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Charttechnik: Alles, was Trader wissen müssen

Alles Wichtige über die Charttechnik

Ohne probate Strategien kann das vermeintliche Vergnügen an der Börse schnell in ein finanzielles Fiasko umschlagen. Doch hinsichtlich der Herangehensweisen könnten die Unterschiede größer nicht sein. Die eine Seite schwört auf die zahlenlastige Fundamentalanalyse, der Gegenpart hält einzig die Charttechnik für das auserwählte Mittel zum Zweck.

Gleich im Vornherein sei angemerkt, dass es den heiligen Gral an der Börse nie geben wird. Die ständigen Zankereien zwischen Vertretern der beiden Stile werden also auch in Zukunft mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben.

Wir wollen uns im Folgenden der Charttechnik widmen, lassen also fundamentale Aspekte hier außer Betracht.

Charttechnik – geliebt und gehasst

Es ist wohl das Dogma der Börse schlechthin: Die technische Analyse gilt einigen als nutzloses Interpretieren von Aktienkursen, andere kämen ohne sie im täglichen Handel überhaupt nicht zurecht. Bevor allerdings tiefer in dieses insgesamt doch komplexe Thema eingestiegen wird, sollen zunächst einmal die Grundlagen dargelegt werden.

Wozu also dient die vielbesagte Charttechnik überhaupt? Sie ist eine von mehreren Möglichkeiten, um ein potenzielles Investment anhand der Kursverläufe zu begutachten sowie anschließend zu bewerten. Die grafische Darstellung letzterer ist dabei auch unter dem Namen Chart bekannt.

Im Grunde genommen geht es bei dieser Art von Strategie darum, anhand sich wiederholender vorhergegangener Muster die zukünftige Entwicklung eines Basiswertes vorherzubestimmen. Damit dies gelingt, wird auf eine ganze Reihe unterschiedlicher Indikatoren und Signale als Hilfsinstrumente zurückgegriffen.

Für viele Anleger, die auf die Dienste der technischen Analyse vertrauen, spielt auch die Bestimmung der optimalen Ein- und Ausstiegszeitpunkte eine zentrale Rolle. Übrigens setzt sich die nun schon des Öfteren genannte technische Analyse genau genommen aus der Chart- sowie der Markttechnik zusammen. Allgemein lässt sich sagen, dass diese Herangehensweise als Gegenpool zur Fundamentalanalyse fungiert, die sich vor allem auf quantitative Finanzkennzahlen stützt.

Damit ist allerdings noch nicht die Frage geklärt, warum die technische Analyse als solche wichtig ist. Einige Aspekte sprechen jedenfalls für ihre Verwendung. Dazu gehört vor allen Dingen die Tatsache, dass sie eine vergleichsweise hohe Trefferquote bei kürzeren Tendenzen oder der Antizipation von Trendbrüchen aufweist. Insbesondere kurzfristig orientierte Investoren kommen also kaum um die Erlernung der Grundlagen herum. Stark abschneiden kann die Charttechnik auch in nachrichtenarmen Zeiten, wenn sie Kauf- oder Verkaufssignale liefert.

Wo liegen die Unterschiede zur Fundamentalanalyse?

Man kann sich quasi vorstellen, das Interpretieren der Zick-Zack-Bewegungen von Aktienkursen entspricht dem Nordpol, das Auswerten der Bilanzen eines Unternehmens hingegen dem Südpol. Somit sollte schon auf den ersten Blick klar sein, wie gegensätzlich Chart- und Fundamentalanalyse in der Praxis sind.

Trotz dieser offensichtlichen Differenzen spricht übrigens nichts dagegen, das Beste aus beiden Herangehensweisen herauszuholen und sie anschließend miteinander zu verzahnen. Nun aber zu den handfesten Verschiedenheiten.

Stärken und Schwächen der Chartanalyse: Mit ihr lassen sich zumindest theoretisch frühzeitig Entwicklungen erkennen, die Investoren die Chance bieten, entsprechend darauf zu reagieren. Damit könnte der Anleger dem breiten Markt einen Schritt voraus sein und die saftigen Renditen abschöpfen. Zudem spielt sicherlich das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeiung eine zentrale Rolle.

Nutzen demnach möglichst viele Marktteilnehmer ein bestimmtes Signal und handeln danach, erhöht dies die Wahrscheinlichkeit, dass eine spezielle Prognose tatsächlich eintritt. Natürlich ist es auch gut möglich, dass die Schwarmintelligenz die falsche Richtung wählt und somit ein negativer Effekt ausgelöst wird.

Stärken und Schwächen der Fundamentalanalyse: Emotionen sind für wirklich erfolgreiche Börseninvestoren an den Märkten absolut fehl am Platz. Dank der quantitativ ausgerichteten Fundamentalanalyse lassen sich Gefühle aber ohnehin gut abschirmen. Hier geht es nämlich vor allem darum, essenzielle Unternehmenskennzahlen zu lesen, diese in einen Zusammenhang zu bringen und anschließend zu bewerten.

Wichtig anzumerken ist, dass Zahlen stets die Vergangenheit widerspiegeln, während an der Börse bekanntermaßen die Zukunft gehandelt wird. Deshalb sollte die Fundamentalanalyse in erster Linie als Instrument zur Prognose weiterer Entwicklungen eingesetzt werden.

Was können Privatinvestoren aus beiden Verfahren zu ihren eigenen Gunsten ziehen? Zunächst einmal: Den unfehlbaren Königsweg wird es an der Börse nicht geben. Beide Methoden liefern allerdings wichtige Anhaltspunkte, die sich im besten Fall zu einem stimmigen Gesamtbild ergänzen können. Kluge Anleger nutzen dies im Wissen, dass trotz allem Schwächen in beiden Systemen ab und an zu falschen Schlussfolgerungen führen können.

Welche unterschiedlichen Charttypen existieren überhaupt?

Die technische Analyse zeichnet sich durch jede Menge Spezifikationen aus. Eine davon sind sicherlich die zahlreichen Charttypen. Welche es konkret gibt und was sie voneinander unterscheidet, soll im Folgenden kurz erläutert werden.

Der Linienchart: Er gilt gemeinhin als der Klassiker und besteht – wie der Name unschwer erahnen lässt - aus Linien. Anzutreffen ist diese Form der Kursdarstellung vor allem bei typischen Aktienanalysen im Investmentbereich. Normalerweise setzen sich die Punkte, die schließlich die Linie bilden, aus den jeweiligen Schlusskursen zusammen. Dies kann je nach gewähltem Zeitrahmen zum Beispiel ein Stunden- oder Tagesschlusskurs sein.

Prinzipiell ist der Linienchart sauber, übersichtlich und dadurch recht simpel. Was zunächst wie ein toller Vorteil aussieht, kann sich aber auch als das Gegenteil entpuppen. Für Trader beispielsweise eignet sich diese Kursdarstellung nur äußerst schwierig, da sich wichtige Informationen allein aus den Linien nicht identifizieren lassen. Für Fundamentalinvestoren kann dieser Charttyp als Ergänzung zur zahlenlastigen Analyse dienen. Wer sein Geld dagegen mit dem Interpretieren der sprichwörtlichen Zick-Zack-Bewegungen verdienen will, sollte sich nach Alternativen umsehen. Hilfreich kann dabei zum Beispiel die nächste Art der Darstellung sein.

Der Kerzenchart: Bei diesem Begriff dürften die Augen der Daytrader gleich heller leuchten. Immerhin zählt der Kerzenchart zu den absolut elementaren Werkzeugen jedes professionellen Händlers. Man kann sagen, dass dieser Charttyp quasi aus zahlreichen Säulen besteht, die zusammen das Gesamtkonstrukt bilden. Statt Säule ist oft auch von Kerzen die Rede, deshalb der Name. Sie bestehen aus einem Körper, der grün oder rot sein kann sowie einem Dolch.

Hinter diesen eigentlich geläufigen Begrifflichkeiten verbergen sich jedoch echte Aussagen. So stellt die Spitze des Dolchs das Kerzenhoch, das untere Ende entsprechend das Kerzentief dar. Der höchste Punkt des Körpers wiederum signalisiert den Eröffnungskurs. Analog bezeichnet der tiefste Punkt des Körpers somit den Schlusskurs. Die Kerze ist dann rot, wenn der Eröffnungskurs über dem Schlusskurs liegt. Trifft das Gegenteil zu, werden Trader grüne Säulen vernehmen.

Liegt übrigens ein Tageschart vor, so repräsentiert eine Kerze einen Tag. In einem 5-Minuten Chart wiederum steht die Säule entsprechend für fünf Minuten und so weiter. Bis hierher sollte alles noch verständlich sein. Wirklich interessant und aussagekräftig wird es aber erst bei den unterschiedlichen Formationen der Kerzencharts, die Trader regelmäßig als Entscheidungsgrundlagen herannehmen. Da es in der Praxis beinahe unzählige Muster gibt, soll hier lediglich auf zwei besonders bekannte eingegangen werden – den Hammer sowie das bärische Engulfing Pattern.

Bei ersterem ist ein verhältnismäßig kleiner Körper in Kombination mit einem überproportional großen und nach unten gerichteten Dolch zu erkennen. Folgendes lässt sich daraus interpretieren. Der Markt beziehungsweise die Verkäufer haben versucht, den Preis zu drücken. Aufgrund der mehrheitlichen Käufer ist ihnen dies allerdings nicht gelungen und der Basiswert schloss deutlich über dem Eröffnungskurs.

Das sogenannte Bearish Engulfing Pattern eignet sich besonders gut, um einen potenziellen Abwärtstrend festzumachen. Die Formation besteht stets aus zwei Kerzen, wobei letztere unter der ersten schließen muss. Das bisherige Tagestief muss quasi nochmals untertroffen werden. Genau gegenteilig verhält es sich beim Bullish Engulfing Pattern. Dort notiert also der Schlusskurs der hinteren Kerze über dem der vorderen Säule, woraus sich unter Umständen eine Aufwärtsbewegung ableiten ließe.

Der Balkenchart: Gerade Einsteiger sind von den ständigen Änderungen der Kerzen sowie der massiven Informationsflut schnell überfordert. Abhilfe können in einem solchen Fall Balkencharts schaffen. Auch sie lassen sich durch grüne und rote Farben identifizieren, die Körper fehlen allerdings. Stattdessen zeigen hier kleine horizontale Linien, die an dünne Äste erinnern, links die Eröffnungs- und rechts die Schlusskurse an. Befindet sich der Schluss- über dem Eröffnungskurs, färbt sich die Kerze grün. Rot wird sie entsprechend für den gegenteiligen Fall. Zwar wirkt der Balkenchart sehr sauber. Die Preisveränderungen lassen sich hier jedoch etwas schwieriger ablesen als dies bei den Kerzencharts der Fall ist.

Der Heikin Ashi: Ob diese aus Japan stammende Darstellung nun zu den Charttypen oder doch eher den Indikatoren gezählt werden sollte, ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen unter Tradern. Klar ist jedenfalls, dass sich seine Berechnung etwas komplexer gestaltet. Grundsätzlich basiert der Heikin Ashi auf der Struktur der klassischen Candlesticks, glättet diese jedoch ein wenig und sorgt somit für etwas Entspannung im Gesamtbild.

Wie aber setzen sich die einzelnen Balken nun konkret zusammen? Die halbierte Summe des Eröffnungs- und des Schlusskurses der vorherigen Kerze bildet den Eröffnungskurs der aktuellen Kerze. Die Berechnung des Schlusskurses der aktuellen Kerze ist wiederum das Ergebnis der geviertelten Summe aus Eröffnungs-, Schluss-, Hoch- und Tiefkurs der momentanen Kerze.

Wirklich intuitiv klingt das alles natürlich nicht. Vorsicht ist zudem geboten, da der Heikin Ashi nicht jeden erreichten Preis abzeichnet. Ohne die vollständige Ausbildung der einzelnen Kerzen ist eine echte Interpretation also fast unmöglich. Als Alternative oder Ergänzung zu den herkömmlichen Charttypen kann diese Form der Kursdarstellung dennoch taugen.

Was bedeuten Unterstützung und Widerstand in der Charttechnik?

Wer sich ernsthaft mit dem Trading beschäftigen möchte, wird um diese beiden Begriffe früher oder später nicht drumherum kommen - Unterstützung und Widerstand. Was aber verbirgt sich dahinter?

Bewegt sich der aktuelle Kurs über einem in der Vergangenheit relevanten Level, wird oftmals von charttechnischen Unterstützungen gesprochen. Entweder das Wertpapier konnte zuletzt wieder nach oben drehen oder der Kurs prallte bislang mehrmals an einer bestimmten Marke ab, ehe dieses Niveau final überschritten wurde. Durch einen sprichwörtlichen Rollentausch auf der Höhe der vorherigen Hürde ist nun eine Unterstützungslinie zu vermuten, die jedoch nur dann von Relevanz ist, wenn genügend Käufer auftreten, die den Kurs über der entsprechenden Stelle halten. Während es keinen Schlusskurs unter der Unterstützung geben sollte, ist ein kurzzeitiges Unterschreiten dieser Linie möglich.

Der Widerstand ist vereinfacht ausgedrückt quasi die Umkehrung der Unterstützung. Konkret bedeutet dies, dass der Kurs eines bestimmten Wertpapieres Schwierigkeiten dabeihat, ein bestimmtes, höher liegendes Niveau nachhaltig zu überwinden. In der Vergangenheit kann es bereits zu mehreren vergeblichen Versuchen gekommen sein, eine spezielle Marke zu überschreiten. In der Praxis wird man häufig von fixen Kursniveaus wie zum Beispiel 50 € hören, die als Widerstand fungieren.

Unerlässliche Muster in der Charttechnik

Wer bestimmte Formationen erkennt und diese zudem richtig zu interpretieren weiß, hat bereits den ersten Schritt getan, ein besserer Trader zu werden. Grundsätzlich lassen sich aus den Linien jede Menge unterschiedlichster Anordnungen erkennen. Einige davon haben sich in der Vergangenheit allerdings besonders bewährt und sollen deshalb an dieser Stelle vorgestellt werden. Zunächst jedoch sei auf eine grundlegende Unterscheidung hingewiesen. In der Charttechnik gibt es nämlich zum einen die sogenannten Konsolidierungsformationen, zum anderen die Trendwendeformationen.

Die Konsolidierungsformationen

Zu ihnen gehören unter anderem Flaggen, Wimpel sowie Rechtecke. Was es damit auf sich hat und wie man sie jeweils erkennen kann, erklären wir Ihnen jetzt. Allgemein lässt sich übrigens sagen, dass Konsolidierungsformationen als eine Art Pause innerhalb des dominierenden Trends angesehen werden können.

Flaggen: Sie gelten auch als eine Art Mini-Abwärtstrend nach einem vorherigen Aufwärtsimpuls, was auf Gewinnmitnahmen seitens der Anleger schließen lässt. Die Hochs liegen täglich also etwas niedriger. Dies kann durchaus auch als Unentschlossenheit der Investoren interpretiert werden, die nicht sicher sind, ob beziehungsweise über wie viel Potenzial das jeweilige Wertpapier noch verfügt. Stimmt das Grundargument allerdings weiterhin, wird sich der Kurs von der kurzen Talfahrt nicht beeindrucken lassen, sondern den Weg nach oben fortsetzen. Meist weisen die Flaggen eine zeitliche Ausdehnung zwischen zwei Wochen und zwei Monaten auf.

Wimpel: Wie schon bei den Flaggen zuvor wird ein bestehender Trend auch hier oftmals durch temporäre Gewinnmitnahmen belastet. Einen entscheidenden Unterschied gibt es allerdings. Innerhalb des Wimpels liegen die Tiefs zwar niedriger, gleichzeitig notieren die Hochs aber auf darüberliegenden Niveaus. Meistens wird diese Formation ebenfalls in Richtung des vorher bestehenden Trends – also nach oben – verlassen. Eine Dauer zwischen einer und vier Wochen gilt bei Wimpeln als realistisch.

Rechteck: Dieses zeichnet sich durch einen Mini-Seitwärtstrend aus. Nach einem Anstieg des Kurses wissen die Marktteilnehmer nicht mehr recht, ob sie zu den erhöhten Preisen weiterhin einsteigen sollen. Durch gelegentliche Gewinnmitnahmen entwickelt sich ein Auf- und Ab, ohne dass sich eine Seite entscheidend durchsetzen kann. Neue Impulse müssen her. Treten diese schließlich auf und wird das Rechteck nach oben verlassen, bestätigt sich der vorher dominierende Trend.

Die Trendwendeformationen

Besprochen werden sollen hier vor allem die vier Klassiker Doppeltopp, SKS-Formation, V-Formation sowie schließlich Rounding Bottom. Es empfiehlt sich in vielen Fällen, Positionen nach den vollendeten Formationen hin auszurichten und entsprechend zu investieren. Zunächst soll noch recht simpel begonnen werden.

 Doppeltief: Dahinter verbirgt sich in erster Linie eine länger anhaltende Abwärtsbewegung, die durch relativ plötzliche Käufe unterbrochen wird. Dadurch entsteht grob gesagt das erste Tief. Der Aufwärtstrend hält allerdings nicht lange an, sondern mündet im Gegenteil. Es geht also schon wieder bergab. Nun ist es entscheidend, dass das zweite Tief das vorherige nicht unterbietet. Übersteigt stattdessen die neuerliche Kaufwelle das temporäre Hoch beziehungsweise die sogenannte Nackenlinie, die zwischen den beiden Tiefs lag, ist die Formation abgeschlossen und weitere Käufe können einsetzen. Allgemein gilt das Doppeltief als guter Indikator für anschließend gute Laune der Investoren.

SKS-Formation: Gleich vorneweg sei gesagt, dass teils auch von der umgekehrten SKS-Formation die Rede ist. Wie sich erahnen lässt, handelt es sich dann einfach um das Gegenteil, dem hier allerdings keine weitere Beachtung geschenkt werden soll. Allgemein ist die SKS-Formation auch unter dem etwas längeren Namen der Schulter-Kopf-Schulter Formation bekannt.

Nun wird es etwas komplexer. Nach einem ersten Zwischenhoch treiben die Bullen den Kurs auf ein noch höheres Niveau. Zunächst sieht alles prima aus. Jetzt aber beginnt der Wert zu fallen, wobei das erreichte Zwischentief teils unter dem zwischen den beiden ersten Hochs notiert. Die Käufer geben nochmals alles, doch es genügt einfach nicht. Der Kurs reicht nicht an das vorhergehende Niveau heran. Fertig ist das Gesamtbild, das in seiner Erscheinung an einen Kopf und den beiden Schultern jeweils links und rechts davon erinnert. Finalisiert wird die SKS-Formation dann, wenn die Nackenlinie, die die beiden Tiefs zwischen den drei Hochs verbindet, nach unten hin durchbrochen wird.

V-Formation: Sie ist verhältnismäßig leicht zu erkennen, im Gegenzug jedoch ziemlich schwer zu traden. Ein dynamischer und meist rapider Abwärtsimpuls dreht sich ohne wirkliche Vorwarnung in das genaue Gegenteil, eine Aufwärtsbewegung, um. Im Chart sieht das dann eben wie der Buchstabe V aus. Gut ist es, wenn eine Abwärtstrendlinie den Weg nach unten begleitet. Wird diese nämlich schließlich überwunden, liegt es nahe, dass eine V-Formation vorliegt. Zusätzlich können markttechnische Indikatoren sowie gleitende Durchschnitte bei der eindeutigen Identifizierung unterstützen.

Rounding Bottom: Auf Deutsch gerne auch als Untertasse bezeichnet. Was sind aber ihre charakteristischen Merkmale? Auffallend für diese Chartformation ist vor allem eine Abwärtsbewegung, die nach und nach an Kraft verliert. Gleichzeitig kann sich kein echter Aufwärtstrend festsetzen. Dennoch stellen die Zwischenhochs die Nackenlinie des Rounding Bottom dar, deren Überwindung die Formation komplettiert. In den meisten Fällen können sich Investoren nun auf eine Trendwende nach oben einstellen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn die Nackenlinie kurz darauf nochmals nach unten durchbrochen werden würde. Dann nämlich ist nicht auszuschließen, dass die Untertasse nur eine Illusion war.

Chart-Websites am Beispiel von Tradingview

Seit September 2011 erleichtert Tradingview, ein Web-Dienst und eine soziale Plattform für Händler, den Alltag der Börsentrader. Die Software ist sowohl als kostenpflichtiges Abo-Modell als auch kostenfrei mit dann begrenzten Features verfügbar. Charakteristisch für Tradingview ist dabei vor allem Pine Script, die plattformeigene Skriptsprache, sowie der integrierte Skript Editor. Letzterer ermöglicht es dem User auf simple Weise, Dinge wie die Anzeige von Technischen Indikatoren oder das Aussehen des Trading-Fensters individuell einzustellen. Was Tradingview in gewisser Weise besonders macht, ist die weltweit größte spezifische Trading-Community, die sich aus mittlerweile rund zwei Millionen Nutzern aus insgesamt 175 Ländern zusammensetzt.

Irgendwo her muss die Popularität dieser Plattform allerdings stammen. Eine mögliche Quelle des Erfolgs dürfte dabei in den zahlreichen Möglichkeiten von Tradingview liegen. So stehen für fortgeschrittene Händler beispielsweise mehr als 100 Zeichentools sowie weitere 80 Indikatoren zur Verfügung. Prozentuale können einfach mit logarithmischen Skalen ausgewechselt oder diverse Symbole miteinander verglichen werden. Auch das Hinzufügen von Watchlists ist ohne Probleme möglich. Man kann fast sagen, hier gibt es nichts, was es nicht gibt.

Interessante Bücher zur Charttechnik

Die ersten eigenen Schritte im Trading zu gehen, ist immer eine Herausforderung, die nicht unterschätzt werden sollte. Das richtige Lernwerkzeug an der Seite kann allerdings ungemein helfen. In der Praxis gibt es beispielsweise jede Menge unterschiedlicher Bücher, die sowohl von Einsteigern als auch Fortgeschrittenen gerne zur Hand genommen werden.

  • „Crashkurs Charttechnik” von Markus Horntrich: Schon der Name lässt vermuten, dass es sich hierbei eher um ein Werk für Anfänger handelt, die sich zunächst in das komplexe Themengebiet einarbeiten wollen. Zu diesem Zweck wird vor allem Grundwissen vermittelt und Fragen nach existierenden Chartmustern oder der richtigen Herangehensweise zur Identifizierung aussichtsreicher Titel beantwortet.
  • „Das große Lehrbuch der Chartanalyse” von Stefan Salomon: Auch hier geht es primär um Wissen für Einsteiger, dieses Mal jedoch in umfangreicherer Art und Weise. Somit dürften auch Fortgeschrittene den ein oder anderen Tipp mitnehmen können. Besonders die zahlreichen Grafiken veranschaulichen die Theorie und helfen dabei, das Erlernte möglichst gut in die Praxis umzusetzen.
  • „Kursziele bestimmen mit Fibonacci – simplified” von Karin Roller: In diesem Buch wird auf eine spezielle Form der Charttechnikanwendung, der sogenannten Fibonacci-Techniken, eingegangen. Mithilfe der Fibonacci-Zahlenreihen sollen individuelle Chartmuster erkannt werden.

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