US-Jobmarkt: Nur halb so viele Stellen wie erwartet geschaffen
Der US-Arbeitsmarkt hat im September enttäuscht. Außerhalb der Landwirtschaft entstanden gerade einmal 29.000 neue Stellen, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 90.000 Stellen gerechnet. Das ist eine erhebliche Lücke. Obendrein wurden die Zahlen für die beiden Vormonaten um insgesamt 60.000 Stellen nach unten korrigiert, womit die Schwäche am Arbeitsmarkt noch deutlicher wird als ohnehin gedacht.
Schwacher Job-Report trifft die Märkte
29.000 neue Stellen bei einer erwarteten Zahl von 90.000, das ist ein Einbruch um fast 70 Prozent gegenüber den Prognosen. Dazu kommt die Revision der Vormonate, die zeigt, dass der Beschäftigungsaufbau in den USA schon länger ins Stocken geraten ist. Für die Federal Reserve ist das eine heikle Lage, denn schwache Arbeitsmarktdaten erhöhen den Druck, die Zinsen zu senken. Und das wiederum bewegt die Märkte.
Was das für Aktien bedeutet
Schwache Jobdaten sind ein zweischneidiges Signal für Anleger. Einerseits steigt die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen, was tendenziell gut für Aktien ist, vor allem für Wachstumswerte und den Technologiesektor. Andererseits deuten solche Zahlen auf eine spürbare Abkühlung der US-Wirtschaft hin, was Unternehmensgewinne belasten könnte. Ein Jobmarkt, der so weit hinter den Erwartungen zurückbleibt, ist ein klares Warnsignal für die Konjunktur und damit auch für breite Aktienindizes wie den S&P 500.
Quelle: dpa-AFX
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