Meta-Aktie: Der hartnäckige Deckel ist endlich gefallen
Muse bringt plötzlich eine neue Wachstumsstory
Muse wurde erst Anfang September gestartet und hat sich innerhalb kürzester Zeit an die Spitze der US-App-Charts geschoben. Reuters berichtet von 2,8 Millionen Downloads in nur zwölf Tagen. Meta bietet den Assistenten kostenlos an, zusätzlich gibt es Bezahlstufen für 20 und 100 US$ im Monat. Über Muse sollen Nutzer unter anderem Reisen buchen, E-Mails verschicken, Einkäufe erledigen oder andere Aufgaben direkt ausführen lassen.
Der Markt reagiert vor allem deshalb so stark, weil Muse für Meta mehr sein könnte als nur ein weiterer KI-Chatbot. JPMorgan sieht die Chance, dass daraus eine der größten Consumer-KI-Anwendungen seit ChatGPT entsteht. Jefferies geht sogar noch weiter und spricht von den Anzeichen einer möglichen „Killer-App“. Das Haus hob sein Kursziel von 710 auf 875 US$ an. JPMorgan liegt inzwischen bei 820 US$, Evercore bei 860 US$, Citi bei 800 US$ und Rosenblatt sogar bei 886 US$.
Interessant ist auch, wie Meta Muse monetarisieren will. Neben den Abo-Modellen baut der Konzern Verbindungen zu anderen Plattformen auf. Shopify und Stripe arbeiten bereits an Integrationen, damit Muse Einkäufe und Zahlungen direkt abwickeln kann. Amazon hat den Zugriff auf die eigene Plattform dagegen blockiert. Daran sieht man ziemlich gut, worum es hier langfristig geht: Wer kontrolliert die Schnittstelle zum Nutzer, wenn immer mehr Aufgaben von KI-Agenten übernommen werden?
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Der Ausbruch im Chart ist deutlich
Die Zone um 685 US$ hatte Meta über längere Zeit immer wieder ausgebremst. Mehrere Anläufe scheiterten dort, inzwischen ist der Widerstand aber sauber gefallen und die Aktie hat sich deutlich darüber festgesetzt. Damit ist auch das bisherige Allzeithoch bei knapp 797 US$ wieder in Reichweite. Vom aktuellen Kurs fehlen nur noch rund +7%. Nach dem Ausbruch über 685 US$ ist der Weg nach oben damit deutlich freier geworden als noch in den Monaten zuvor.
Sollte Meta vorher noch einmal zurückkommen, könnte der frühere Widerstandsbereich um 685 US$ von oben getestet werden. Hält die Zone und kommt dort wieder Kaufinteresse rein, würde das gut zum jüngsten Ausbruch passen. Auf der Oberseite bleibt das Allzeithoch bei knapp 797 US$ die nächste große Hürde. Fällt auch diese Marke, wäre der Weg in neues Terrain frei.

Meta-Kurs
ℹ️ Meta Platforms in Kürze
- Meta Platforms (ehemals Facebook) (WKN: A1JWVX) ist ein US-Technologieunternehmen und Mutterkonzern der weltweit größten sozialen Netzwerke Facebook und Instagram.
- Darüber hinaus gehören auch die Instant-Messaging-Apps WhatsApp und Messenger sowie der Virtual-Reality-Gerätehersteller Meta Quest zu Meta Platforms.
- Der Konzern hat seinen Sitz im kalifornischen Menlo Park und ist sowohl Mitglied des Nasdaq 100 auch als des S&P 500 Index.
- Mit einer Marktkapitalisierung von ca. 1,88 Billionen US$ liegt Meta Platforms gegenwärtig auf Platz 10 der wertvollsten Unternehmen der Welt.
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Fazit
Der langjährige Widerstand um 685 US$ ist gefallen und mit Muse hat der Konzern gleichzeitig ein neues Produkt am Start, das am Markt deutlich besser aufgenommen wird als viele erwartet hatten. Die Analysten haben darauf schnell reagiert. Jefferies sieht 875 US$, JPMorgan 820 US$ und Evercore 860 US$. Damit liegen mehrere Kursziele trotz des starken Anstiegs noch über dem aktuellen Kurs. Nach dem Sprung bis knapp 797 US$ wäre eine Pause oder ein Rücksetzer trotzdem nicht ungewöhnlich. Solange der Bereich um 685 US$ deutlich darunter hält, bleibt der Ausbruch aber intakt.