Anleger belastet.
Elliott Hill, der seit 2024 an der Unternehmensspitze steht, spricht offen über die bestehenden Schwierigkeiten. Sportswear und Jordan Streetwear seien weiterhin herausfordernd, während das Geschäft in China und bei Converse neu ausgerichtet werde. Gleichzeitig sieht das Management einen klaren Weg, um die Entwicklung wieder zu verbessern.
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Anleger müssen mit weiterem Gegenwind rechnen
Zusätzlichen Druck erzeugte der Ausschluss von Nike aus dem S&P 100 nach 18 Jahren Zugehörigkeit. Grund dafür ist die gesunkene Marktkapitalisierung. Nike bleibt allerdings Bestandteil des S&P 500 und damit weiterhin in zahlreichen institutionellen Anlageprodukten vertreten.
Interessant ist zudem die Entwicklung einzelner Großinvestoren. Capital World Investors erhöhte seine Position im August deutlich und kaufte rund 52 Millionen Aktien zu einem Preis von etwa 41,10 Dollar.
Investor Day könnte wichtige Signale liefern
Am 16. und 17. November 2026 veranstaltet Nike erstmals seit 2017 wieder einen Investor Day. Die Veranstaltung war ursprünglich für 2024 geplant, wurde nach dem CEO-Wechsel jedoch verschoben.
Für Anleger dürfte insbesondere interessant sein, welche Wachstumsziele und Margenperspektiven Elliott Hill für die kommenden Jahre vorgibt. Der letzte Investor Day 2017 ging einer umfassenden strategischen Neuausrichtung voraus. Damals setzte Nike verstärkt auf Innovation, Digitalisierung und das Direktgeschäft.
Die anschließende Entwicklung war bemerkenswert: Die Aktie stieg von rund 55 Dollar Ende 2017 auf etwa 128 Dollar Ende 2020 und erreichte 2021 zeitweise rund 152 Dollar. Eine Wiederholung dieser Entwicklung ist keineswegs garantiert, der historische Vergleich zeigt jedoch das mögliche Potenzial einer erfolgreichen strategischen Neuausrichtung.
Bewertung bietet Comeback-Potenzial
Bei einem Aktienkurs von 35,75 US-Dollar liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 53 Milliarden Dollar. Ein Discounted-Cashflow-Modell ergibt im optimistischen Szenario einen Mittelwert von rund 59,50 Dollar je Aktie. Selbst unter deutlich vorsichtigeren Annahmen liegt der errechnete Mittelwert bei etwa 43,70 Dollar.
Auch die historische Bewertung spricht für einen deutlichen Abschlag. Das KGV liegt 2026 bei rund 17,7 und damit erheblich unter den etwa 27,2 aus dem Jahr 2017. Gleichzeitig stieg der Umsatz von rund 34,4 Milliarden Dollar im Jahr 2017 auf etwa 46,4 Milliarden Dollar im Jahr 2026.
Die niedrigere Bewertung spiegelt allerdings die schwächere Profitabilität wider. Höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten, Restrukturierungsaufwendungen und gestiegene Zinskosten haben die Margen belastet.
Insider setzen ebenfalls auf die Erholung
Auch die Insideraktivitäten liefern ein interessantes Signal. In den vergangenen sechs Monaten standen Käufe von rund 3,73 Millionen Dollar Verkäufen von etwa 1,57 Millionen Dollar gegenüber.
Zu den Käufern gehörten unter anderem Elliott Hill und Tim Cook. Die Beträge sind im Verhältnis zur Unternehmensgröße zwar gering, dennoch zeigen die Transaktionen, dass Führungskräfte zuletzt eigenes Kapital in die Aktie investierten.
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Die nächsten Monate werden entscheidend
Der Quartalsbericht zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 im Oktober dürfte erste Hinweise darauf geben, ob die operative Stabilisierung vorankommt. Noch wichtiger könnte anschließend der Investor Day im November werden.
Dort muss Nike zeigen, wie der Konzern wieder zu nachhaltigem Wachstum zurückkehren, die Margen verbessern und die Probleme in China, bei Converse und im Sportswear-Geschäft lösen will.
ℹ️ Nike in Kürze
- Nike (WKN: 866993) mit Sitz in Beaverton im US-Bundesstaat Oregon ist der weltweit führende Hersteller von Sportartikeln.
- Der Erfolg des 1964 gegründeten Unternehmens basiert auf seinen Sportschuhen. Heutzutage vermarktet Nike darüber hinaus ein sehr breites Sortiment an Sport- und Freizeitbekleidung, Sport-Accessoires sowie Uhren und Fitness-Trackern.
- Der Sportartikelkonzern verkauft seine Ware sowohl über den Groß- und Einzelhandel als auch über eigene Brand-Stores und einen Online-Shop.
- Nike ist Mitglied in den US-Leitindizes Dow Jones Industrial und S&P 500. In Deutschland ist sie über Tradegate handelbar. Der Marktwert liegt aktuell bei etwa 53 Milliarden US-Dollar.
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Fazit
Die Nike-Aktie preist die angeschlagene operative Entwicklung derzeit mehr als deutlich ein. Gleichzeitig könnte der Markt das Comeback-Potenzial übersehen. Die kommenden Quartalsergebnissen und strategische Signale rund um den Investor Day dürften neue Impulse liefern. Wir halten das Papier des Sportartikelherstellers zu Kursen rund 35 US-Dollar mittlerweile für kaufenswert, zumal sich Anleger immer noch über eine recht üppige Dividende in Höhe von 4,6 Prozent freuen können.
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