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Deutsche Bank-Aktie: Wird der Rücksetzer zur Einstiegschance?

Support und Trendlinie im Doppelpack
Konrad Speckmaier
Vom Märztief bei 23,82 € bis zum Jahreshoch von 35,85 € hat die Aktie der Deutschen Bank um mehr als 50% zugelegt. Seitdem geht es deutlich holpriger voran, denn die Investmentbank dürfte im abgelaufenen Quartal bestenfalls das starke Vorjahr gehalten haben. So hat es das Management angekündigt. Charttechnisch läuft der Kurs nun auf eine Zone zu, an der zugleich eine Aufwärtstrendlinie verläuft. Dort fällt die Vorentscheidung über die nächste Richtung.

Der Vorstand dämpft, die Bank kauft

Ende September, noch vor Quartalsende, enttäuschte Finanzchef Raja Akram die Anleger auf einer Konferenz der Bank of America. Die Erträge der Investmentbank dürften im dritten Quartal auf Vorjahresniveau oder leicht darunter gelegen haben, zumal die Vergleichsbasis mit 3,0 Milliarden € sehr stark war. Die Aktie gab daraufhin zeitweise um rund −4% nach. Bei der Risikovorsorge rechnet das Management mit einem Wert zwischen dem ersten und zweiten Quartal, an der Zielspanne von 13,5 bis 14,0% für die harte Kernkapitalquote ändert sich nichts.

Als Käufer trat dagegen das Institut selbst auf. Zum Monatsende meldete es den Abschluss seines Aktienrückkaufs über 500 Millionen €. Zwischen dem 25. August und dem 25. September kamen rund 15,1 Millionen eigene Aktien zusammen, im Schnitt für 33,19 €. Das liegt klar über dem aktuellen Kurs von gut 31 €. Seit Jahresbeginn hat die Deutsche Bank damit 1,5 Milliarden € zurückgekauft, nach 1,0 Milliarden € im gesamten Vorjahr. Wie das dritte Quartal tatsächlich lief, zeigen die Zahlen am 28. Oktober.

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Der Chart-Check

Quelle Chart: Tradingview

Die Deutsche Bank-Aktie befindet sich weiterhin in einer aktiven Aufwärtsbewegung, auch wenn es an den letzten Hochs und der Widerstandszone zwischen 34,70 und 37,80 € zu einem Rücksetzer gekommen ist. Jetzt liegt der Fokus auf der Unterstützungszone zwischen 28,60 und 29,40 €.

An dieser Zone verläuft auch eine Aufwärtstrendlinie, die zusätzlich zur Zone für eine Chance auf der Oberseite sorgen kann. Solange sich der Kurs über der Zone und der Trendlinie hält, sind Long-Chancen auf dem aktuellen Niveau möglich. Für den Einstieg bietet es sich jedoch an, das Anlaufen der Zone oder der Trendlinie abzuwarten. Eine positive Reaktion dort wäre eine schöne Gelegenheit mit dem ersten Ziel an den Hochs und damit rund +15%. Fällt der Kurs hingegen unter diese Schwelle, rücken die letzten Tiefs bei 25,90 € in den Blick, ebenso die Tiefs und die Zone zwischen 22,80 und 23,70 €. Diese Bereiche sind wichtig und sollten nicht nachhaltig gebrochen werden, da sich sonst der Trend dreht.

ℹ️ Deutsche Bank in Kürze

  • Die Deutsche Bank (WKN: 514000) ist die größte Bank in Deutschland und gehört zu den führenden Geldhäusern in Europa. Als Universalbank bietet sie alle üblichen Leistungen an.
  • Neben dem Hauptsitz in Frankfurt unterhält die Bank an allen wichtigen Handelsplätzen Niederlassungen.
  • Die Aktie ist im deutschen Leitindex DAX gelistet und der Börsenwert beträgt aktuell rund 59,3 Milliarden €.

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Konrad Speckmaier

Fazit

Die Ansage aus der Chefetage hat die Aktie zusätzlich belastet, den Trend aber nicht beschädigt. Der Rückgang eignet sich, um nach Long-Chancen Ausschau zu halten und zwar dort, wo Zone und Trendlinie zusammenfallen. Folgt dort eine Reaktion, kann es bis an die Hochs gehen, womöglich darüber hinaus. Andernfalls rücken die Tiefs ins Visier und die müssen halten. Brechen sie nachhaltig, ist die Long-Struktur hinfällig.

Ergänzend sei erwähnt: Gerade in unsicheren Marktphasen können Dividenden-Aktien als Stabilisator dienen. Diese zehn Titel kombinieren defensiven Charakter mit interessanten Kurschancen – eine Kombination, die aktuell selten geworden ist.