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Alphabet-Aktie: Diese Kennzahl lässt aufhorchen!

Das erste Mal in 20 Jahren ...
Vincent Uhr
Die Alphabet-Aktie verlor nach Vorlage der Quartalszahlen -7,1% auf 317,69 US$. Dabei überzeugte der Google-Mutterkonzern operativ mit kräftigem Wachstum. Für Unruhe sorgte vielmehr eine Kennzahl, die Anleger bei Alphabet bisher kaum beachten mussten. Verändert das jetzt etwa die Investitionsthese?

Freier Cashflow rutscht ins Minus

Im zweiten Quartal des Jahres 2026 erzielte Alphabet einen operativen Cashflow von 39,069 Milliarden US$. Dem standen Investitionen von 44,924 Milliarden US$ gegenüber. Unter dem Strich ergibt sich damit ein freier Cashflow von exakt -5,855 Milliarden US$.

Ein Jahr zuvor hatte der Konzern noch +5,301 Milliarden US$ erwirtschaftet. Der operative Cashflow legte seither zwar um +41% zu, die Investitionen verdoppelten sich jedoch annähernd.

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Die Einordnung ist wichtig: Negativ war ausschließlich der Quartalswert. Im gesamten ersten Halbjahr verblieb ein positiver freier Cashflow von +4,261 Milliarden US$. Für die vergangenen zwölf Monate stehen weiterhin stattliche +53,273 Milliarden US$ zu Buche. Von einem Liquiditätsproblem kann daher keine Rede sein.

Tatsächlich erstmals seit 2004

Die historische Aussage hält einer Überprüfung stand: Es handelt sich um den ersten negativen freien Cashflow seit dem Börsengang von Google im Jahr 2004 – laut Reuters sogar um den ersten in der Unternehmensgeschichte.

Der Blick in die damaligen SEC-Unterlagen bestätigt die Größenordnung. In den ersten neun Monaten 2004 erwirtschaftete Google bereits +349 Millionen US$ freien Cashflow, im Gesamtjahr waren es +658 Millionen US$.

Der jetzige Fehlbetrag markiert damit einen echten Wendepunkt: Aus der ausgesprochen kapitalarmen Werbemaschine wird zunehmend ein investitionsintensiver KI- und Infrastrukturkonzern.

Übrigens: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.

KI-Ausgaben explodieren

Alphabet erhöhte die Investitionsprognose für 2026 erneut von 180 bis 190 Milliarden US$ auf nunmehr 195 bis 205 Milliarden US$. Auch 2027 sollen die Ausgaben nochmals deutlich steigen. Benötigt werden vor allem Server, Rechenzentren und Netzwerktechnik für KI-Anwendungen.

Die Investitionen zeigen allerdings bereits Wirkung. Der Konzernumsatz wuchs im zweiten Quartal um +24% auf 119,796 Milliarden US$. Google Cloud steigerte seine Erlöse sogar um +82% auf 24,768 Milliarden US$. Das operative Cloud-Ergebnis sprang von 2,826 auf 8,814 Milliarden US$.

ℹ️ Alphabet in Kürze

  • Alphabet Inc. (WKN: A14Y6H) ist eine im kalifornischen Mountain View ansässige Holding und Muttergesellschaft der weltgrößten Suchmaschine Google.
  • Neben Google betreibt Alphabet auch die Videoplattform YouTube und ein Cloud-Business. Zudem gehören zahlreiche Venture-Unternehmen, wie beispielsweise DeepMind und Waymo, zur Holding.
  • Alphabet ist Mitglied in den US-Leitindizes Nasdaq 100 und S&P 500. Der Konzern wird zu den sogenannten „Big Five“ der Technologieindustrie gezählt und ist aktuell rund 4 Billionen US$ wert.

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Vincent Uhr

Fazit

Der negative freie Cashflow lässt zu Recht aufhorchen. Er ist jedoch nicht das Ergebnis eines schwächelnden Geschäfts, sondern explodierender Investitionen bei gleichzeitig stark wachsendem operativen Cashflow. Alphabet rüstet sich für das KI-Zeitalter und das sorgt nun für Mittelabflüsse. Aber Alphabet hat dadurch die Chance, einer der prägenden Akteure dieser Technologie zu werden. Mit seinem führenden Ökosystem aus der Google-Suchmaschine, dem Android-Betriebssystem und selbst YouTube als Videoplattform bin ich der Überzeugung: Alphabet wird ein Gewinner im Zeitalter Künstlicher Intelligenz sein. Die Investitionen sind daher aus einer langfristig-orientierten Perspektive heraus gut investiertes Geld.