Registrieren
Registrierung Du has Konto? Login.
Sascha / 05.10.20 / 17:50

K+S: Auch dieser Deal beflügelt wohl wieder nur kurz!

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählt heute, ausnahmsweise, die Aktie des ehemaligen DAX-Konzerns K+S (WKN: KSAG88). Der Grund: Inzwischen vom Unternehmen bestätigte Gerüchte bezüglich des Verkaufs der US-Tochter Morton Salt.

Damit setzt der Vorstand um CEO Burkhard Lohr die Ankündigung um, den Konzern zukünftig auf das Kalidüngergeschäft zu fokussieren. Der heutige Kurssprung um, in der Spitze, mehr als 20 Prozent auf rund 7,30 Euro kann die alles andere als verwöhnten Anteilseigner jedoch nicht wirklich begeistern. Schließlich wollte der kanadische Konkurrent Potash Corp. of Saskatchewan (heute in Nutrien aufgegangen) im Jahr 2015 noch sage und schreibe 41 Euro je K+S-Aktie im Rahmen seines damaligen Übernahmeangebots bezahlen.

Ablehnung des Übernahmeangebots auch vom heutigen CEO...

Doch seinerzeit lehnte das Management um den damaligen CEO Norbert Steiner diese Offerte als zu niedrig ab. Der damalige Finanzchef (CFO), der ebenfalls an der Ablehnung dieser Offerte beteiligt war, hieß übrigens: Burkhard Lohr. Dessen Performance, auch auf seinem neuen Posten als CEO, ist sehr bescheiden. So notierte die Aktie beim Abgang seines Vorgängers im Mai 2017 noch deutlich über 20 Euro.

Insofern scheint es langsam an der Zeit zu sein, dass Herr Lohr endlich mal abliefert. Daran ändert auch die Tatsache, dass er sich im Mai dieses Jahres mit SARS-Cov-2 infiziert hatte und in häusliche Quarantäne begeben musste (wir berichteten), nichts. Der nun wohl endlich vorankommende, schon länger geplante, Verkauf der US-Tochter Morton Salt kann da nur ein erster Schritt sein.

Morton Salt war kein schlechter Deal für K+S!

Dabei war Morton Salt durchaus ein guter Deal für K+S. Denn die US-Tochter wurde einst im Jahr 2009 zum Kaufpreis von 1,7 Milliarden US-Dollar (oder umgerechnet 1,3 Milliarden Euro) von Rohm & Haas gekauft. Wie das Management heute bestätigt, befindet sich die Gespräche über einen Verkauf in einem weit fortgeschrittenen Stadium und dürften folglich bald abgeschlossen werden. Dabei soll ein Verkaufspreis von 3,2 Milliarden US-Dollar (umgerechnet über 2,7 Milliarden Euro) erzielt werden.

In etwas mehr als zehn Jahren, in denen Morton Salt zu K+S gehörte, hat sich der Wert der Gesellschaft also in US-Dollar um knapp neunzig Prozent erhöht und in Euro, aufgrund zusätzlicher Währungsgewinne, sogar mehr als verdoppelt. Könnte man das doch auch nur von der K+S-Aktie behaupten. Wobei es hier durchaus weiteres Wertschöpfungspotenzial für das Management gäbe, das Stichwort lautet hier: Kavernen. Es ist nicht auszuschließen, dass das Management um CEO Burkhard Lohr in naher Zukunft auch diese endlich verwerten kann.

So eignen diese sich beispielsweise als Lager von Sondermüll, manche sehen in diesen Kavernen sogar die Möglichkeit Atommüll einzulagern. Dennoch ist die Aktie aus meiner Sicht kein Kaufkandidat. Denn das Kerngeschäft mit Kalidünger war, ist und bleibt schwierig und das Management schwerfällig. Mutige Anleger shorten die Aktie daher sogar eher in den heutigen Kurssprung hinein, wetten also auf fallende Kurse!

K+S-Aktie: Dein Forum!

Hochwertige Diskussionen und echte Informationsvorsprünge: Profitiere ebenso wie Tausende andere Anleger von unserem einzigartigen Live Chat, dem Forum der neuen Generation für die K+S-Aktie!

Noch nicht dabei? Hier kannst Du dich kostenlos registrieren!

Zugehörige Kategorien: Dividenden-Aktien
Weitere Artikel
Kommentare