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ARM-Aktie +17%: Der CEO entfacht die nächste KI-Rallye

Über +30% in drei Tagen
Lange war es ruhig geworden um die Aktie von ARM Holdings, doch in den letzten drei Tagen geht es für den britischen Chipdesigner wieder sehr dynamisch nach oben. Allein am Montag legte der Anteilsschein mehr als +17% zu und war damit bester Wert im Nasdaq 100. Was steckt hinter dem Kursfeuerwerk und sind jetzt sogar neue Rekorde möglich?

Haas macht Anlegern Mut

Den entscheidenden Impuls lieferte CEO Rene Haas. Er zeigte sich zuletzt deutlich zuversichtlicher, die Nachfrage nach der neuen AGI-CPU tatsächlich in Umsatz verwandeln zu können. Für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 steht dabei ein Umsatzpotenzial von rund zwei Milliarden US$ im Raum. Noch im Frühjahr hatte ARM zunächst lediglich eine Umsatzsichtbarkeit von einer Milliarde US$ genannt.

Der entscheidende Punkt: Die Nachfrage scheint nicht das Problem zu sein. Vielmehr geht es darum, ausreichende Fertigungskapazitäten zu sichern. Mit der AGI-CPU wagt Arm zudem einen strategisch wichtigen Schritt vom klassischen Lizenzmodell hin zum Verkauf eigener Rechenzentrums-Chips. Damit steigt das Umsatzpotenzial pro Kunde – gleichzeitig aber auch die Verantwortung für Fertigung, Lieferketten und Margen.

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SoftBank gibt zusätzlichen Rückenwind

Für zusätzlichen Rückenwind sorgt Großaktionär SoftBank. Der japanische Konzern hat eine mit ARM-Aktien besicherte Kreditlinie um fünf Milliarden auf insgesamt 25 Milliarden US$ ausgeweitet. Zudem sollen über Anleiheemissionen weitere Mittel für KI-Investitionen mobilisiert werden.

Das sendet ein klares Signal: ARM bleibt ein strategischer Kernbaustein der KI-Offensive von SoftBank. Für den Aktienkurs ist dies grundsätzlich positiv, zugleich erhöht die starke finanzielle Verflechtung die Sensibilität für größere Kursbewegungen.

Analysten bleiben überwiegend optimistisch

Auch die Analysten sehen weiteres Potenzial. Jefferies und Susquehanna haben ihre Kursziele zuletzt auf 320 US$ angehoben, während Wells Fargo 350 US$ als Ziel ausgibt. Am positivsten gestimmt bleibt Rosenblatt Securities, die den fairen Wert bei 641 US$ verorten. Morgan Stanley agiert mit „Hold“ und einem Kursziel von 212 US$ deutlich zurückhaltender. Auffällig ist jedoch, dass die Aktie nach dem jüngsten Sprung bereits nahe oder über einigen Kurszielen notiert.

Damit rückt die Bewertung in den Mittelpunkt. Mit einem dreistelligen Forward-KGV ist ARM bereits sehr ambitioniert bewertet. Der Markt preist also erhebliches zukünftiges Wachstum ein. Entsprechend groß ist das Rückschlagpotenzial, sollte die Monetarisierung der AGI-CPU hinter den Erwartungen zurückbleiben.

Chart sendet starkes Signal

Charttechnisch hat sich das Bild zuletzt deutlich aufgehellt. Nach dem Absturz von über 400 US$ bis auf 219,39 US$ Anfang August bildete die Aktie im Bereich um 225 US$ einen Boden aus. Dieser Boden war der Ausgangspunkt der jüngsten Kursrallye. Allein in den vergangenen drei Handelstagen ging es um mehr als +30% nach oben.

Damit wurde zunächst die 50-Tage-Linie zurückerobert und anschließend auch die psychologisch und charttechnisch bedeutende Marke von 300 US$ überwunden. Die nächsten Hürden liegen bei 336 und 363 US$ – dort verlaufen das 50- beziehungsweise 61,8%-Fibonacci-Retracement der vorherigen Abwärtsbewegung. Darüber würden 400 US$ und schließlich das Rekordhoch bei 452,70 US$ in den Fokus rücken.

ℹ️ ARM vorgestellt

  • ARM (WKN: A3EUCD) ist ein britisches Unternehmen mit Sitz in Cambridge, welches das Design von RISC-Prozessoren entwickelt.
  • Die ARM-Chiparchitektur wird von fast allen Chipherstellern weltweit übernommen.
  • Während einige Unternehmen die Chipdesigns von ARM lizenzieren, entwickeln andere auf Basis der ARM-Architekturlizenz eigene Prozessordesigns (darunter Apple, Qualcomm und Samsung).
  • ARM ging im September 2023 an die Börse, ist jedoch mehrheitlich im Besitz der japanischen Softbank.
  • ARM ist Mitglied des Nasdaq 100-Index und aktuell mit rund 345 Milliarden US$ bewertet.

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Fazit

Die jüngsten Aussagen von CEO Haas, die SoftBank-Rückendeckung und der charttechnische Befreiungsschlag liefern zusammengenommen starke Signale. Gelingt es Arm, die enorme Nachfrage in konkrete Umsätze zu verwandeln, besitzt die Aktie weiteres erhebliches Wachstumspotenzial.

Allerdings ist viel Zukunft bereits eingepreist. Die hohe Bewertung und die extreme Volatilität machen ARM deshalb zu einem anspruchsvollen Investment. Für risikobereite Anleger bleibt die Aktie meiner Meinung nach aber trotzdem interessant – insbesondere, wenn die nächsten Quartale bestätigen, dass aus der KI-Fantasie tatsächlich ein milliardenschweres Geschäft wird.

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