JPMorgan bleibt bei Apple optimistisch. Die US-Großbank lässt ihre Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 340 US$ unverändert, und die Begründung ist eigentlich bestechend einfach: Wer auf ein neues iPhone wartet, wartet heute länger als noch vor einem Jahr.
Lieferzeiten als Nachfragesignal
Analyst Samik Chatterjee hat am 17.09.2026 aktuelle Lieferzeitdaten ausgewertet und daraus eine klare Schlussfolgerung gezogen. Die Vorlaufzeiten für bereits verfügbare neue iPhone-Modelle sind spürbar gestiegen. Besonders beim aktuellen iPhone Pro müssen Käufer deutlich länger auf ihre Bestellung warten als im Vorjahreszeitraum. Für Chatterjee ist das kein Alarmsignal, sondern das Gegenteil: starke Nachfrage in Echtzeit, die sich in den Lieferketten widerspiegelt.
Das ist ein klassisches Indiz. Lange Lieferzeiten bedeuten, dass mehr Menschen das Gerät wollen, als Apple kurzfristig ausliefern kann. Sorgen über eine schwächelnde Nachfrage nach dem iPhone-Launch sieht JPMorgan durch diese Daten weitgehend entkräftet.
Was das für die Apple-Aktie bedeutet
Ein Kursziel von 340 US$ signalisiert, dass die Bank noch deutliches Aufwärtspotenzial sieht. Die Lieferzeitdaten wirken dabei wie ein frühes, marktnahes Stimmungsbarometer, das fundamentale Stärke im laufenden iPhone-Zyklus anzeigt. Ob das Kursziel tatsächlich erreicht wird, hängt natürlich auch davon ab, wie sich die Nachfrage in den kommenden Monaten entwickelt und ob Apple die Produktion schnell genug hochfahren kann, um den Rückstand aufzuholen.
Quelle: dpa-AFX
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