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Lumentum-Aktie: KI-Profiteur vor neuen Höchstständen

Massive Gewinnsprünge
Redaktion
Während Nvidia und AMD von den hohen Investitionen in künstliche Intelligenz profitieren, könnte Lumentum Holdings stärker als erwartet wachsen. Der Spezialist für optische Netzwerktechnik profitiert von knappen Kapazitäten, steigender Nachfrage und möglichen Margenverbesserungen.

Lumentum entwickelt optische Hochgeschwindigkeitskomponenten, Datenverbindungen und optische Schalter, die den schnellen Datentransfer in KI-Rechenzentren ermöglichen.

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Starker Profiteur vom Engpass bei KI-Infrastruktur

Leistungsstarke KI-Chips können große Datenmengen verarbeiten, benötigen dafür aber eine schnelle und zuverlässige Datenübertragung. Optische Netzwerktechnik gewinnt deshalb an Bedeutung, da herkömmliche Kupferkabel bei steigenden Datenraten an ihre Grenzen stoßen.

Die hohe Nachfrage führt allerdings zu Lieferengpässen. Nach Einschätzung des Beratungsunternehmens McKinsey könnte die Produktion schneller optischer Transceiver bis 2029 deutlich hinter dem Bedarf zurückbleiben.

Bei Transceivern mit einer Übertragungsrate von 1,6 Terabit pro Sekunde könnte das Angebot bis 2029 um 30 bis 40 Prozent unter der Nachfrage liegen. Bei 800-Gigabit-Transceivern wird bis 2027 eine Versorgungslücke von 40 bis 60 Prozent erwartet. Die knappen Kapazitäten stärken die Preissetzungsmacht der Hersteller und bieten Lumentum die Chance auf höhere Margen.

Umsatz und Gewinn dürften kräftig steigen

Analysten erwarten für das jüngste Quartal einen Umsatz von 1,25 Milliarden US-Dollar. Das entspräche einem Anstieg von 135 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim bereinigten Gewinn je Aktie wird ein Plus von 284 Prozent auf 4,22 US-Dollar prognostiziert.

Zusätzlichen Rückenwind verspricht das Marktwachstum. Goldman Sachs zufolge könnten die weltweiten Umsätze mit optischer Netzwerktechnik von 15 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 154 Milliarden US-Dollar im Jahr 2028 steigen. Das wäre mehr als eine Verzehnfachung innerhalb von zwei Jahren.

Lumentum will von dieser Entwicklung profitieren und die Produktion von Transceivern mit 1,6 Terabit pro Sekunde im Jahr 2027 ausbauen. Unternehmenschef Michael Hurlston zufolge verbessern sich die Margen bereits durch höhere Produktionsausbeuten, eine bessere Kapazitätsauslastung und die Einführung dieser leistungsfähigeren Produkte. Zudem rechnet das Management ab dem ersten Geschäftsquartal mit einer zunehmenden Nachfrage, die bis ins Kalenderjahr 2027 anhalten soll.

Gewinnsprünge versprechen deutliche Kurschancen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 erzielte Lumentum einen bereinigten Gewinn je Aktie von 8,67 US-Dollar. Prognosen zufolge könnte dieser Wert bis zum Geschäftsjahr 2029 auf 48,28 US-Dollar steigen. Damit würde sich der Gewinn innerhalb von drei Jahren mehr als verfünffachen.

Sollte die Aktie dann mit dem 30-Fachen des Gewinns bewertet werden, ergäbe sich rechnerisch ein Kurs von rund 1.448 US-Dollar. Gegenüber dem zuletzt genannten Kursniveau entspräche das einem möglichen Anstieg von etwa 58 Prozent. Bei stärkerem Gewinnwachstum oder einer höheren Bewertung wäre auch mehr Potenzial denkbar. Allerdings sind solche Berechnungen von der tatsächlichen Geschäftsentwicklung und der künftigen Bewertung abhängig.

Angriff aufs Allzeithoch realistisch

Seit dem Erreichen ihres 52-Wochen-Hochs am 9. Oktober hat die Lumentum-Aktie zeitweise über 30 Prozent verloren. Zwar konnte sich der Titel in den letzten Tagen wieder erholen, notiert aber immer noch deutlich unter seinem Höchststand. Derzeit wird Lumentum mit etwa dem 43-Fachen des erwarteten Gewinns bewertet.

Angesichts der prognostizierten Gewinnzuwächse könnte diese Bewertung tatsächlich günstig sein. Entscheidend bleibt jedoch, ob Lumentum die hohen Erwartungen erfüllen oder sogar übertreffen kann. Die nächsten Quartalszahlen werden deshalb besonders wichtig: Das Unternehmen will seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 am 5. November nach US-Börsenschluss veröffentlichen.

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Redaktion

Fazit

Mit der Lumentum-Aktie verzeichneten unsere Leser bereits zu Beginn des Jahres einen Volltreffer. Das Unternehmen profitiert weiter vom steigenden Bedarf an optischer Netzwerktechnik und könnte seinen Gewinn in den kommenden Jahren noch deutlich steigern. Obwohl die ambitionierte Bewertung die Aktie anfällig macht, falls Wachstum oder Quartalsergebnisse hinter den Erwartungen zurückbleiben, sind die Chancen beträchtlich. Insgesamt bleiben wir optimistisch und erwarten spätestens im kommenden Jahr neue Allzeithochs.

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