JPMorgan bleibt bei der Salzgitter-Aktie an Bord: Die US-Bank bestätigte am Mittwoch ihr Kursziel von 65 Euro und das Votum Overweight, nachdem der Stahlkonzern vorläufige Quartalszahlen vorgelegt und seine Prognose angehoben hat. Das operative Ergebnis lag dabei 30 Prozent über den Erwartungen. Reicht das aus, um der Aktie neuen Schwung zu geben?
Ebitda übertrifft Erwartungen
Analyst Dominic O'Kane verweist in seiner Einschätzung vom Mittwoch auf das operative Ergebnis (Ebitda), das die Erwartungen um 30 Prozent übertroffen hat. Zusammen mit der angehobenen Prognose zeigt sich damit ein Quartal, das operativ besser ausfiel als vom Markt erwartet.
Konsensschätzung hinkt hinterher
Nach Einschätzung von JPMorgan enthält das neue Ebitda-Ziel des Unternehmens ein zusätzliches Aufwärtspotenzial von 5 Prozent gegenüber der diesjährigen Konsensschätzung. Damit liegen die Markterwartungen unter dem, was das Management selbst in Aussicht stellt.
Fazit
Die Kombination aus deutlich besserem Ebitda, angehobener Prognose und einer noch hinterherhinkenden Konsensschätzung liefert aus unserer Sicht die stärkeren Argumente für die Bullen-Seite. JPMorgan bestätigt mit dem Kursziel von 65 Euro und dem Overweight-Votum genau diese Lesart. Bestehende Anleger könnten die Position halten, solange die angehobene Prognose Bestand hat. Wer neu einsteigen möchte, sollte berücksichtigen, dass Salzgitter als Stahlkonzern zyklischen Schwankungen unterliegt und eine einzelne positive Überraschung daran nichts ändert.
Quelle: dpa-AFX
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