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Silberpreis: Mangel bei Silber, Zink und Blei bis 2040

Günther / 19.01.22 / 14:13

Der Silberpreis wurde zu Wochenanfang in einer starken Bewegung nach oben getrieben. Der australische Bergbaukonzern South32 (WKN: A14QLH), eine Abspaltung vom australischen Bergbauriesen BHP (WKN: 863578), gab einen beachtlich positiven Ausblick für die Rohstoffe Silber, Zink und Blei bis in das Jahr 2040. Demnach könnte die Silbernachfrage vom Niveau 2020 um bis zu 95% bis 2040 steigen.

Der Verkaufsdruck beim Silber könnte langsam zu Ende sein. Ende letzter Woche wurde bekannt, dass mehr Kleinanleger ihre Silberpositionen verkauft haben. Nachdem der Markt diese Kapitulation verarbeitete, konnte der Silberpreis gestern innerhalb von wenigen Minuten deutlich steigen.

Dabei wurden an der Terminbörse COMEX gestern sogar über eine halbe Milliarde Unzen Silber gehandelt oder rund die Hälfte der gesamten jährlichen Minenförderung.

Allein das sollte Ihnen zu denken geben hinsichtlich der liquide erscheinenden Handelbarkeit von Silberkontrakten und der tatsächlich immer knapper werdenden physischen Verfügbarkeit von Silber als Rohstoff.

2021 mit Nachfrage von mehr als 1 Milliarde Silberunzen

Bereits 2021 sollte die Nachfrage laut dem Silver Institut, das die weltweite Silbernachfrage misst, ein Niveau von 1 Milliarde Unzen übersteigen. Die Vorlage der endgültigen Daten für 2021 wird jedoch erst im Frühjahr erwartet. Gleichwohl sorgt die knappe physische Verfügbarkeit bei Silberanlegern für Mangelerscheinungen.

Nach den Modellen von South32 in Kooperation mit dem Informationsdienstleister CRU ist durch die zunehmende Verwendung von Solarpanelen mit einer massiven Silbernachfrage zu rechnen.

Das Unternehmen prognostiziert in seinem Standardszenario, gemessen am Nachfrageniveau von 2020, eine wachsende Silbernachfrage von etwa 55% bis 2040. Um das 1,5°C Ziel der Energiepolitik zu erreichen, müsste dazu die Solarkapazität um das 14-fache erhöht werden. Demnach würde sich die Silbernachfrage um weitere 25% auf rund 1,4 Milliarden Unzen Silber bis 2040 erhöhen.

Zink- und Bleinachfrage ebenfalls betroffen

Gemäß den Prognosen von South32 wird sich die Nachfrage für die Rohstoffe Zink sowie Blei ebenfalls bestens entwickeln. Der rasche Ausbau erneuerbarer Energien wie der Windkraft sowie die dazu benötigte Infrastruktur sollten der Zinknachfrage Rückenwind verleihen.

In dem besagten 1,5°C-Szenario wird durch den starken Ausbau der Windkraft sowie der Solarenergie mit einer Verdopplung der Primär-Zinknachfrage auf 24 Millionen Tonnen bis 2040 gerechnet. Jedoch wird bis 2030 ein Angebotsrückgang von jährlich 3,5% erwartet, da die Erschöpfung der Minen voranschreitet und Neubauten meist niedrigere Durchschnittsgehalte aufweisen.

Für Blei prognostiziert der Konzern eine 29% größere Nachfrage und zugleich einen Rückgang des Minenangebots um 3,8 % pro Jahr bis 2040.

Es werden kaum neue große Silberminen entwickelt

Viele kleinere Explorationsunternehmen befinden sich auf dem Markt. Doch es werden kaum neue „Riesen-Vorkommen“ erschlossen und erfolgreich in Produktion gebracht.

Andere große Vorkommen benötigen einen höheren Silberpreis, um rentabel betrieben zu werden.

South32 ist der Meinung, dass jährlich mehr als zwei neue Minen mit dem Kaliber der unternehmenseigenen Cannington-Mine gebaut werden müssten, um die zusätzliche Nachfrage zu decken.

Weltweit gibt es nur wenige Optionen für neue Minen mit hochgradigem Silbergehalt. Viele Unternehmen sind inzwischen in Schwellenländer mit unsicheren Bergbaugesetzen expandiert. Dies sorgt des Öfteren für Schwierigkeiten bei den Genehmigungsprozessen sowie mit der einheimischen Bevölkerung.

Das jüngste Beispiel hierfür ist das Navidad-Tagebau-Projekt von Pan American Silver in der argentinischen Provinz Chubut.

Das Monsterprojekt beherbergt eine hochgradige Ressource von über 600 Millionen Unzen Silber. Doch eine Reform des Bergbaugesetzes wurde von der Exekutive jüngst abgeblockt, sodass ein Tagebau in der Region weiterhin untersagt bleibt.

South32 positioniert sich mit Hermosa-Mine

Für die steigende Nachfrage der genannten Rohstoffe ist South32 mit seinem Hermosa-Projekt in Arizona, USA, positioniert. Die Ressource der dortigen Lagerstätte Taylor beläuft sich auf 138 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,82 % Zink, 4,25 % Blei und 81 g/t Silber.

Die Lagerstätte Taylor weist ein voraussichtlich Minenleben von 22 Jahren auf. Sie soll eine durchschnittliche Jahresproduktion von etwa 111.000 Tonnen Zink, 138.000 Blei und 7,3 Millionen Unzen Silber erzielen.

Für das Projekt sollen Investitionskosten in Höhe von 1,7 Milliarden US$ anfallen. Als nächster Schritt ist eine Machbarkeitsstudie geplant, welche zusammen mit der Investitionsentscheidung Mitte 2023 erscheinen soll. Falls es zum Minenbau kommt, ist die Produktion jedoch erst im Jahr 2027 vorgesehen.

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PLUS-Leser sind längst im Sektor positioniert

Nach zwischenzeitlichen Kurstiefs unter 2 AU$ konnte die Aktie von South32 mittlerweile an die Höchststände aus dem Jahr 2018 anknüpfen und diese überwinden. Die Aussichten stehen bei einem erwarteten KGV von 7 und 7% Dividendenrendite für dieses Jahr sehr gut, wenn das Unternehmen sein Hermosa-Projekt in Nevada und die dort ansässige Zink-Blei-Silber-Sulfid-Lagerstätte Taylor zur Produktionsreife entwickelt.

Anleger sollten aber nie vergessen, dass dieses Projekt ursprünglich von einem Junior-Explorer stammt.

Im Juni 2018 konnten Goldherz-Leser beim PLUS Vorgängerprodukt eine Rendite von +193% in nur 12 Monaten realisieren, als sich South32 damals die kleine Arizona Mining mit einer Übernahme einverleibte.

Aktuell sehe ich neben South32 vor allem bei noch günstigeren Silber-, Zink- und Blei-Aktien enormes Nachholpotenzial. So wird mein Zink-Favorit im PLUS zurzeit sogar dreimal günstiger bewertet als die sehr preiswerten South32-Aktien.

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