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Quelle: ChatGPT

DroneShield-Aktie bei 1,04 €: Ist die 1-€-Marke wirklich günstig?

Die runde Marke im Blick
Vincent Uhr
Die DroneShield-Aktie notiert nur noch knapp über der psychologisch wichtigen 1-€-Marke. An der Heimatbörse kostet das Papier 1,685 AU$ und damit rund 75% weniger als am 52-Wochen-Hoch. Optisch erscheint die Aktie nach diesem Absturz günstig. Ein Blick auf Börsenwert, Profitabilität und Kursziele zeigt jedoch, dass DroneShield noch immer erhebliche Erwartungen erfüllen muss.

Die Jahresprognose ist inzwischen abgesichert

Der aktuelle Newsflow fällt operativ zunächst positiv aus. DroneShield hat den für 2026 vertraglich gesicherten Umsatz von zuletzt 240 auf 251 Millionen AU$ erhöht. Damit ist das untere Ende der Jahresprognose von 250 bis 270 Millionen AU$ vollständig abgedeckt. Weitere 46 Millionen AU$ sind bereits für 2027 und die Folgejahre vereinbart.

Hinzu kommt der erste militärische Auftrag für das neue RfRecon-System. Das KI-gestützte Gerät soll Funkfrequenzen besonders breit erfassen und dadurch auch bislang unbekannte oder häufig wechselnde Drohnensignale erkennen. Der Auftrag eines bestehenden westeuropäischen Militärkunden ist finanziell noch nicht wesentlich, besitzt aber strategische Bedeutung: Ein erfolgreicher erster Einsatz könnte weitere Bestellungen nach sich ziehen.

Auch personell bessert DroneShield nach. Rebecca Lowde übernimmt Anfang November den Finanzvorstand. Sie bringt Erfahrungen von Technologieunternehmen wie MYOB und Afterpay mit. Nach den umstrittenen Aktienverkäufen des früheren Managements und den Problemen bei Unternehmensmeldungen dürfte die Stärkung der Finanz- und Kontrollfunktionen ausdrücklich gewollt sein.

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Ein Euro bedeutet noch keine niedrige Bewertung

Trotz des Kurssturzes bringt DroneShield an der Börse weiterhin rund 1,57 Milliarden AU$ auf die Waage. Nach Abzug der Nettoliquidität liegt der Unternehmenswert bei ungefähr 1,41 Milliarden AU$. Gemessen an der Umsatzprognose wird das operative Geschäft somit noch immer mit mehr als dem Fünffachen des erwarteten Jahresumsatzes bewertet.

Das wäre bei stark steigenden Margen vertretbar. Bislang bewegt sich die Profitabilität jedoch in die entgegengesetzte Richtung. Im ersten Halbjahr wuchs der Umsatz um +74% auf 125,8 Millionen AU$, während aus einem bereinigten EBITDA-Gewinn von 8 Millionen AU$ ein Verlust von 12,4 Millionen AU$ wurde. Unter dem Strich stand sogar ein Fehlbetrag von 32,2 Millionen AU$.

Zudem sank die Bruttomarge von 65,3 auf 60%. Die wiederkehrenden Erlöse wuchsen zwar um +229% auf 11,5 Millionen AU$, machten aber erst 9,2% des Umsatzes aus. DroneShield bleibt somit stark von einzelnen Hardwarebestellungen und deren zeitlicher Auslieferung abhängig.

Auch die Verwässerung sollten Anleger nicht unterschätzen. Die Zahl der ausstehenden Aktien ist innerhalb eines Jahres um mehr als 20% auf rund 924 Millionen gestiegen. Dadurch verteilt sich ein späterer Unternehmensgewinn auf deutlich mehr Anteilsscheine.

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Kursziele versprechen bis zu 66% Potenzial

Die Analysten bewerten die Situation ausgesprochen unterschiedlich. Ord Minnett sieht den fairen Wert lediglich bei 1,50 AU$ und rät zum Verkauf. Dieses Ziel liegt rund 11% unter dem aktuellen Kurs.

Bell Potter bleibt optimistischer und nennt 2,40 AU$, während Canaccord Genuity 2,80 AU$ für erreichbar hält. Daraus ergeben sich rechnerische Chancen von rund 42 beziehungsweise 66%. Der Konsens von vier Analysten liegt allerdings nur bei knapp 1,99 AU$ und damit etwa 18% über dem Börsenkurs.

Angesichts der schwachen Profitabilität, der noch laufenden ASIC-Untersuchung und der hohen Schwankungen bietet dieser Durchschnittswert keine besonders komfortable Sicherheitsmarge.

ℹ️ DroneShield in Kürze

  • DroneShield (WKN: A2DMAA) ist ein Rüstungsunternehmen, das sich auf RF-Sensorik, künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, Sensorfusion, elektronische Kriegsführung, Rapid Prototyping und MIL-SPEC-Herstellung konzentriert. Die Systeme DroneShield werden vor allem zum Schutz vor feindlichen Drohnen eingesetzt.
  • Das Unternehmen hat seinen Sitz in Sydney in Australien und in Warrenton im US-Bundesstaat Virginia.
  • Die Hauptbörse ist die australische ASX-Börse, in Deutschland ist sie über TRADEGATE handelbar. Der Unternehmenswert beträgt rund 1,60 Milliarden AU$.

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Vincent Uhr

Fazit

Die gesicherte Jahresprognose und der erste RfRecon-Auftrag sind gute Nachrichten. Trotzdem macht die Nähe zur 1-€-Marke die DroneShield-Aktie nicht automatisch günstig. Die Bewertung setzt weiterhin starkes Wachstum und eine schnelle Rückkehr in die Gewinnzone voraus. Solange die ASIC-Prüfung nicht beendet und die Margenwende nicht sichtbar ist, würde ich weiterhin Vorsicht walten lassen.