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Redaktion / 05.06.20 / 19:00

Wirecard: SD-Leser nutzen Kursgeschenke nach Fake News!

Kaum ist der Xetra-Handel beendet, geraten Papiere von Wirecard (WKN: 747206) wieder unter Beschuss. Die angebliche Schockmeldung ist in Wahrheit aber ein weiteres Non-Event für den DAX-Konzern.

Bis auf 84 Euro und damit zeitweise zweistellig ging es für die Wirecard-Aktie um kurz nach 18 Uhr in den Keller. Vorausgegangen waren Berichte über eine Strafanzeige gegen Wirecard-Vorstände wegen vermeintlicher Marktmanipulation. Auffällig: "Schocknews" und Shortattacken werden immer wieder gerne nach Xetra-Schluss gefahren, wenn natürliche Unterstützung durch viele starke Hände fehlt.

Shortseller und unterstützende Medien leisten wieder ganze Arbeit und schütteln erneut haufenweise Kleinanleger aus dem Wert. Fakt ist: Die neuesten Geschehnisse kommen weder unerwartet noch richten sie sich gegen den Zahlungsabwickler direkt. Dabei wird aktuell vielerorts anderes suggeriert.

Zweistellige Kursverluste für nichts

SD-Experten und Nutzer unseres kostenlosen Live Chats haben die erneute Verwirrung genutzt und zu Kursen um 84 Euro wieder eine Tradingposition eröffnet. Fundamental bleibt Wirecard der attraktivste Blue Chip weltweit. Es gelten unsere Aussagen aus unserem Sonderreport.

Die BaFin-Anzeige gegen Wirecard-Vorstände war auf Grundlage der bekannten Fakten obligatorisch – immerhin war der Aktienkurs nach einer Unternehmensmeldung bezüglich des KPMG-Prüfberichts zunächst rasant gestiegen, bevor ein Absturz von über 40% folgte.

Wirecard-Macher Markus Braun hatte sich für die ungeschickte Kommunikation bereits entschuldigt. Zudem hat der Konzern die Kapitalmarktkommunikation in die Hände des Finanzchefs übertragen und zusätzlich einen Compliance-Vorstand an Bord geholt.

Die Ermittlungen und die Anzeige der BaFin waren also abzusehen und dürften das Unternehmen als solches nicht weiter belasten. Auch gehen wir davon aus, dass mögliche, aber aus unserer Sicht eher unwahrscheinliche Strafverfahren gegen Auflagen schnell zur Einstellung kommen werden.

Aktie ein Strong Buy

Einschlägige Medien werden sich nun erstmal wieder die Mäuler zerreißen, doch wird das Sentiment schon in Kürze wieder drehen und die kommenden Zahlen in den Fokus rücken.

Wir sind uns sicher: Wirecard wird am 18. Juni liefern – und seine Kritiker endgültig verstummen lassen! Da man seit dem Dezember die Datenhoheit über sämtliche Drittpartner-Transaktionen besitzt, wird der Vorwurf der Bilanzmanipulation nicht mehr aufrecht zu halten sein. Macher Markus Braun wird damit weiter an seinem Lebenswerk feilen und Wirecard zu einer 100-Milliarden-Euro-Company machen können.

Operativ geht's für Wirecard täglich voran: Heute wurde bekannt, dass Wirecard als weltweit führender Innovationstreiber für Finanztechnologie mit niemand Geringerem als dem FC Bayern München kooperiert. Die strategische Zusammenarbeit betrifft zunächst den Basketball-Bereich, könnte aber schnell auf die Fußballsparte ausgedehnt werden.

Nutze das einzigartige Know-how unserer Experten im kostenlosen Live Chat, um dich für alle Szenarien bestmöglich zu rüsten.

Interessenkonflikt: Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder halten selbstverständlich Aktien des besprochenen Unternehmens Wirecard. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder beabsichtigen die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

Zugehörige Kategorien: Finanznachrichten
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Kommentare
Lukas / 06.06.20 / 1:31 Uhr Willkommen in der real real World. Wirecard wird auf Richtung 160€ gehen. Sorry shorter maybe next time
Wilhelm / 06.06.20 / 12:00 Uhr Schade, das war wohl nix mit Long. Aber der NBC soll ganz toll sein.
Oliver / 06.06.20 / 12:13 Uhr Mich würde es nicht wundern, wenn bei der ganzen Vorgehensweise gegen Wirecard die ein oder andere Person der Finanzaufsicht "geschmiert" ist bzw. vom "Insiderhandel" profitiert und sich dabei selbst privat mit Shortpositionen eingedeckt hat. Dass die Shorter, zusammen mit den "einschlägigen Medien" unter einer Decke stecken, steht für mich außer Frage. Das ist einfach offensichtlich, wenn man sich alleine nur die "reisserischen" Überschriften der entsprechenden Artikel anschaut. Wichtig finde ich solche relativ nüchternen Betrachtungen/Analysen der Situation, wie es beispielsweise hier bei Sharedeals oder bei Hans A. Bernecker oder bei Mojmir Hlinka der Fall ist. Damit die Kleinanleger dieses abgekartete Spiel durchschauen. Und sich ihre ggf. zuvor relativ teuer erkauften Positionen nicht für "'nen Appel und ein Ei" wieder abzocken lassen, kurz bevor die Kurse wieder steigen. Und die zwischenzeitlich mit Long-Positionen eingedeckten Shorter und deren "Verbündete" abermals profitieren, wohingegen die Kleinanleger das Nachsehen haben.
Johannes Bach / 06.06.20 / 15:03 Uhr Ich würde vorschlagen, SD nimmt mal ganz objektiv den Druck aus dem Kessel, in dem es einen Fachanwalt für Kapitalmarktrecht - wie Prof. Dr. Martin Oppitz (Wien) - zu der Frage interviewt, ob denn Herr Braun überhaupt Subjekt des Art. 12 MAR (Marktmissbrauchsverordnung) sein kann. Ich bin kein Fachjurist und habe keinen Kommentar zur MAR zur Hand, komme aber bei Würdigung des ganzen Gesetzes zum Ergebnis, daß sich die Vorschriften des Art. 12 ff nur an Personen (natürliche und juristische) richtet, die selbst mit Wertpapieren handeln! Damit wäre nämlich die Anzeige durch die BaFin und die Betriebsdurchsuchung bei Wirecard durch die StA rechtswidrig erfolgt. MfG Bach