Quelle: ChatGPT

Micron-Aktie vor Zahlen: Was passiert am 30. September?

Bullen setzen auf Ausbruch
Redaktion
Die Micron-Aktie steht unmittelbar vor der Veröffentlichung der Zahlen zum vierten Geschäftsquartal am 30. September. Die Aufmerksamkeit richtet sich vor allem auf Umsatz, Margen und den Ausblick für das Geschäftsjahr 2027.

Quartalszahlen müssen hohe Erwartungen erfüllen

Für das Abschlussquartal des Geschäftsjahres 2026 stellt das Management einen Umsatz von rund 50 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Bruttomarge soll bei rund 86 Prozent liegen, der bereinigte Gewinn je Aktie bei etwa 31 Dollar.

Gegenüber dem Vorquartal würde dies einem Umsatzplus von rund 20 Prozent und einer Margenverbesserung von 1,1 Prozentpunkten entsprechen. Gleichzeitig sollen die operativen Kosten um etwa 140 Millionen Dollar steigen, während der Gewinn je Aktie um rund 23 Prozent zulegen soll.

Die Analystenschätzungen liegen allerdings bereits leicht über der Unternehmensprognose. Erwartet werden im Durchschnitt 51,24 Milliarden Dollar Umsatz und 31,59 Dollar Gewinn je Aktie. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung der Gewinnschätzungen: Sie sind innerhalb von sechs Monaten um 43 Prozent gestiegen. Damit liegt die Messlatte für die Zahlen am 30. September höher als die reine Unternehmensprognose vermuten lässt.

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Der Ausblick dürfte wichtiger werden

Entscheidend dürfte daher nicht allein sein, ob Micron die Prognose für das vierte Quartal erfüllt oder übertrifft. Größere Bedeutung kommt dem Ausblick auf das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 und den Aussagen zur weiteren Entwicklung von Umsatz und Margen zu.

Besonders relevant sind die Preisentwicklung bei DRAM und NAND sowie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Die Kapazitäten bleiben angesichts der starken Nachfrage nach Speicher für KI-Rechenzentren angespannt. Gleichzeitig müssen Anleger darauf achten, ob Kunden die deutlich gestiegenen Preise weiterhin akzeptieren.

Auch die Investitionspläne von Micron sind von Bedeutung. Steigende Preise könnten zwar höhere Margen ermöglichen, zugleich könnten sehr hohe Speicherpreise die Nachfrage in einzelnen Endmärkten bremsen.

HBM4 bleibt ein zentraler Wachstumstreiber

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entwicklung bei HBM4 und HBM4E. Micron hatte zuletzt mitgeteilt, dass HBM4 bereits für einen Kunden in die Großserienproduktion gegangen sei und Qualifikationsmuster an weitere Kunden ausgeliefert wurden.

Die Aussagen zum weiteren Hochlauf können Aufschluss über Kundenqualifizierungen, Produktionsausbeuten und verfügbare Packaging-Kapazitäten geben. Für HBM4E, dessen Volumenproduktion für 2027 erwartet wird, sind entsprechende Fortschritte ebenfalls relevant.

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Langfristige Verträge schaffen mehr Planungssicherheit

Micron setzt zunehmend auf mehrjährige strategische Kundenvereinbarungen auf Take-or-Pay-Basis. Solche Verträge können dem Unternehmen bereits vor der Auslieferung Anzahlungen verschaffen und gleichzeitig mehr Sicherheit bei Umsatz und Kapazitätsplanung schaffen.

Im vergangenen Quartal hatte Micron 16 entsprechende Vereinbarungen genannt. Sie deckten rund 20 Prozent des DRAM-Volumens und etwa ein Drittel des NAND-Volumens ab. Für die neuen Quartalszahlen dürfte daher interessant sein, ob weitere Verträge hinzugekommen sind und welchen Anteil der gesamten Kapazität solche Vereinbarungen künftig abdecken könnten.

KI-Nachfrage trifft auf breitere Endmärkte

Die wichtigste Nachfragequelle bleibt der Ausbau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz. Gleichzeitig sollte die Entwicklung in Cloud, klassischen Rechenzentren, Smartphones, PCs und dem Automobilsektor nicht aus dem Blick geraten.

Die steigenden Speicherpreise wirken sich bereits auf verschiedene Elektronikmärkte aus. Zudem reicht die Nachfrage aus der KI-Infrastruktur über HBM hinaus und umfasst auch konventionellen DDR-Speicher, DIMMs und SSDs. Eine Abschwächung in einzelnen Bereichen könnte deshalb für die Einschätzung der gesamten Nachfrageentwicklung relevant werden.

Gewinn- und Cashflow-Schätzungen steigen weiter

Auch die längerfristigen Erwartungen an Micron haben sich erhöht. Die EBITDA-Schätzungen bis 2028 stiegen insgesamt um 8,8 Prozent, wobei die Prognosen für 2027 und 2028 um 8,6 beziehungsweise 12,6 Prozent angehoben wurden.

Noch stärker entwickelten sich die Erwartungen für den freien Cashflow. Die Schätzungen stiegen insgesamt um 11,9 Prozent, für 2027 um 12,7 Prozent und für 2028 um 14,5 Prozent. Gleichzeitig wurden die erwarteten Investitionsausgaben um insgesamt 7,9 Milliarden Dollar nach oben angepasst.

Damit bleibt die langfristige Wachstumsstory eng mit der Entwicklung von Speicherpreisen, KI-Nachfrage und neuen Produktionskapazitäten verbunden.

ℹ️ Micron in Kürze

  • Micron Technology (WKN: 869020) ist ein US-amerikanischer Halbleiterkonzern mit Sitz in Boise (Idaho), der sich auf Speicherchips und Datenspeicherlösungen spezialisiert hat.

  • Das Unternehmen produziert vor allem DRAM- und NAND-Speicherchips, die in Rechenzentren, KI-Systemen, Smartphones und Computern eingesetzt werden.

  • Die Micron-Aktie ist an der NASDAQ gelistet und Bestandteil wichtiger US-Indizes wie NASDAQ-100 und S&P 500.

  • Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei 1,22 Billionen US$, womit Micron zu den größten Halbleiterunternehmen weltweit zählt.

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Redaktion

Fazit

Für die Micron-Aktie werden am 30. September vor allem die Ergebnisse des vierten Quartals und der Ausblick auf 2027 entscheidend sein. Neben Umsatz und Gewinn dürften insbesondere Speicherpreise, HBM4, Investitionen und die Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage die Reaktion des Marktes bestimmen.

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