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TUI-Aktie: Jetzt einsteigen im Reisesektor?

Frank Giarra / 11.03.22 / 11:02

Die TUI-Aktie (WKN: TUAG00) hat sich vom Tief bei 2,08 € im allgemeinen Markt-Crash am 7. März wieder nach oben gearbeitet und seitdem um +23% zugelegt. Auch heute zeigt das Papier mit einem Kursplus von rund 2,7% auf 2,74 € Stärke. Lohnt sich für Anleger vor der Urlaubssaison der Einstieg in den Reisesektor und insbesondere bei der TUI-Aktie?

Die TUI Group ist ein deutscher Touristikkonzern, der entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Branche tätig ist: Reiseveranstalter, Fluggesellschaft, Kreuzfahrten und Hotels. Das Unternehmen ist unter anderem an der London Stock Exchange notiert und kommt derzeit auf einen Börsenwert von 4,48 Milliarden €. Wie auch die deutsche Vorzeige-Airline Lufthansa erhielt TUI Milliarden an Staatshilfen, um sich während der Pandemie über Wasser zu halten.

Welche Folgen hat der Ukraine-Krieg?

Welche ökonomischen Auswirkungen hat der Krieg in der Ukraine auf den weltweit größten Reisekonzern? Diese Frage lässt sich derzeit nicht zweifelsfrei beantworten. Klar ist, dass die TUI mit höheren Treibstoffkosten zurechtkommen muss, wobei die Verträge für Flüge und Hotels für den Sommer nach Angaben des Unternehmens bereits vor dem Kriegsbeginn weitgehend abgeschlossen waren.

Gestern hat das Unternehmen seinem früheren Russland-Ableger die Nutzung der Markenrechte entzogen und den Vertrag mit TUI Russia gekündigt.

Kommentar dazu von Vorstandschef Fritz Joussen:

Die TUI verurteilt den Angriff und den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Unsere Haltung ist eindeutig. Die Marke TUI darf nicht länger von TUI Russia für ihr Geschäft und den Auftritt des Unternehmens genutzt werden.

Hinter TUI Russia steht die Familie des russischen Oligarchen und bisher größten Einzelaktionärs Alexej Mordaschow. Er ist auf der Sanktionsliste der EU. Mordaschow hat anscheinend schon vor der Verhängung von EU-Sanktionen seine Anteile am TUI-Konzern neu geordnet. Wie genau, ist selbst in Hannover unklar.

Nachrichten wie diese schätzen Börsianer nicht besonders, weil sie Unsicherheiten bekanntlich hassen. Das US-Analysehaus Bernstein Research zeigt sich allerdings davon recht unbeirrt und belässt die Einstufung für TUI auf „Market-Perform“ – mit einem Kursziel von 2,50 €, das bereits überschritten worden ist.

Fakt ist, dass der Touristik-Riese im Februar hoffnungsvolle Zahlen für das erste Geschäftsquartal 2021/22 (Oktober bis Dezember) präsentiert hat mit Umsätzen von 2,4 Milliarden € und einem saisonal üblichen Betriebsverlust (bereinigtes EBIT) von -274 Millionen €.

Urlaubslust der Deutschen ungebrochen

Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass die weithin bekannte Urlaubslust der Deutschen ungebrochen ist. Möglicherweise ist sie nach den jahrelangen Reiseeinschränkungen durch die Corona-Pandemie sogar stärker denn je. Die TUI verzeichnet jedenfalls eine zunehmende Buchungsdynamik. Bis Ende Januar hatten mehr als 3,5 Millionen Kunden für die Jahresmitte bereits eine Reise gebucht.

Die Saisoneröffnung für die Lieblingsinsel der Deutschen wurde außerdem vorgezogen. Seit dem 11. Februar fliegen bereits wieder Maschinen aus Düsseldorf, Frankfurt und Hannover nach Mallorca. Die ersten Flüge waren vollständig ausgebucht.

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Anfang Februar verfügte der Touristik-Riese über eine Liquidität von rund 3,3 Milliarden €. Damit will er im April einen Teil der Staatshilfen zurückzahlen, die er in der Corona-Krise erhalten hat. Sofern also keine weitere Mutation auftaucht und das Reisegeschäft wieder relativ normal funktioniert, dürfte die TUI langsam wieder auf die Beine kommen.

Nur etwas für langfristig orientierte Anleger

Die Betonung liegt hier aber auf „langsam“. Will heißen: Für langfristig orientierte Anleger könnte der jüngste Kursabschlag im Reisesektor einen guten Einstiegspunkt bieten. Wobei Interessierte auch deshalb vorsichtig agieren sollten, weil sich noch nicht abzeichnet, wie lange der Krieg in der Ukraine weitergeht. Zudem muss die TUI auch noch Probleme meistern, die sie bereits vor der Corona-Krise hatte.

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